Jahreshauptversammlung der Feuerwehr: Neues Fahrzeug stärkt die Feuerwehr Herbitzheim im Einsatzalltag
- Saarland
- Saarpfalz-Kreis
- Gersheim
Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Neues Fahrzeug stärkt die Feuerwehr Herbitzheim im Einsatzalltag
Mit einem neuen Löschgruppenfahrzeug HLF 20 hat die Feuerwehr Herbitzheim ihre Möglichkeiten erweitert. Bei der Jahreshauptversammlung ging es um Einsätze, Nachwuchsarbeit und Pläne im Katastrophenschutz.
17.09.2026 , 14:00 Uhr
Vor dem in diesem Jahr in Dienst gestellten HLF 20 stehen (von links) Bürgermeister Michael Clivot, Herbert Fegert, Löschbezirksführer Florian Sperling, der Landesbeauftragte für die Alters- und Ehrenwehr, Albert Zitt, und der stellvertretende Wehrführer Ralf Weinmann.
Foto: Wolfgang Degott
Mit der Stationierung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) 20 hat die Feuerwehr Herbitzheim ihre Einsatzmöglichkeiten erweitert. Das Fahrzeug wurde im Frühjahr in Dienst gestellt. Der mehrwöchigen Einweisung mit täglichen Übungsabenden folgte ein arbeitsreiches Jahr, wie Löschbezirksführer Florian Sperling bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus berichtete.
Die 27 Mitglieder der aktiven Wehr, darunter drei Frauen, wurden zu 21 Einsätzen alarmiert. Zu den neun Brandeinsätzen und neun technischen Hilfeleistungen gehörten auch die Beseitigung von Sturmschäden und das Löschen von Vegetationsbränden. Hinzu kamen Ordnungsdienste bei der LVM Saarland Trofeo und beim Biosphärenfest in Walsheim.
Sperling lobte die hohe Beteiligung an den Übungen. Gemeinsam mit den Nachbarwehren des Alarmzuges wurden drei Übungen absolviert, eine weitere ist für Oktober vorgesehen. Der stellvertretende Wehrführer Ralf Weinmann dankte außerdem den Landwirten, die bei einem größeren Vegetationsbrand oberhalb Rubenheims mit ihren Wasserfässern die Feuerwehr unterstützten.
Marco Scherer, der die zehn Mitglieder zählende Nachwuchsgruppe gemeinsam mit Agnes Schmidt leitet, berichtete von 16 Übungen. Die Acht- bis 13-Jährigen, darunter ein Mädchen, beteiligten sich auch an der Picobello-Aktion, einer Baumpflanzaktion in der „Lache“, dem Martinszug in Rubenheim und einer Sternwanderung nach Medelsheim.
Bei einer kreisweiten Aktion im Walsheimer Haus Sonne standen Spiel und gemeinsames Erleben mit den Bewohnern im Mittelpunkt. Die Anwohner der Straße „Am Rebenberg“ spendeten aus dem Erlös ihres Adventsfensters 550 Euro für die Jugendfeuerwehr. Für das kommende Jahr sind ein Gemeindezeltlager der Nachwuchswehren und weitere löschbezirksübergreifende Übungen geplant. Ziel ist es, die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung zu vertiefen.
Kassierer Ralf Rebmann berichtete von einer zufriedenstellenden Kassenlage. Bürgermeister Michael Clivot verwies auf Fortschritte beim Katastrophenschutz. Der Hochwasser-Alarmplan sei fertiggestellt und liege derzeit der Kreisverwaltung zur Abstimmung vor. In der Gemeindeverwaltung wurde zudem ein eigenes Sachgebiet geschaffen. Beauftragte Pamela Zimmer soll dort Strategien für Bevölkerungs- und Zivilschutz entwickeln, darunter Pläne, Checklisten und analoge Strukturen.
Für den Süden des Landkreises ist nach Clivots Angaben ein gemeinsames Katastrophenschutzzentrum in Blieskastel/Mandelbachtal vorgesehen, in das möglichst auch DRK und THW eingebunden werden sollen. Er teilte außerdem mit, dass, nachdem alle Genehmigungen vorliegen, mit dem Bau des Batteriewerks zwischen Herbitzheim und Rubenheim Anfang nächsten Jahres begonnen werde.
Drei neu angeschaffte Waldbrandkörbe hätten zudem die Einsatzmöglichkeiten verbessert. Die drei gemeindeweiten Alarmzüge hätten sich zu einem festen Bestandteil der Übungsarbeit entwickelt. Gemeindejugendfeuerwehrbeauftragter Matthias Motsch kündigte eine verstärkte Zusammenarbeit der Jugendwehren an. Zum Gerätewart wurde Andreas Wesely ernannt.
Unter Mitwirkung des Landesbeauftragten für die Alters- und Ehrenwehr, Albert Zitt, wurden Feuerwehrangehörige geehrt: Herbert Fegert für 40 Jahre, Florian Sperling für 30, Lars Rabung für 25, Christine Helmer für 15 sowie Agnes Schmidt, Johanna Schmidt, Nils Lippmann und Jonas Sachs für jeweils zehn Jahre Feuerwehrdienst. (ten/skm)