Kinderdepot-Vergleich: Wo gibt es das beste Junior-Depot?
Ab der Geburt haben Eltern, Großeltern und Tanten 18 Jahre Zeit, um ein kleines Vermögen für die Kinder bis zur Volljährigkeit zusammenzusparen. Aber wie legt man in Zeiten von Inflation, Rezession und Krieg langfristig Geld an? Unser Test zeigt: Sparen für Kinder ist einfach und unkompliziert.
Wir erklären, bei welcher Geldanlage sich das Sparen wirklich lohnt, mit welchen Kinderdepots sich sinnvoll sparen lässt – und wie Familie und Freunde mitsparen können. Und wir sagen, wovon Sie besser die Finger lassen sollten, wenn Sie langfristig ein Vermögen aufbauen wollen, das dem Kind ab 18 Jahren zur Verfügung steht.
Sparen für Kinder – warum sich unser Vergleich für Sie lohnt
Die besten Konditionen, die höchsten Zinsen
Die Stiftung Warentest zeigt, bei welchen Banken Depots für Minderjährige besonders attraktiv sind, welche ETF sich besparen lassen und wo Sie die höchsten Zinsen für Festgeld auf den Namen eines Kindes finden.
Tipps für Eltern und Großeltern
Sie erfahren, welche steuerlichen Vorteile es mit sich bringt, wenn Sie Geld auf den Namen des Kindes anlegen, was zur Depoteröffnung nötig ist und wie man den Anspruch auf Bafög und kostenlose Krankenversicherung nicht gefährdet. Ein realistisches Rechenbeispiel zeigt, wie Sie mit nur 25 Euro im Monat nach 18 Jahren Ihre Einzahlungen um 77 Prozent steigern.
Heftartikel als PDF
Wenn Sie das Thema freischalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbericht aus Stiftung Warentest Finanzen 08/26.
Kinderdepot-Vergleich Testergebnisse für 22 Wertpapierdepots für Minderjährige freischalten
Juniordepot im Vergleich: Die richtige Wahl
Festgeld oder doch lieber ein ETF-Sparplan? Oder die Entscheidung lieber Experten übertragen, die auf Geldanlagen für Kinder spezialisiert sind? Wir ordnen die verschiedenen Angebote ein und erläutern, warum sich das Pantoffel-Portfolio, die Anlagestrategie der Stiftung Warentest, auch beim Sparen für Kinder empfiehlt. Sie erfahren, warum kostenlose ETF-Sparpläne, die sich direkt bei Banken abschließen lassen, so flexibel und bequem sind. Und was Sie beim Anlegen eines Kinderdepots beachten müssen. Wer beim Sparen für Kinder bis 18 keinerlei Risiko eingehen will, findet in unserem Testbericht (PDF) die besten Zinsen.
Tipp: Stets aktuelle Konditionen bietet unser Festgeld-Zinsvergleich, den wir laufend auffrischen. Er zeigt Festgeldangebote mit Laufzeiten zwischen einem Monat und zehn Jahren. Mit einem Klick finden Sie heraus, welche Angebote für Minderjährige verfügbar sind.
Das Geld gehört dem Kind
Geldanlage für Kinder unterliegt gewissen Regeln. Die wichtigste: Geld, das auf den Namen des Kindes angelegt ist, gehört dem Kind. Eltern verwalten es zwar für sich selbst, nutzen dürfen sie es jedoch nicht – dafür sparen sie Steuern. Sobald das Kind 18 wird, kann es mit dem Geld machen, was es will. Eltern haben dann keinen Zugriff mehr.
ETF für den Nachwuchs
Wer sich für eine Mischung aus Festgeld und ETF (das sind an Börsen gehandelte Indexfonds) entscheidet, kann sich freuen, denn Fondssparen für Kinder ist wirklich einfach: Die meisten der Banken in unserer Untersuchung, die Wertpapierdepots für Minderjährige anbieten, berechnen dafür nichts.
Wer regelmäßig Geld anlegt, muss allerdings bei ETF-Sparplänen mit Kaufgebühren rechnen. Unser Sparplan-Finder (nach Freischaltung verfügbar) zeigt, bei welchem Anbieter Sie welche ETF besparen können.
Auf Sparplan mit Welt-ETF setzen
An deutschen Börsen werden rund 2 000 verschiedene ETF gehandelt, und viele davon gibt es auch als Sparpläne. Längst nicht alle eignen sich aber für die langfristige Geldanlage für Kinder oder sogar für die Altersvorsorge.
Wir empfehlen für diesen Zweck nur ETF, die einen breiten internationalen Aktienindex abbilden. Ungeachtet zwischenzeitlicher Rücksetzer am Aktienmarkt: Am besten eignen sich Sparpläne auf Weltaktienindizes wie den MSCI World oder MSCI All Country World.
Langfristig Rendite erzielen
Ganz gleich, ob Sie sich für Festgeld, einen ETF-Sparplan oder eine Mischung aus beidem entscheiden: Der Vorteil einer Geldanlage für Kinder liegt darin, dass Sie das Geld viele Jahre lang arbeiten lassen können. Schlechte Börsenphasen können Sie aussitzen, in guten Phasen können Sie Zinsen und Dividenden wieder anlegen und so das Guthaben vermehren.
So haben wir Kinderdepots getestet
Im Test: Wir haben 22 Depots für Minderjährige von Filial- und Direktbanken sowie Neobrokern untersucht, über die sich ein Sparplan auf mindestens einen von uns empfohlenen weltweit anlegenden Aktien-ETF abschließen lässt.
Video-Ident-Verfahren
Im Vergleich finden Sie sowohl Depots, bei denen die Identitätsprüfung von Eltern und Kind per Video-Ident erfolgen kann, als auch Depots, die bei der Kontoeröffnung das Post-Ident-Verfahren und die Legitimation in einer Filiale des Anbieters erfordern.
Kosten für die Sparplanausführung
Wir zeigen, wie viel für die Ausführung eines ETF-Sparplans fällig ist und welche Jahreskosten sich bei einer Monatsrate von 50 Euro ergeben.
Kosten für Einzelorder
Wir zeigen, wie sich die Kosten für eine Order von ETF zusammensetzen und welche Kosten bei 1 000 Euro anfallen. Die Angaben beziehen sich auf den günstigsten Handelsplatz des Anbieters (ohne Handelsplatzentgelte und Fremdkosten).
Günstige Depots
Angebote, die für den monatlichen 50-Euro-Sparplan maximal 10 Euro im Jahr kosten. Bei anderen Sparraten können andere Kosten gelten.
Nicht im Test
Anbieter wie Ebase, FIL-Fondsbank und Morgenfund bieten nur über Fondsvermittler günstige Kinderdepots. Da es genügend kostenlose oder günstige Direktangebote gibt, haben wir sie nicht berücksichtigt. Die Fondsgesellschaften Deka (Sparkassen), Union Investment (Volks- und Raiffeisenbanken) und DWS (Deutsche Bank) sind nicht enthalten, da sie auf aktiv gemanagte Fonds ihrer eigenen Produktpalette setzen.