"Kann mir Abendessen ausgeben": Wie Bottas nach dem Antonelli-Sieg scherzt
(Motorsport-Total.com) - "Kimi kann mir ein Abendessen ausgeben ...", scherzt Cadillac-Pilot Valtteri Bottas nach dem Großen Preis von Belgien, den Mercedes-Pilot Kimi Antonelli für sich entscheiden konnte. Der junge Italiener war von der Poleposition ins Rennen gestartet, fiel zwischenzeitlich allerdings hinter den Ferrari von Charles Leclerc zurück.

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Valtteri Bottas hat Antonelli bei seinem Sieg etwas geholfen Zoom
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Die Scuderia nutzte für den Boxenstopp des Monegassen das virtuelle Safety-Car, wodurch Leclerc kurz vor Rennhalbzeit die Führung übernahm. Antonelli gelang es anschließend jedoch, seinen Rückstand von rund drei Sekunden sukzessive zu verkleinern. In Runde 33 trennten die beiden nur noch 0,9 Sekunden, als sie auf den Cadillac von Bottas aufliefen.
Der Finne, der das Rennen von Startplatz 19 aufgenommen hatte, stand kurz davor, überrundet zu werden. Für Leclerc war das allerdings unglücklich, weil es ausgerechnet zwischen den schnellen Fagnes-Kurven und der Rechts-Links-Passage Campus/Stavelot geschah.
"Sie kamen so schnell näher, dass es mich wirklich überrascht hat", räumt Bottas nach dem Rennen ein. Als der Finne mit seinem Cadillac schließlich Platz machte, um Leclerc vorbeizulassen, hatte Antonelli seinen Rückstand auf den führenden Ferrari-Piloten bereits deutlich verkleinert.
Bottas scherzt: "Er kann mir ein Abendessen ausgeben ..."
Zudem profitierte der WM-Spitzenreiter auf dem Weg zur Blanchimont kurz vom Windschatten des Cadillac und konnte dadurch bis auf weniger als eine halbe Sekunde an Leclerc heranfahren. Zu Beginn der folgenden Runde nutzte Antonelli den Windschatten des Ferrari, zog auf der Kemmel-Geraden vorbei und holte sich die Führung zurück.
"Ich weiß nicht, hat das einen Unterschied gemacht? Wurde [Leclerc] danach überholt?", fragte Bottas, der unmittelbar nach der Situation zum Boxenstopp kam und das Manöver des Italieners deshalb gar nicht mitbekommen hatte. Erst in der Medienrunde bekam der Finne die Antwort.
"Kimi kann mir ein Abendessen ausgeben ...", ulkte Bottas, der für die Aktion allerdings keine Strafe befürchten musste. Wäre es ein klarer Fall von Behinderung gewesen, hätten die Rennkommissare den Vorfall vermutlich untersucht - doch dazu kam es gar nicht.
Warum Valtteri Bottas (fast) keine Schuld trägt
Bottas reagierte innerhalb des zulässigen Zeitfensters auf die blauen Flaggen. Wie der Finne bereits erklärte, kamen die beiden Spitzenreiter deutlich schneller näher, als er erwartet hatte: Zu Beginn der Runde lagen sie noch etwa fünf Sekunden hinter ihm und waren bereits im ersten Sektor rund eine Sekunde schneller als der Cadillac.
Im zweiten Sektor, in dem die höhere Abtriebsleistung der Topautos besonders zum Tragen kam, schrumpfte der Abstand dann rasant. Bottas absolvierte diesen Streckenabschnitt in 52,547 Sekunden, Leclerc dagegen in 49,155 Sekunden - also mehr als drei Sekunden schneller.
Kurze Zeit später lief der Ferrari-Pilot bereits auf den Cadillac auf. "Ich glaube, heute hat noch einmal deutlich gezeigt, wo unsere Probleme liegen", sagt Bottas. "Es geht nach wie vor ein Stück weit um die Zuverlässigkeit, aber auch unser Reifenverschleiß ist ziemlich hoch."
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"Hier liegt das meiner Meinung nach vor allem an den schnellen Kurven. Uns fehlt dort einfach Abtrieb, deshalb rutschen wir mehr und verschleißen die Reifen stärker", meint der Cadillac-Pilot. "Aber ja, daran müssen wir natürlich weiter arbeiten."