Klimawandel trifft Feuerwehren: Ächzen unter der Schutzkleidung

Stand: 21.08.2026, 07:00 Uhr

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Zum ersten Blaulichtgespräch 2026 nahmen auf Einladung von Staatsminister Florian Herrmann (r.) und seiner Mitarbeiterin Katharina Maier KBI Andreas Müller, KBI Roman Bittrich, Kreisbrandrat Manfred Danner und KBI Helmut Schmid an einem Tisch Platz.

Zum ersten Blaulichtgespräch 2026 nahmen auf Einladung von Staatsminister Florian Herrmann (r.) und seiner Mitarbeiterin Katharina Maier KBI Andreas Müller, KBI Roman Bittrich, Kreisbrandrat Manfred Danner und KBI Helmut Schmid an einem Tisch Platz. © Lehmann

Einmal im Jahr informiert sich Staatsminister Florian Herrmann bei einer Brotzeit bei den Blaulichtorganisationen über das vergangene Jahr. Den Anfang machten jetzt Vertreter der Feuerwehren im Landkreis Freising.

Freising – Auch wenn es in lockerer Runde war, bei der man sich während des Gesprächs eine deftige Brotzeit schmecken ließ: Die Themen, die da im Salettl des Bräustüberls besprochen wurden, waren ernst. CSU-Staatsminister Florian Herrmann hatte traditionell zum Blaulichtgespräch gebeten. Den Anfang machten die Feuerwehren. Und so tauschten sich Herrmann und seine Mitarbeiterin Katharina Maier auf der einen Seite des Tisches mit den Kreisbrandinspektoren Andreas Müller, Roman Bittrich (gleichzeitig Kreisjugendwart) und Helmut Schmid sowie Kreisbrandrat Manfred Danner auf der anderen Seite aus. Herrmann wollte mit den Köpfen der Landkreisfeuerwehren wieder einen Blick auf das vergangene Jahr mit all seinen Herausforderungen werfen. Im Laufe des Gesprächs notierte er sich, wo es wünschenswerten Verbesserungsbedarf und wo es dringenden Handlungsbedarf gibt. Dass es den gibt, wurde deutlich: Die Anforderungen werden immer mehr, die Einsätze anstrengender, die Arbeit der Wehren immer noch wichtiger für die Bevölkerung.

Den Blick auf die lange Hitzeperiode der vergangenen Wochen gerichtet, war eines der Themen, das besprochen wurde: Wald- und Vegetationsbrände, von denen es auch im Landkreis Freising in jüngster Vergangenheit gleich mehrere gab. Grundsätzlich sei der Landkreis schon seit Jahren recht gut für diese Einsätze vorbereitet, wie Manfred Danner sagte. Allerdings warte man bis heute auf das vom Freistaat zugesicherte Waldbrand-TLF: „Da ist das Innenministerium anscheinend noch bei der Konzepterarbeitung“, vermutete Danner. Herrmann versprach, dem nachzugehen.

Im vergangenen Jahr wurden durch den Landkreis insgesamt sieben „Rollcontainer Waldbrand“ beschafft, die in den Gemeinden zum Einsatz kommen, in denen sie gerade gebraucht werden. Kostenpunkt: rund 100.000 Euro. Dabei handelt es sich um jeweils eine auf Rollen gelagerte Einheit, die alle wichtigen Werkzeuge und Schläuche für die effektive Bekämpfung von Vegetationsbränden bündelt. Ein staatlicher Zuschuss wäre hier ebenfalls wünschenswert, so Danner. Herrmann notierte das.

„Der Klimawandel beschäftigt uns auch an anderer Stelle“, erklärte der Kreisbrandrat, und seine Kollegen nickten zustimmend. Stichwort: Einsatzkleidung. Hier könne man sich an südlicheren Ländern orientieren, die für die Waldbrandbekämpfung einen leichten Helm und leichte Schutzkleidung für die Rettungskräfte vorhalten. Doch nicht nur bei Waldbränden sei das wichtig. Danner erinnerte an den Brand kürzlich bei einem Entsorgungsunternehmen – bei Außentemperaturen von 38 Grad. „Da mussten wir sieben Kollegen mit Hitzeschlag abtransportieren.“ Die Einsatzkleidung sei einfach zu schwer und zu warm für diese Bedingungen. Nachdem sich Florian Herrmann rückversichert hatte, dass die leichtere Kleidung ebenso sicher sei, sicherte er den Vertretern der Feuerwehren zu, auch das mitzunehmen.

Erfreulich sei, dass sich Gewalt gegen Einsatzkräfte in diesem Jahr in Grenzen gehalten habe. „Die Polizei und Rettungsdienste sind davon mehr betroffen“, wusste Danner. Zwei Stunden tauschte sich Herrmann mit den Feuerwehrvertretern aus. Weitere Themen waren der Feuerwehrnachwuchs. Hier hatte Roman Bittrich einige Anregungen dabei. Und es ging um digitale Alarmierungen und das Notrufsystem, zu dem Andreas Müller und Helmut Schmid dem Staatsminister wichtige Infos zukommen ließen.