Johann Lafer verrät: So sollte man Kartoffeln niemals kochen

Stand: 26.08.2026, 20:07 Uhr

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Kartoffeln in Wasser zu kochen ist ein verbreiteter Fehler. Star-Koch Johann Lafer erklärt, warum diese Methode falsch ist und was besser schmeckt.

Ludwigshafen – Star-Koch Johann Lafer hat einen klaren Rat für alle Kartoffel-Fans. Der gebürtige Österreicher, der seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Köchen Deutschlands zählt, rät dazu, Kartoffeln nicht in Wasser zu garen. Der Grund: Beim klassischen Kochen in reichlich Wasser verlieren die Knollen einen Großteil ihrer wertvollen Aromen und Nährstoffe – das Ergebnis schmeckt wässrig und fade.

Hier lernen Sie Kartoffeln auf jeglicher Weise zu kochen. Ob mit Schale oder ohne, ob hart oder mehlig, zu jeder Art gibt es ein passendes Gericht.

Kartoffeln können auf mehrere Arten gegart werden: Johann Lafer empfiehlt, die Knollen zu dämpfen oder sie im Backofen garen zu lassen. © IMAGO / imagebroker

Damit trifft Lafer einen wunden Punkt in vielen deutschen Küchen. Denn das Kochen von Kartoffeln im Wassertopf gilt hierzulande als selbstverständliche Grundtechnik – und genau das sei das Problem, betont der Fernsehkoch. Mit einer simplen Änderung der Zubereitungsmethode lasse sich das Geschmacksergebnis deutlich verbessern.

Kartoffeln dämpfen statt kochen: Lafers Geheimtipp

Lafers bevorzugte Methode ist das Dämpfen, insbesondere für Kartoffelpüree: Für dieses Gericht sollen die Kartoffeln nicht auslaugen und kein Wasser ziehen. Die Kartoffeln werden über siedendem Wasser in einem Dampfgarer oder einem Siebeinsatz gegart. Der heiße Wasserdampf gart die Knollen schonend – ohne direkten Wasserkontakt. So bleiben Vitamine, Mineralstoffe und vor allem das typische, erdige Kartoffelaroma vollständig erhalten. Das Ergebnis: Kartoffeln mit einem intensiveren Eigengeschmack und einer festeren, nicht matschigen Textur.

Alternativ empfiehlt der Sternekoch das Garen im Backofen. Kartoffeln, die mit Schale bei rund 160 Grad Celsius gebacken werden, entwickeln ein besonders nussiges Aroma. Die Schale wirkt dabei wie eine natürliche Schutzhülle, die Feuchtigkeit und Nährstoffe im Inneren hält. Nach Angaben von 7hauben.com legt Lafer die Knollen im Ofen für 45–60 Minuten auf ein Salzbett. Wer die Kartoffel anschließend aufschneidet, findet ein cremiges, aromenreiches Inneres – ganz ohne Wasserverluste. Aber: Für Gerichte wie Salzkartoffeln kocht er sie klassisch in Salzwasser.

Kartoffeln richtig zubereiten – diese Fehler sollte jeder vermeiden

Neben der Wahl der Garmethode gibt Lafer noch einen weiteren wichtigen Hinweis: Kartoffeln sollten niemals bereits vor dem Garen geschält und in kaltem Wasser gelagert werden. Durch diesen verbreiteten Haushaltstrick laugen die Knollen aus – wertvolle Stärke und Aromen gehen verloren, bevor die eigentliche Zubereitung überhaupt beginnt. Wer auf besten Geschmack Wert legt, schält Kartoffeln erst unmittelbar vor der Zubereitung.

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Johann Lafers Tipps machen deutlich, dass schon kleine Veränderungen in der Küche einen großen Unterschied im Ergebnis bewirken können. Wer Kartoffeln dämpft oder im Ofen gart, statt sie im Wassertopf zu kochen, holt deutlich mehr Geschmack und Nährstoffe aus dem beliebten Grundnahrungsmittel heraus – und das mit kaum mehr Aufwand. (Quelle: 7hauben.com)