Turn-EM in Zagreb: Kein Medaillen-Coup von Turnerinnen im Team-Finale

Turnerin Helen Kevric am Schwebebalken bei der EM in Zagreb (Archiv)

Turn-EM in Zagreb Kein Medaillen-Coup von Turnerinnen im Team-Finale

Stand: 16.08.2026 • 19:12 Uhr

Die WM-Qualifikation haben die deutschen Turnerinnen geschafft. Zum Abschluss der Europameisterschaften in Zagreb verpassen Helen Kevric und Co. jedoch eine Team-Medaille.

Von SWR

Die deutschen Turnerinnen sind zum Abschluss der Europameisterschaften in Zagreb leer ausgegangen. Das Quintett aus Helen Kevric (Stuttgart), Silja Stöhr (Heddesheim) sowie Pauline Schäfer-Betz, Karina Schönmaier und Lea Marie Quaas (alle Chemnitz) belegte im Mannschafts-Finale mit 156,664 Punkten den fünften Platz.

Russland gewinnt Team-Finale

Durch Rang vier in der Qualifikation hatte sich das Team bereits die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Oktober in Rotterdam gesichert. Im vergangenen Jahr hatte die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) bei der Heim-EM in Leipzig noch Silber gewonnen.

Der Mannschafts-Titel ging an das Team aus Russland um die starke Mehrkampf-Europameisterin Angelina Melnikowa, das in Zagreb ohne Hymne, Flagge und nationale Symbole als "World Gymnastics 2" antrat. Zweiter wurde Titelverteidiger Italien vor Frankreich. "Die Woche war sehr lang. Wir waren alle super trainiert, aber heute hat es nicht ganz geklappt. Wir haben trotzdem super gekämpft," resümierte Helen Kevric.

Am Vortag hatten sich Kevric zur Europameisterin am Stufenbarren gekrönt und Schönmaier Silber am Sprung geholt. Zudem hatte Schäfer-Betz Platz vier am Schwebebalken belegt.

So lief der Wettkampf

Das deutsche Team startete verheißungsvoll am Stufenbarren in den Vierkampf und lag auch dank der 14,700 Punkte von Helen Kevric auf Rang zwei. Anschließend am Schwebebalken verlor das Team trotz guter 13,600 Zähler für Schäfer-Betz einen Rang. Durch die bekannte Schwäche am Boden verlor die Auswahl von Bundestrainer Gerben Wiersma weiter an Boden und fiel auf den vierten Platz nach drei Durchgängen zurück. Zum Abschluss konnte das Quintett am Sprung den Rückstand nicht mehr wettmachen.