Kinder fordern „Ampel jetzt!“ – Initiative Querungshilfe und Zone 30 im Ort freut sich über Resonanz bei Malaktion
Stand: 23.09.2026, 19:55 Uhr
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Verliehausen – Die erste öffentliche Veranstaltung der Initiative, die sich in Verliehausen für eine Fußgängerampel in der Ortsmitte und eine Tempo-30-Zone im ganzen Ort einsetzt, war ein voller Erfolg: 18 Kinder und 22 Erwachsene kamen zur Malaktion und unterstrichen einmal mehr ihre Forderung nach Sicherheit.
Vor dem ehemaligen Gasthaus Nolte an der Einmündung der Weserstraße in die Offenser Straße fertigten die Kinder Bilder und ein großes Banner an. Damit wollen sie ihrer Forderung nach einer Fußgängerampel an der unübersichtlichen Ortsdurchfahrt Nachdruck verleihen und das Banner dem neuen Uslarer Bürgermeister übergeben.
Die Initiative ist bereits während der beiden Verliehäuser „Zukunftswerkstätten“ gegründet worden und setzte sich anfangs für eine sichere Querung der Hauptdurchgangsstraße ein, darüber hinaus auch bald für eine Zone 30 im gesamten Ort. Bekanntlich ist die Offenser Straße viel befahren. Das gilt auch für die Weserstraße, auf der unter anderem der Verkehr in Richtung der nordhessischen Nachbargemeinde Wesertal führt. Kai Pfeiffer von der Initiative freut sich über die große Resonanz auf die Aktion, die zudem mit einer Unterschriftenaktion verbunden ist. Er und viele andere Eltern kritisieren, dass noch nichts geschehen sei und von den zuständigen Behörden und Stellen bisher immer der Verkehrsfluss vor die Sicherheit der Menschen gestellt werde.
In Verliehausen sorgten sich alle Eltern, deren Kinder zur Bushaltestelle gehen und über die Hauptstraße müssten oder sich zum Spielen im Dorf treffen. Es komme immer wieder zu brenzligen Situationen an der Kreuzung, oftmals wichen Fahrzeuge in der Not sogar auf den Hof des ehemaligen Gasthauses aus.
Kai Pfeiffer berichtet von Verliehäusern, die sagen, dass man sich in dem Ort wegen der Gefährdung der Fußgänger schon 40 Jahre Sorgen mache, aber nichts passiere. Zuletzt hatten Ortsbürgermeister Friedbert Leßner, Polizei und Verkehrswacht mit Kindern, Eltern und Großeltern gemeinsam den derzeit möglichst sicheren Schulweg geübt und mit aufgesprühten Kinderfußabdrücken an markanten Stellen gekennzeichnet. Zudem wurde auf weitere Gefahrenstellen auf dem täglichen Weg zur Schule/Bushaltestelle hingewiesen.
Zum Schluss gab es noch kleine Geschenke von der Verkehrswacht für die Kinder. Thomas Wolf (Verkehrswacht) und Florian Reschke von der Uslarer Polizei betonten noch einmal, welche Gefahren auf dem Schulweg lauern.
Zum Abschluss trafen sich alle vor der neuen Tempomesstafel. Ortsbürgermeister Friedbert Leßner dankte für die großzügigen Spenden von Privatpersonen für das Gerät. Auch der Landkreis hat im Rahmen des Dorfbudgets 2026 laut Leßner 500 Euro zur Verfügung gestellt.