Ivy Quainoo gewann die erste Staffel „The Voice of Germany“ – doch der Ruhm setzte ihr massiv zu
Stand: 11.10.2026, 20:00 Uhr
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Die Musikerin gewann die erste Staffel der deutschen Ausgabe. Doch der Trubel um ihre Person wurde ihr schnell zu viel.
Berlin – Mit gerade einmal 19 Jahren stand Ivy Quainoo (34) 2012 ganz oben: Sie gewann die allererste Staffel von „The Voice of Germany“ und wurde über Nacht zum Popstar. Es folgten Chartplatzierungen und ein Echo. Nur wenige Wochen nach dem Finale erschien ihr Debütalbum „Ivy“, 2013 wurde sie mit dem Echo als „Beste Künstlerin Rock/Pop National“ ausgezeichnet.
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Doch der rasante Ruhm und die starke Fremdbestimmung durch ihr Plattenlabel setzten ihrem Selbstbewusstsein zu. Heute hat sich die gebürtige Berlinerin ein ganz neues berufliches Standbein aufgebaut: Statt vorrangig als Sängerin ist sie inzwischen als Schauspielerin unterwegs und übernimmt Rollen in Serien, Filmen und Musicals, wie Joyn berichtet.

Aktuell ist sie als Dionne in der Produktion des Musicals „Hair“ am Theater St. Gallen zu erleben. Das zweite Album „Wildfire“ konnte 2013 nicht an den Erfolg des Erstlings anknüpfen. 2015 zog Ivy nach New York und studierte an der American Academy of Dramatic Arts Schauspiel. Zwei Jahre später schloss sie die Ausbildung ab.
New York als Wendepunkt: Ivys Weg zur Selbstbestimmung
Über diesen Neuanfang sagte sie im Podcast „Cousengs & Cousinen – Menschen, die Migrationsgeschichte schreiben“: „New York hat mir so ein bisschen die Möglichkeit wiedergegeben, Sachen für mich selbst aktiv zu entscheiden und aktiv zu verändern.“ Auf der Bühne steht die Künstlerin also nach wie vor – allerdings in einer anderen Rolle als früher.
Ihr Fokus hat sich über die Jahre deutlich verschoben. Aus der Castingshow-Gewinnerin von damals ist eine Darstellerin geworden, die sich ihre Projekte heute selbst aussucht. Laut ihrer Homepage arbeitet die Musikerin ohne Veröffentlichungsdruck an neuen Songs und schätzt besonders das Songwriting.
ESC-Vorentscheid, Soundtrack und die Zukunft vor der Kamera
Die Schauspielerei war ohnehin kein gänzlich neues Pflaster für Ivy: Bereits während ihrer Abiturzeit sammelte sie an einer Berliner Bühnenkunstschule Erfahrungen in Schauspiel und Performance. „Ich fand Musikmachen ebenso spannend wie Schauspiel“, erklärt sie auf ihrer Website.
Mittlerweile war sie in zahlreichen namhaften Produktionen zu sehen: als Eliza Hamilton im Musical „Hamilton“ oder als Jenny in der Grimme-Preis-prämierten Serie „Sam – Ein Sachse“. Auch Auftritte in „Familienerbe“, „SOKO Leipzig“, „Girl You Know It’s True“ und „John Wick: Kapitel 4“ sind Teil ihres Portfolios.
Die Musik bleibt dennoch Teil ihres Lebens: 2018 trat sie mit „House On Fire“ beim deutschen ESC-Vorentscheid an, 2023 erschien der Soundtracksong „Niemand außer dir“ und 2025 wirkte sie in der Revue „Berlin ist ja so groß …“ mit. Ihre Zukunft sieht sie trotzdem vor allem vor der Kamera: „Ich hoffe, dass ich noch viel, viel, viel mehr drehe und das der Rest meines Lebens sein kann.“