Kalte Dusche nach der Pause: CSC 03 Kassel verliert deutlich gegen SV Darmstadt U21

Stand: 02.08.2026, 21:36 Uhr

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CSC 03 Kassel : SV Darmstadt 98 U217 Michel-Thierry Veh, 26 Max Pfister, 15 Markus BallmertFußball, Fussball Hessenliga 2026/202702.08.2026Foto: Andreas Fischer

Abgewehrt: CSC-Neuzugang Michel-Thierry Veh (links) verliert den Zweikampf gegen Darmstadts Max Pfister. © Fischer, Andreas/Andreas Fischer

Der CSC 03 Kassel verliert sein Hessenliga-Auftaktspiel gegen Darmstadt 98 U21 trotz einer guten ersten Halbzeit deutlich. Eine kalte Dusche gab es durch einen Doppelschlag der Gäste in der 51. und 52. Minute.

Kassel – Den Start in die Saison hatte sich der CSC 03 Kassel ganz anders vorgestellt. Zwar spielten die Rothosen in der Fußball-Hessenliga im Heimspiel gegen die U21 des SV Darmstadt 98 eine gute erste Halbzeit, nach einem schwachen zweiten Durchgang mussten sie sich aber mit 1:5 geschlagen geben. Bei Temperaturen bis zu 30 Grad gab es dabei direkt nach der Pause die kalte Dusche.

Bei seinem Hessenliga-Debüt als CSC-Cheftrainer stellte Jaroslaw Matys zwei Neuzugänge in die Startelf. Neben Stürmer Michel-Thierry Veh begann auch Tim Sommer als einer der Innenverteidiger in der Fünfer-Kette. Aufgrund dieser Abwehrformation hatten sich die Rothosen in der vergangenen Saison erst stabilisiert und dann den Klassenerhalt geschafft. Auch Matys setzt auf dieses System.

CSC 03 Kassel startet stark

Die Kasseler waren in der intensiven Begegnung sofort mit der richtigen Einstellung in den Zweikämpfen. Und sie hatten nach wenigen Sekunden auch die erste Chance des Spiels: Alban Meha zog aus der Distanz ab, aber SVD-Torwart Benedikt Börner parierte.

Die Darmstädter hatten zwar in den ersten 20 Minuten weitaus mehr Ballbesitz. Aber die Kasseler standen kompakt und schafften es, dass die technisch starken Gäste, bei denen Neuzugang und Ex-Löwe Yannick Stark im defensiven Mittelfeld die Fäden zog, so zu keiner Chance kamen. Die beste Möglichkeit besaßen zunächst sogar die Hausherren: Bei einem Konter wurde der Distanzschuss von Meha abgeblockt, der Ball sprang im Strafraum Leon Koch direkt vor die Füße. Der Kasseler zog mit vollem Risiko ab, der Ball ging knapp über die Latte (15. Minute). Nur Zentimeter fehlten zur CSC-Führung.

Mit der Zeit wurden die Rothosen mutiger, machten selbst mehr für das Spiel, mussten dann aber kurz nach der Trinkpause den Rückschlag hinnehmen. In der Folge eines Freistoßes kam der Ball zu Loan Schnerring, der sich gegen Sommer durchsetzte und von der Grundlinie in die Mitte passte. Dort stand Vincent Hofer frei und schob zum 1:0 (35.) ein. Bitter: Es war die erste richtige Chance der Gäste.

CSC 03 Kassel: Vorentscheidung direkt nach der Pause

„Wir waren in der ersten Halbzeit voll drin im Spiel, hatten zunächst sogar die beste Chance. Für die zweite Halbzeit hatten wir uns viel vorgenommen, bekamen dann aber schnell den Nackenschlag“, sagte Matys. In der 51. Minute traf der zur Pause eingewechselte Marcello Maier aus 20 Metern per Traumtor in den Winkel zum 2:0. „Den kann man mal so machen. Bei allen anderen Toren gehen heute allerdings individuelle Fehler von uns voraus“, sagte Matys. So wie beim 0:3. Die Kasseler wirkten nach dem Anstoß verunsichert, die Gäste wollten nachlegen und gingen direkt drauf. Wenige Sekunden nach dem 2:0 folgte der nächste Treffer. Nach einer Flanke legte Maier den Ball mit dem Rücken quer und am zweiten Pfosten schob Hofer ein (52.).

Das war die frühe Vorentscheidung. Der CSC steckte allerdings nicht auf, und hatte durch die Distanzschüsse von David Simoneit und Meha noch zwei gute Chancen. Die Rothosen riskierten nun viel, die Darmstädter erhöhten nach Kontern durch Maier (83.) und Japhet Volkmann (85.) auf 5:0. Immerhin gelang dem CSC noch der Ehrentreffer: Nach einem Eckball von Meha köpfte Elias Liesche Prieto den Ball zum 1:5 unter die Latte ins Tor (88.).

Die Rückkehr nach Kassel verlief erfolgreich für Stark, der in der vergangenen Saison noch für den KSV Hessen in der Regionalliga spielte. „Es war schön“, sagte Stark und fügte im Hinblick auf das Spiel hinzu: „Wir waren von Beginn an gut drin. Aber Alban hat eine große Qualität bei Freistößen und Distanzschüssen, da mussten wir immer aufpassen. Der Doppelschlag nach der Pause war dann wichtig für uns.“ Der Ex-Löwe durfte sich über den gelungenen Saisonstart freuen, während der CSC erneut einen Fehlstart hinlegte. „Das beste Beispiel ist die vergangene Saison, als wir auch miserabel gestartet sind. Wir müssen jetzt schnell die Fehler abstellen und den Hebel umlegen, nicht erst wieder im Winter“, sagte Matys. (Manuel Kopp)