Krieg eskaliert: Trump droht Mullah-Regime mit Vernichtung – Raketen auf US-Basen

Iran-Krieg: USA greifen bei Hormus an – Mullahs feuern Raketen auf Jordanien

Stand: 02.09.2026, 08:08 Uhr

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Der Krieg zwischen den USA und dem Iran eskaliert. Erneut überziehen sich beide Seiten mit Angriffen. Trump droht wieder martialisch.

Teheran/Washington, DC – Die USA und der Iran haben ihre militärische Konfrontation deutlich verschärft. US-Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an. Das Mullah-Regime in Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain. Attacken gab es auch in der autonomen Region Kurdistan im Irak. Diese Staaten sind mit den Vereinigten Staaten verbündet und beherbergen US-Militärstützpunkte.

Iranische Drohnen

Der Iran hat seine Vergeltungsangriffe auf US-Ziele in Ländern der Region verstärkt. (Archivbild) © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

Donald Trump bezeichnete die „großen und gewaltigen“ Angriffe des eigenen Militärs als Vergeltung für den gescheiterten iranischen Versuch, Seeminen in der Straße von Hormus zu verlegen. Auch reagiere man damit auf den jüngsten iranischen Raketenbeschuss gegen Ziele in Jordanien. Diese seien erfolgreich abgewehrt worden, schrieb der US-Präsident auf der Plattform Truth Social weiter.

Eskalation im Iran-Krieg: Revolutionsgarden werfen US-Militär Angriffe auf zivile Gebiete vor

Das US-Militär selbst nannte noch einen anderen Grund: Laut dem zuständigen US-Militärkommando Centcom erfolgten die neuen US-Attacken auf „versuchte Angriffe“ der iranischen Revolutionsgarden „auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und auf in der Region stationierte US‑Soldaten“. Die US-Streitkräfte hätten Ziele der Islamischen Revolutionsgarden angegriffen, ließ Centcom verlauten. Darunter waren demnach Luftabwehrstellungen, Radarsysteme, Einrichtungen zum Minenlegen sowie Kommunikationsanlagen.

In einer Erklärung der Iranischen Revolutionsgarden hieß es, die USA hätten mehrere Orte bombardiert, darunter auch zivile Gebiete. So sei eine Hochzeitsfeier im Raum Sirik angegriffen worden. Dabei seien vier Menschen getötet worden, darunter ein kleines Kind. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden zudem 63 Menschen verletzt, darunter 50 Frauen und Kinder. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu den Berichten über zivile Opfer der Angriffe befragt, erklärte Centcom-Sprecher Tim Hawkins, dass das US-Militär niemals Zivilpersonen angreife, im Gegensatz zu den Revolutionsgarden.

Revolutionsgarden in Teheran verstärken im Iran-Krieg Vergeltungsangriffe auf US-Ziele in der Region

Die Revolutionsgarden holten umgehend zum Vergeltungsschlag aus. Jordanien wurde nach Angaben der örtlichen Nachrichtenagentur Petra mit 13 ballistischen Raketen angegriffen. Zehn seien erfolgreich abgefangen worden, die übrigen in entlegene Gebiete gestürzt. Die iranischen Revolutionsgarden teilten laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim mit, dass der Stützpunkt Camp Titin des US-Marinekorps in Jordanien Ziel eines „massiven Raketenangriffs“ geworden sei. Das Ausbildungslager befindet sich am Golf von Akaba, nahe den Grenzen zu Israel und Saudi-Arabien.

Kampfflugzeuge der USA

Das US-Militär hat erneut Ziele im Iran angegriffen. (Archivbild) © Kendall Torres Cortés/dpa

Staatsmedien zufolge nahm die iranische Armee ferner US-Streitkräfte auf einem Luftwaffenstützpunkt in Bahrain ins Visier. Auch Kuwait meldete erneut feindlichen Beschuss aus dem Iran. Zudem erklärten die Revolutionsgarden, man habe US-Stützpunkte in Erbil in der autonomen Kurdenregion im Norden des Iraks mit Raketen und Drohnen attackiert. Dabei sollen nach Angaben iranischer Staatsmedien ein Wartungszentrum, Lagerhäuser und das „Leitsystem eines US‑Überwachungsballons“ zerstört worden sein.

Trump gegen Revolutionsgarden: Beide Seiten verstärken ihre verbalen Drohungen im Iran-Krieg

Unterdessen kündigte Donald Trump erneut eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe an: „Sollte die gescheiterte Nation Iran auf diesen völlig gerechtfertigten Angriff reagieren, wird sie erneut noch viel härter und in größerem Umfang getroffen werden.“ Zugleich drohte der US-Präsident mit dem „größten Angriff von allen“. Danach werde „sehr wenig von der Islamischen Republik Iran übrig sein“. Trump hat dem Iran im Laufe des Kriegs bereits mehrfach martialisch mit Vernichtung gedroht.

US-Präsident Trump

Donald Trump droht dem Iran abermals. © Jacquelyn Martin/AP/dpa

In einem weiteren Post schrieb Trump, er versuche nicht, „den Iran an den Verhandlungstisch zu zwingen“. Es sei ihm egal, ob Irans Führung ein Abkommen unterzeichne, das für sie wertlos sei, schrieb er weiter. „Mir gefällt unsere derzeitige Position viel besser: Wir haben fast die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus, und ihre Wirtschaft bricht völlig zusammen“, behauptete Trump. Zuletzt hatte er bereits behauptet, der Iran sei tot. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor ihrerseits eine „schwere Bestrafung“ angekündigt. „Die USA werden ihre neuen Angriffe bereuen“, erklärte ihr Sprecher Hossein Mohebi. (Quellen: dpa, AFP) (cs)