Junior-Zahnpasta im „Öko-Test“: Günstig glänzt
Stand: 30.07.2026, 07:01 Uhr

Ciao, Milchzähne! Mit dem Zahnwechsel ist der Umstieg auf Junior-Zahnpasta eine sinnvolle Sache. Eltern können hier guten Gewissens die preiswerten Eigenmarken-Produkte kaufen, zeigt ein „Öko-Test“.
Frankfurt/Main - Zahnwechsel bedeutet in vielen Familien auch Zahnpastawechsel: Nun zieht eine Junior-Zahnpasta in den Badezimmerschrank ein.
Der Fluoridgehalt dieser Produkte ist etwas höher als der von Kinderzahnpasta. Der Zahnschmelz der bleibenden Zähne ist schließlich zu Beginn noch nicht voll ausgereift - und kann etwas mehr Kariesschutz gut vertragen.
Die günstigsten sind alle „sehr gut“
Doch wie gut sind die Junior-Zahncremes? Dieser Frage ist die Zeitschrift „Öko-Test“ in einer Untersuchung nachgegangen (Ausgabe 8/2026).
Die meisten der 20 analysierten Junior-Zahnpasten gehen dabei mit einem glänzenden Ergebnis aus dem Test hervor. 11 bekommen die Bestnote „sehr gut“ - darunter auch alle günstigen Eigenmarken-Zahncremes, die es in Supermärkten und Drogerien zu kaufen gibt. Sie kosten pro 50 Milliliter gerade einmal 25 Cent.
Nahezu alle Junior-Zahncremes haben einen deklarierten Fluoridgehalt von 1.450 ppm (parts per million), was aktuellen Empfehlungen verschiedener Fachgesellschaften zur Kariesvorbeugung entspricht. Nur ein Produkt geht einen ganz anderen Weg - und rasselt damit im Test mit der Note „ungenügend“ durch.
Eine Zahncreme verzichtet auf Fluorid - Note: sechs
Eine Junior-Zahncreme verzichtet nämlich auf Fluorid und setzt für Kariesschutz komplett auf einen anderen Inhaltsstoff: Hydroxylapatit. Das lassen die Öko-Tester nicht durchgehen: „Aus unserer Sicht ist die verfügbare Studienlage zu Hydroxylapatit noch nicht tragfähig genug, um für Kariesschutz nur auf diesen Stoff zu setzen.“
Immerhin: Erst gibt erste Hinweise für eine zahnschützende Wirkung von Hydroxylapatit, Gesundheitsgefahren sind nicht bekannt. Es fehlt den Testerinnen und Testern zufolge jedoch noch weitere, breit angelegte Forschung zu dem Inhaltsstoff.
Tensid kann die Mundschleimhaut reizen
Bei einer anderen Junior-Zahncreme bemängelten die Öko-Tester hingegen einen aggressiven Schaumbildner: Natriumlaurylsulfat („Sodium Lauryl Sulfate“).
Dieser Inhaltsstoff kann nämlich die Mundschleimhaut reizen, was gerade für Zahnwechsel-Kinder mit einem strapazierten Zahnfleisch unangenehm werden kann. Das gab ordentlich Punktabzug - Note „ausreichend“.
Bis zu welchem Alter Eltern nachputzen sollten
Zweimal täglich für mindestens zwei Minuten - das ist die Faustregel fürs Zähneputzen in Zeiten des Zahnwechsels. Auch wenn der Nachwuchs im Grundschulalter immer sicherer in der Handhabung der Zahnbürste wird: Experten raten Eltern dennoch, etwa bis zum achten Geburtstag nachzuputzen. dpa