Keffe D nach Urteil im Tupac-Mordprozess: „Ich bin unschuldig“

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Duane „Keffe D“ Davis hat seine Unschuld bekräftigt – in seinem ersten Interview, seit er Anfang dieser Woche wegen seiner Beteiligung am Mord an Tupac Shakur verurteilt wurde.

Im Gespräch mit dem „Hollywood Reporter“, wenige Tage nachdem er des Mordes ersten Grades am Rapper schuldig gesprochen worden war, warf Davis den Zeugen vor, unter Eid gelogen zu haben. Er behauptete, eine Autobiografie, die er nach eigenen Angaben nicht geschrieben hat, sei vor Gericht gegen ihn verwendet worden.

„Ich habe dieses Buch nie geschrieben. Der Autor hat mir gesagt, ich soll ihm zehn Geschichten aus meinem Leben erzählen und ein paar Fotos mitbringen“, sagte Davis über seine Memoiren „Compton Street Legend“, die ein zentrales Beweismittel im Prozess waren. „Ich habe dieses Buch nie gelesen, nie durchgesehen, gar nichts. Die haben nicht mal meinen Namen auf dem Cover richtig geschrieben.“

Davis über das Vlad.TV-Interview

Zu einem weiteren Beweismittel gegen ihn – seinen eigenen Aussagen in einem Vlad.TV-Interview, das während des Prozesses gezeigt wurde – erklärte er: „Ich war da nur dabei, um Geld zu verdienen. Ich war pleite, und der US-Staatsanwalt [Timothy] Searight hatte mir gesagt, ich sei [durch den Proffer-Deal] geschützt. Und Reggie Wright Jr. [ehemaliger Sicherheitschef von Death Row Records] hat mir gesagt, ich soll das Geld nehmen. Also hab ich’s getan.“

Davis zufolge haben Zeugen während des gesamten Prozesses unehrlich über seinen Charakter ausgesagt – darunter FBI-Agenten und Polizeibeamte, die für die Anklage auftraten. „Mann, die haben so viel über mich gelogen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die ganzen Cops da drin haben gelogen wie die Weltmeister. Die Staatsanwälte haben über mich gelogen“, sagte Davis dem „Hollywood Reporter“. „Ich bin ein guter Mensch. Ich bin kein verdammter Mörder.“

Auf die Frage, warum er nicht selbst in den Zeugenstand getreten sei, antwortete Davis, sein Anwalt habe ihm geraten, dass eine Aussage seine Berufungschancen verschlechtern würde.

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Verurteilung nach drei Stunden

Die Las-Vegas-Jury brauchte nur drei Stunden, um Davis wegen Mordes ersten Grades zu verurteilen – ein Urteil, das Shakurs Familie mit Erleichterung aufnahm. Sie war anwesend, als der Schuldspruch verlesen wurde. Auf die Frage, ob er eine Botschaft an die Familie des Rappers habe, sagte Davis: „Ich hab denen nichts zu sagen. Ich mochte nicht, wie die mich angeschaut haben – als wären sie kurz davor, mich zu verprügeln. Und ich mochte nicht, wie die Staatsanwälte sie ständig in den Hinterraum gebracht haben, wo die Jury war. Das kam mir voreingenommen vor.“

Davis‘ Anwalt kündigte an, nach der Verurteilung Berufung einzulegen. Davis selbst beruft sich dabei auf einen früheren Deal mit der Bundesregierung, der die Verurteilung durch den Staat Nevada seiner Ansicht nach außer Kraft setzen sollte. Dennoch zeigt er sich wenig optimistisch, was seine Chancen angeht.

„Ich bin unschuldig, Mann. Die haben einen unschuldigen Mann ins Gefängnis gesteckt“, sagte Davis. „Ich habe zwei Enkel, die es in den Profi-Football schaffen werden. Die sind All-Americans – einer ist noch auf der High School. Er hat 25 Stipendienangebote, der andere ist schon am College. Und wenn die ihr großes Geld verdienen, holen die mich hier raus.“