„Junge Leute gehen Hand in Hand“ – Minigolfplatz in Frankfurt wird zum Dating-Hotspot

Stand: 11.08.2026, 19:00 Uhr

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Gibt es eigentlich Frankfurter Eltern, die hier noch nie mit ihren Kindern Minigolf gespielt haben? Seit jeher zieht es ganze Familien auf die Anlage am Niddaufer in der Römerstadt. © Oscar Unger

Auf dem Minigolfplatz an der Nidda kommen junge Leute oft allein an – und gehen Hand in Hand wieder. Ein Angestellter berichtet von einer Beobachtung seiner Chefin.

Frankfurt – 18 Bahnen, Eis, Getränke und gute Gesellschaft. 1964 eröffnet und gesäumt von mächtigen Mammutbäumen, welche einst zur Bewerbung für die Bundesgartenschau 1969 gepflanzt wurden, ist der „Minigolfplatz an der Nidda“ nunmehr zu einer wahren Institution geworden. In gut erreichbarer, jedoch trotzdem ruhiger Lage in der Römerstadt, findet man die klassischen, abwechslungsreichen Hindernisse wie den Vulkan oder einen Looping. Für Erfrischungen und den kleinen Hunger kommt man am Kiosk bei Getränken und Knabbereien auf seine Kosten.

Minigolf Stillleben

Schläger, Bälle und der Block für die Stationen: schon geht‘s los. © Oscar Unger

Aber spielt denn heute überhaupt noch jemand Minigolf? „In den vergangenen Jahren kommen bemerkenswert viele junge und auch neue Leute. Ich frage mich manchmal, wie die alle darauf kommen, Minigolf zu spielen“, erzählt ein Angestellter lachend. „Viele scheinen uns wohl über das Internet oder auch über die sozialen Medien zu finden“, fügt er hinzu.

Auch die jungen Leute kommen wieder

Für Familien ist der Platz von jeher eine beliebte Anlaufstelle. Gabriele Henning ist heute mit ihrem Enkel Henry hier, der aus Niedersachsen zu Besuch ist. „Wir kennen die Anlage schon seit 20 Jahren. Wenn wir Besuch von einem unserer Enkel bekommen, ist das hier das ideale Programm“, erzählt sie und meint: „Der Platz ist einfach schön gelegen, hier hat man mal seine Ruhe.“

Die lange Tradition des Platzes betonen auch Luca, Claire und Wiard: „Wir haben schon als Kinder hier Minigolf gespielt und kommen jetzt eigentlich immer, sobald schönes Wetter ist, hierher“, erzählen die jungen Leute. „Aufgrund des Standorts ist der Platz zwar recht zentral, aber gleichzeitig durch den Fluss auch kühl und angenehm.“ Ein großer Vorteil der Anlage seien auch die fairen Preise: Ab 16 zahlt man hier sechs Euro, Kinder bis 15 Jahre fünf Euro.

Doch nicht nur für Minigolf sei die Anlage offenbar gut, sagt der Angestellte und berichtet von einer Beobachtung, die seine Chefin gemacht habe. Oft kämen junge Leute ohne sichtbare Anzeichen einer engeren Beziehung zueinander herein und gingen später Hand in Hand wieder heraus. Ist der Minigolfplatz an der Nidda also gar ein guter Ort für sich anbahnende Romanzen? Der Angestellte lacht: „Das wäre natürlich eine hervorragende Sache, der Nachteil wäre: Ich arbeite dann am Ende länger, weil ich die Leute immer noch suchen muss.“

Wo man kostenlos spielen kann

Der Platz in der Römerstadt ist natürlich nicht der einzige in Frankfurt: Im Waldspielplatz Schwanheim sowie im Heinrich-Kraft-Park finden sich Bahnen, auf denen man sogar kostenlos spielen kann. Allerdings muss man sein eigenes Equipment mitbringen.

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Hat man nach einer Abkühlung im Freibad noch Lust auf eine Runde Minigolf, empfiehlt sich das Silobad in Höchst. Zusätzlich zum jeweiligen Tarif des Bades zahlt man hier 1,50 Euro pro Spiel und fünf Euro Pfand für Schläger und Bälle. Auch im Palmengarten findet sich eine Minigolfanlage. Für fünf Euro und zusätzlich zehn Euro Pfand kann man hier von März bis Oktober – außerhalb der Ferien von Mittwoch bis Sonntag, während der Ferien täglich – zwischen 11 und 18 Uhr, inmitten des idyllischen Grüns eine Partie spielen.

Wer es wiederum ganz ungewöhnlich mag und wetterunabhängig sein will, findet das ganze Jahr über für 17 Euro beim Indoor-Minigolf der „Schwarzlichthelden“ an der Berger Straße in Bornheim auf einem bunt erleuchteten Parcours sein Glück.