In New York soll das höchste Gefängnis der Welt entstehen
«Jailscraper»
In New York soll das höchste Gefängnis der Welt entstehen
In Manhattan entsteht der «Jailscraper», das höchste Gefängnis der Welt. Das 16 Milliarden Dollar teure Projekt mit vier vertikalen Haftanstalten soll Rikers Island ersetzen und frühestens 2032 fertiggestellt werden.
Publiziert: vor 19 Minuten
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- In Manhattan entsteht bis 2032 der «Jailscraper», das höchste Gefängnis weltweit
- Das umstrittene Projekt kostet rund 16 Milliarden USD und ersetzt Rikers Island
- Der «Jailscraper» umfasst vier vertikale Gefängnisse, nahe der Gerichtssäle in New York
Pauline BouillonRedaktorin News Desk
Mitten zwischen Büros und Wohnungen in Manhattan entsteht das höchste Gefängnis der Welt: der «Jailscraper» – eine Wortkreuzung aus «Jail» (Gefängnis) und «Skyscraper» (Wolkenkratzer).
Die Baugenehmigung wurde bereits 2019 unterzeichnet, berichtet der «Economist». Doch der Bau hinkt dem Zeitplan Jahre hinterher und wird frühestens 2032 fertig. Das umstrittene Projekt umfasst gleich vier vertikale Gefängnisse und soll rund 16 Milliarden US-Dollar kosten.
Die Idee hinter dem «Jailscraper»
Der «Jailscraper» soll das berüchtigte Gefängnis auf Rikers Island ersetzen, das seit Jahren wegen Gewalt, Misshandlungen und Todesfällen in der Kritik steht. Der Vorteil des Hochhaus-Knasts: Er liegt in unmittelbarer Nähe zu den Gerichtssälen New Yorks. Der Gefangenentransport wird leichter – es sollen vor allem Untersuchungshäftlinge und Straftäter mit kurzer Haftstrafe im «Jailscraper» sitzen.
Doch das aussergewöhnliche Bauprojekt bringt auch zahlreiche Fragen mit sich. Rafael Mangual vom Manhattan Institute warnt vor möglichen unvorhersehbaren Problemen. So sei beispielsweise unklar, wie die Insassen und die Anwohner auf das neuartige Gefängnis reagieren werden.
Die skurrilsten Gefängnisse der Welt:
Auch wenn der «Jailscraper» einzigartig ist, gibt es noch weitere aussergewöhnliche Haftanstalten.
1
Das «Tanz-Gefängnis» – Cebu, Philippinen
2006 startete das Gefängnis in Cebu ein ungewöhnliches Projekt: Gefangene begannen, regelmässig gemeinsam zu tanzen. Es soll die Gefangenen fit halten und Gewalt minimieren.
Die Gefangenen lernen gemeinsame Choreografien und üben teilweise stundenlang im Innenhof. Videos der tanzenden Häftlinge wurden später veröffentlicht und machten das Gefängnis weltweit bekannt.
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
2
Cereso-Gefängnis – Chetumal, Mexiko
Die mexikanische Haftanstalt setzt auf eine radikale Methode zur Konfliktlösung: Wer Streit hat, steigt in den Ring. Unter Aufsicht tragen Häftlinge ihre Fehden mit den Fäusten aus.
Die Regeln sind wie beim Boxen. Beide Kämpfer müssen Handschuhe, Kopfschutz und Stiefel tragen. Der Kampf dauert bis zu drei Runden. Das Ziel ist weniger unkontrollierte Gewalt. Und es scheint zu klappen: In den Haftstatistiken fällt das Gefängnis als ungewöhnlich gewaltfrei auf.
3
Luxus-Knast – Insel Bastøy, Norwegen
Einen gänzlich anderen Ansatz verfolgt die Insel-Anstalt Bastøy. Hier leben die Insassen in nahezu dörflichen Verhältnissen. Bastøy versteht sich als Öko-Gefängnis. Die Insassen betreiben eine zertifizierte Bio-Landwirtschaft, recyceln fast alles, nutzen Solar- und Holzenergie und reisen per Velo über die Insel.
Geregelte Arbeit, Freizeitaktivitäten und Sport sollen die Insassen auf das Leben vorbereiten. Und das mit Erfolg: Die Rückfallquote für Straftäter ist in Norwegen weltweit mit die tiefste.