Klimawandel und Trockenstress: So kämpfen sich junge Bäume durch die Hitze.
Das Paderquellgebiet ist eigentlich die Wohlfühl-Oase mitten der Stadt. Doch ein Tornado hat vor vier Jahren die rund 100 Bäume vor Ort wie Streichhölzer abgeknickt oder entwurzelt - alles wurde zerstört. Im März konnten die ersten 32 neuen Bäume gepflanzt werden, die aktuell mit der Hitze zu kämpfen haben. Und dass, obwohl die neuen Arten klimaresistenter sind.
Die Bäume leiden unter Pflanzstress
Landschaftsarchitekt Stefan Buschmeier ist mitverantwortlich für die Wiederbepflanzung des Paderquellgebiets. Bei der Planung und dem Kauf war klar, dass die neuen Bäume in den ersten fünf bis sechs Jahren besonders gepflegt werden müssen. Sie brauchen viel Wasser, viel Dünger und viele Pflegeschnitte.
Junge Bäume kämpfen ums Überleben
Natürlich leiden die Erlen, Silberweiden oder Eichen, weiß der Experte. Die paar Schauer, die es zwischendurch mal gegeben hat, helfen ihnen nicht. Aber auch Trockenphasen wie in den vergangenen Wochen wurden mit einkalkuliert.
"Solche Hitzeperioden wie zur Zeit gibt es schon länger, sie werden nur immer extremer". Stefan Buschmeier, Stadt Paderborn
Man habe bewusst weder Setzlinge noch Großbäume gekauft und sich für Jungbäume entschieden. So ein Baum mit einem Unfang von 25cm bekommt rund 100 Liter Wasser und das alle paar Tage. Außerdem haben die Stämme einen weißen Anstrich erhalten. Als Schutz vor der Sonne, quasi eine Sonnencreme. Ein echtes Sonderprogramm bei diesen Hitzeperioden.
Strategien gegen die Trockenheit
Wenn es für die Bäume zu extrem wird, fallen Blätter ab. Dann sind sie aber noch nicht tot. Das Abstoßen ihrer Blätter hilft ihnen ihre Fläche zu reduzieren, um weniger Wasser zu verlieren. Der Fachmann Buschmeier empfielt die Bäume tüchtig zu wässern und eventuell radikal zurückzuschneiden - sprich Äste komplett zu entfernen.
Noch bis Anfang 2027 werden die Bauarbeiten andauern. Solange bleibt die Fläche vorerst geschlossen. Im Herbst werden noch weitere 40 Bäume gepflanzt. Insgesamt kostet die Wiederherstellung des zwei Hektar großen Paderquellgebiets 3,3 Millionen Euro. 90 Prozent stammen aus Fördermitteln des Landes. 100 Tausend Euro aus Spenden steuert der Verein "Freunde der Pader" dazu.