Isländer „Floki" verschwindet von Hochalm – Polizei ermittelt wegen Diebstahls
Stand: 13.07.2026, 15:18 Uhr
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Der Wallach war Ende Juni auf einer Alm im Puittal untergebracht. Die Besitzer suchen seit über zwei Wochen täglich sechs bis acht Stunden am Berg.
Leutasch – Seit über zwei Wochen fehlt von dem Isländerwallach „Floki“ jede Spur. Das orangebraune Pferd mit markanter Blesse war Ende Juni auf einer Hochalm in der Leutasch verschwunden. Während die Polizei von einem möglichen Diebstahl ausgeht, halten die Besitzer auch andere Szenarien für denkbar.
Wir sind jeden Tag sechs bis acht Stunden am Berg unterwegs, aber bislang haben wir keine Spur gefunden.
„Floki“ war gemeinsam mit drei weiteren Pferden auf einer Hochalm im Bereich Puittal in der Leutasch untergebracht. Zwischen dem 27. und 29. Juni verschwand der Isländerwallach plötzlich. Die Tiroler Polizei geht inzwischen davon aus, dass das Tier von einem bislang unbekannten Täter gestohlen worden sein könnte. Der Schaden wird in einer Presseaussendung mit einem höheren vierstelligen Eurobetrag beziffert. Die Ermittlungen laufen, bisherige Suchmaßnahmen mit Wärmebilddrohnen blieben allerdings ohne Ergebnis.
Für die Besitzerfamilie ist die Ursache des Verschwindens noch nicht geklärt. „Wir sind jeden Tag sechs bis acht Stunden am Berg unterwegs, aber bislang haben wir keine Spur gefunden“, berichtet Lisi Gugler aus Telfs, deren Eltern das Pferd gehört, der Tiroler Tageszeitung. Gemeinsam mit Helfern sucht sie seit vielen Tagen akribisch nach dem Wallach.
Unwegsames Gelände bereits intensiv abgesucht
Ein Unfall sei aus ihrer Sicht ebenfalls möglich. Zwar sei die Hochalm eingezäunt, allerdings gebe es am Zaun schon länger beschädigte Stellen. „Es kann also sein, dass er von alleine verschwunden ist. Die Felsen dort sind auch abschüssig – da kann immer etwas passieren“, sagt Gugler. Auch das unwegsame Gelände wurde bereits intensiv abgesucht, bislang wurde jedoch weder das Pferd noch ein Hinweis auf einen möglichen Absturz gefunden.
Die Hoffnung, „Floki“ lebend wiederzufinden, gibt die Familie deshalb nicht auf. Pferde könnten große Strecken zurücklegen, sagt Gugler. Deshalb bittet sie Wanderer, Bergsteiger, Jäger und Hüttenbesucher um besondere Aufmerksamkeit.
Das mögliche Suchgebiet reicht inzwischen weit über die Leutasch hinaus: Verdächtige oder ungewöhnliche Beobachtungen könnten auch aus dem Puittal, dem Leutaschtal, dem Gaistal, dem Bereich Mittenwald sowie von den umliegenden Almen wichtig sein.
„Wir vermissen unseren treuen Freund sehr und sind für jede Hilfe dankbar“, sagt Gugler. Wer Hinweise zum Verbleib des Isländerwallachs geben kann, wird gebeten, sich bei den Besitzern oder der Polizei zu melden.