Kinder bauen im hölzernen Hüttendorf ihre ganz eigene Ferienwelt
Stand: 05.08.2026, 19:00 Uhr
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Zwei Wochen lang haben Kinder auf dem Gelände des Buez in Barnstorf gesägt, gehämmert und gebaut. Fast alle verbrachten die Nacht von Donnerstag auf Freitag in ihren selbst gebauten Hütten.
Barnstorf – Wo gehämmert, gesägt und gelacht wird, ist das Hüttendorf nicht weit. Zwei Wochen lang verwandelte sich das Gelände des Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrums (Buez) in eine lebendige Baustelle: 44 Kinder bauten im Rahmen des Hüttendorfs des Lokalen Bündnisses für Familie ihre eigene kleine Ferienwelt – mit viel Kreativität, Teamgeist und handwerklichem Geschick.
Aus Holz, Nägeln und Kanthölzern entstanden insgesamt sieben Hütten, die von den jungen Baumeistern zunächst errichtet und anschließend mit Farbe, Sitzgelegenheiten und zahlreichen individuellen Details gestaltet wurden. So wurde jede Hütte zu einem echten Unikat.
Das Hüttendorf zählt seit vielen Jahren zu den beliebtesten Ferienangeboten in Barnstorf. Für Jessica Hinrichs, Leiterin des Lokalen Bündnisses für Familie, kommt das nicht von ungefähr. „Für die Kinder ist das Hüttendorf im BUEZ ein absolutes Jahreshighlight. Hier können sie draußen aktiv sein, eigene Ideen umsetzen und stolz auf ihre Ergebnisse blicken. Genau solche Erlebnisse stärken Kinder nachhaltig“, sagt sie. Besonders beeindrucke sie jedes Jahr das starke Miteinander: „Im Hüttendorf packen alle gemeinsam an. Es ist beeindruckend zu sehen, wie aus einfachen Holzbalken und viel Leidenschaft eine lebendige kleine Dorfgemeinschaft entsteht.“
Zahlreiche ehrenamtliche Betreuer machen Gemeinschaftsgefühl erst möglich
Dass dieses Gemeinschaftsgefühl gelingt, ist auch den zahlreichen ehrenamtlichen Betreuern zu verdanken. Neben langjährigen Unterstützern engagierten sich in diesem Jahr auch neue Helfer. Einer von ihnen ist Ole Menzel aus Syke, der das Projekt bereits seit 2015 begleitet. Warum er jedes Jahr wiederkommt, beantwortet er ohne langes Überlegen: „Die netten Kinder, die anderen netten Betreuer – es macht einfach Spaß. Irgendwie gehört das schon dazu.“ Mit den Jahren sei auch die Erfahrung des Teams gewachsen. Dadurch wisse man inzwischen genau, worauf es beim Hüttenbau ankomme und wie die Kinder bestmöglich begleitet werden können.
Hinter den zwei erlebnisreichen Wochen steckt allerdings auch eine intensive Vorbereitung. Für die Organisation ist Jasmin Rusch verantwortlich. „Wenn die Kinder am ersten Tag ankommen, soll alles bereit sein“, erklärt sie. Der Aufwand lohne sich jedoch jedes Mal. „Sobald die Kinder mit leuchtenden Augen loslegen und die ersten Wände stehen, weiß man sofort, warum man das alles macht.“
Ein besonderer Höhepunkt war erneut der gemeinsame Grillabend mit Eltern, Geschwistern und Angehörigen. Gemeinsam besichtigten sie die fertigen Bauwerke, bevor fast alle Kinder die Nacht in ihren selbst gebauten Hütten verbrachten – für viele der schönste Moment der beiden Wochen.
Kinder wachsen in zwei Wochen zusammen
Für Jasmin Rusch sind genau diese gemeinsamen Erlebnisse das Herzstück des Projekts. „Die Kinder wachsen in diesen zwei Wochen unglaublich zusammen. Am Anfang kennen sich viele kaum, und am Ende sitzen sie gemeinsam vor ihren selbst gebauten Hütten, grillen mit ihren Familien und übernachten dort. Das schafft Erinnerungen, die lange bleiben.“ Besonders freue sie sich darüber, dass viele Kinder Jahr für Jahr wiederkommen. „Wenn sie am Ende fragen, wann die Anmeldung für das nächste Jahr startet, ist das für uns das schönste Kompliment.“ Unterstützung erhielt das Hüttendorf auch in diesem Jahr wieder vom Sägewerk Dickel, das das benötigte Baumaterial zur Verfügung stellte.
Auch Jasmin von Husen-Esche aus der Verwaltung des Lokalen Bündnisses für Familie hebt die Bedeutung des Projekts hervor. Das Buez sei seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner. Das Hüttendorf ermögliche es, deutlich mehr Kinder zu erreichen als mit den regulären Ferienangeboten. „Statt der sonst üblichen 25 Plätze können wir im Hüttendorf bis zu 50 Kinder aufnehmen und so noch mehr Familien in den Sommerferien unterstützen“, sagt sie.
Mit viel Engagement, ehrenamtlicher Unterstützung und jeder Menge Begeisterung der Kinder hat sich das Hüttendorf einmal mehr als fester Bestandteil der Barnstorfer Sommerferien bewiesen – und als Ort, an dem aus Holz nicht nur Hütten, sondern auch Freundschaften entstehen.