Investorenpläne der FIFA: Dänemark und Niederlande: Vertrauen zu Infantino ist weg

Investorenpläne der FIFA Dänemark und Niederlande: Vertrauen zu Infantino ist weg

Kopenhagen · Gianni Infantino ist unter Druck. Nach dem Aus der umstrittenen Investorenpläne entziehen einige europäische Verbände dem FIFA-Boss das Vertrauen - und stellen sich klar hinter die UEFA.

01.08.2026 , 13:42 Uhr

Infantino muss weg: So ungefähr ist die Haltung des dänischen Fußballverbands zu dem angezählten FIFA-Boss. (Archivbild)

Foto: Ashley Landis/AP/dpa

Nach dem krachenden Scheitern der Investorenpläne haben sich der dänische Fußballverband (DBU) und der niederländische Fußballverband (KNVB) mit deutlichen Worten gegen FIFA-Boss Gianni Infantino gestellt. Er stimme der UEFA voll und ganz zu, dass das Vertrauen in Infantino verloren gegangen sei, sagte DBU-Chef Jesper Møller laut einer Mitteilung. „Deshalb kann ich ihn auch nicht unterstützen.“

Zuvor hatte Infantino seine milliardenschweren Pläne, Anteile an dem Fußball-Weltverband an private Investoren zu verkaufen, nach massivem Widerstand und weltweiter Empörung aufgegeben. 

Den Vorschlag zurückzuziehen, sei „die einzig richtige Entscheidung - und sie war zu erwarten“, so Møller. „Der internationale Fußball stand an einem Scheideweg, an dem einige der Werte, die den Kern und die Seele des Fußballs ausmachen, unter Druck geraten waren.“

„Kein Vertrauen mehr in seine Führung“

Auch der KNVB distanzierte sich von Infantino. „Mit dem Rückzug des Vorschlags ist die Angelegenheit für den KNVB nicht erledigt. Die Art und Weise, wie dieser Prozess verlaufen ist, hat zu einem grundlegenden Vertrauensbruch im Führungsstil des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino geführt. Der KNVB hat kein Vertrauen mehr in seine Führung“, hieß es in einem Statement. „Diese Situation erfordert ein ernsthaftes Gespräch über die Zukunft der Governance und Führung innerhalb der FIFA.“

Ausdrücklich lobte Møller die UEFA und ihren Präsidenten Aleksander Ceferin dafür, dass der europäische Dachverband so schnell mit einer Stimme gesprochen habe. Die UEFA hatte die Pläne nicht nur als schäbigen Deal kritisiert, sondern sogar mit einem Boykott gedroht.

© dpa-infocom, dpa:260801-930-470739/2

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