„Dann wird keine Infrastruktur sicher sein“: Iran-Krieg spitzt sich zu – Hormus-Ultimatum an Trump
Stand: 29.09.2026, 13:40 Uhr
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Die Nerven im Iran-Krieg liegen blank: Teheran fordert von Trump die Freigabe der Straße von Hormus – sonst sei kein Ziel in der Region mehr sicher.
Teheran/Washington, D.C. – Die iranische Regierung erwartet nach eigenen Angaben am heutigen Dienstag eine Antwort aus Washington auf den iranischen Vorschlag für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Katarische Vermittler wollten „die Angelegenheit noch einmal mit der amerikanischen Seite erörtern, woraufhin uns die endgültige US-Antwort übermittelt wird“, erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Montag (Ortszeit). „Die Katarer hoffen, dass dies bis morgen geschehen wird“, fügte er hinzu.
Das US-Nachrichtenportal Axios hatte zuvor berichtet, dass indirekte Gespräche zwischen Teheran und Washington unter katarischer Vermittlung bereits am Montag wieder aufgenommen werden könnten. Vertreter der USA und des Iran waren bereits in der vergangenen Woche am Rande der UN-Generaldebatte in New York zusammengekommen.
Wiedereröffnung der Straße von Hormus: Iran schickt deutliche Drohungen nach Washington
US-Präsident Donald Trump hatte Axios zuvor gesagt, er rechne mit einer Fortsetzung der Gespräche in den nächsten Tagen, nachdem er zuvor einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen hatte. Das Thema ist in den USA hochpolitisch, wo der Preisanstieg an den Tankstellen bei den Republikanern die Befürchtung weckt, bei den wichtigen Zwischenwahlen Anfang November abgestraft zu werden.
Der iranische Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf richtete zudem eine Warnung an Washington. Die US-Regierung müsse wissen, dass „in einer Region, in der wir kein Öl verkaufen können, auch sonst niemand Öl verkaufen wird“, sagte Ghalibaf in einem Video. „Wenn unsere Sicherheit nicht gewährleistet ist, wird keine Infrastruktur sicher sein“, fügte er hinzu.
Aus dem Iran hieß es am Montag noch, man erwarte keine neuen Gespräche mit den USA. „Die Standpunkte und Positionen der Islamischen Republik Iran wurden der amerikanischen Seite am vergangenen Dienstag klar und ausdrücklich über einen katarischen Vermittler übermittelt“, berichtete die Agentur Irna.
Die strategisch wichtige Meerenge, über die vor dem Krieg ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Gaslieferungen lief, steht im Zentrum des Konflikts, der Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf Teheran begonnen hatte. Seitdem beansprucht der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus, Washington verhängte im Gegenzug eine Blockade gegen iranische Häfen. (Quellen: Axios, AFP) (nak)