Keine Lernübungen nötig: Was Kinder vor der Einschulung sprachlich wirklich brauchen – und was nicht

Stand: 11.08.2026, 08:00 Uhr

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Für einen gelungenen Schulstart brauchen Kinder gute sprachliche Grundlagen. Zwei Logopädinnen erklären, worauf Eltern achten sollten – und wann Hilfe sinnvoll ist.

Erlangen – Sprache ist eine wichtige Grundlage für die Schule; ein altersgerechter Sprachstand hilft Kindern in der ersten Klasse, erfolgreich Lesen und Schreiben zu lernen. Zudem ist er wichtig, damit sie sich in der Klassengemeinschaft gut zurechtfinden: Darauf weisen die Logopädinnen Susanne Dietz und Andrea Endle vom Uniklinikum Erlangen hin.

Artikel der KNA

Dieser Beitrag stammt von der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

In einem Interview mit der Pressestelle der Universität erklären sie, was Kinder vor der Einschulung können sollten – und geben Eltern Tipps, um den Nachwuchs sprachlich gut auf den Schulstart vorzubereiten:

Schild mit Aufschrift Für Erstleser in einem Schaufenster eines Schreibwarenladens

Bilderbücher und kleine Sprachspiele erleichtern Kindern vor der Einschulung den Start. © Harald Oppitz/KNA
  • Wichtig ist, dass Kinder sich verständlich ausdrücken und die meisten Laute der deutschen Sprache richtig bilden können.
  • Zudem sollten sie in der Lage sein, Erlebnisse in einer nachvollziehbaren Reihenfolge zu erzählen, Zusammenhänge zu erkennen und altersgerechte grammatikalische Strukturen zu verwenden.
  • Auch aufmerksames Zuhören sollten Kinder bis zum Schulstart gelernt haben.
  • Kinder sollten bis dahin auch ein Gefühl für die Lautstruktur der Sprache haben. Dazu gehört etwa, Reime zu erkennen oder Wörter in Silben unterteilen zu können.
  • Die Logopädinnen empfehlen, Sprache im Alltag nebenbei zu fördern. Kinder sollten möglichst viel erzählen. Auch Bilderbücher gemeinsam anzuschauen oder kleine Sprachspiele wie das Finden von Reimen könnten dabei helfen.
  • Lesen und Schreiben schon vor dem Schulstart zu üben, sei hingegen nicht nötig, dafür sei die Schule da. Auf keinen Fall sollten Eltern schon Leistungsdruck aufbauen oder ihr Kind mit anderen Kindern vergleichen.
  • Unterstützung, zum Beispiel in Form einer Beratung, sei dann nötig, wenn Kinder im Vorschuljahr noch schwer verständlich sprechen, viele Laute weglassen oder ersetzen oder Schwierigkeiten haben, Sätze zu bilden, Reime zu erkennen oder Silben zu unterscheiden.