Klimafolgen: weniger Äpfel in Sachsen-Anhalt
AUDIO: Klimafolgen: weniger Äpfel aus Sachsen-Anhalt (1 Min)
Klimafolgen
Apfelernte fällt geringer aus
Stand: 23.08.2026 13:07 Uhr
Die Apfelernte in Sachsen-Anhalt fällt in diesem Jahr voraussichtlich deutlich schwächer aus. Mit rund 13.000 Tonnen werden etwa 4.000 Tonnen weniger als im Vorjahr erwartet. Gründe sind Spätfröste, Trockenheit und Hitze. Auch bundesweit rechnen Experten mit Einbußen.
von MDR SACHSEN-ANHALT
Die Keltereien in Sachsen-Anhalt erwarten in diesem Jahr eine unterdurchschnittliche Apfelernte. Erste Schätzungen gehen von rund 13.000 Tonnen aus - 4.000 Tonnen weniger als im vergangenen Jahr. Außerdem wird eine schlechtere Qualität erwartet.
Sonne hat Äpfel verbrannt
Der Grund: Nachtfröste im Frühjahr, Trockenheit und Hitze im Sommer. Viele Äpfel sind deshalb relativ klein und teilweise von der Sonne verbrannt. Bauern aus der Altmark berichten, ihre Ernte werde schätzungsweise 15 bis 20 Prozent geringer ausfallen.
Viele Bauern berichten auch von einer sogenannten Notreife. Wegen des Wassermangels sind die Äpfel häufig noch gar nicht ausgewachsen und enthalten viel Stärke, aber wenig Zucker.
Die frühen, sauren oder notgereiften Äpfel lassen sich den Bauern zufolge etwa für Apfelwein nutzen. Aus den späten Sorten, die süßer sind, werde Saft gepresst.
Deutschlandweit geringere Apfelernte
Nach Angaben zuständiger Verbände gibt es regionale Unterschiede bei den Erträgen. Die Ernten würden aber deutschlandweit unterdurchschnittlich ausfallen.
Das Statistische Bundesamt schätzt, dass die Obstanbaubetriebe bundesweit etwa fünf Prozent weniger ernten werden als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die besonders gute Apfelernte von 2025 wird demnach sogar um fast 18 Prozent unterschritten.
MDR (Dennis Blatt), dpa
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