Klopp erklärt überraschendes Conte-Debüt – eine Qualität hebt ihn im DFB-Team besonders ab
Klopp erklärt, was DFB-Neuling Conte von seinen Kollegen abhebt
Stand: 27.09.2026, 21:57 Uhr
Bambase Conte feiert gegen Griechenland überraschend sein DFB-Debüt. Jürgen Klopp erklärt vor dem Spiel, welche besondere Qualität er im 23-Jährigen sieht.
Augsburg – Für Bambase Conte geht am Sonntagabend ein Traum in Erfüllung. Der 23-Jährige steht beim Nations-League-Duell mit Griechenland überraschend in der deutschen Startelf und feiert damit sein Debüt für die A-Nationalmannschaft. Bundestrainer Jürgen Klopp hat kurz vor dem Anpfiff erklärt, warum er dem Hoffenheimer sofort das Vertrauen schenkt, und dabei eine Eigenschaft betont, die seinem DFB-Team bislang teilweise fehlt.

Im Gespräch mit der ARD wurde Klopp kurz vor seinem ersten Heimspiel als Bundestrainer auf Conte und dessen Reaktion auf die überraschende Startelf-Nominierung angesprochen. „Er war sicher sehr überrascht. Viele waren überrascht, das ist keine Frage“, sagte der 59-Jährige lachend. Für seine Entscheidung seien vor allem die Eindrücke aus den letzten Trainingstagen ausschlaggebend gewesen.
Jürgen Klopp hebt Contes „Ballklaumentalität“ hervor
Klopp und sein Trainerteam beobachten die Nationalspieler dabei sehr genau. Nicht nur die Einheiten selbst würden bewertet, über dem Trainingsplatz kämen auch Drohnen zum Einsatz. Dadurch könne der Trainerstab die Abläufe im Anschluss noch einmal detailliert analysieren. Gerade bei den taktischen Übungen habe Conte einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
„Wir haben viel taktisch gemacht und vieles, was wir wollen, fällt Bamba ganz leicht, weil das sein Naturell ist“, erklärte Klopp. Conte könne einen „Trigger“ für das Pressing auslösen, sei technisch stark und ein „wundervoller Fußballer“. Besonders eine weitere Eigenschaft gefällt dem Bundestrainer, denn der Hoffenheimer habe eine „Ballklaumentalität“, die in der deutschen Mannschaft bislang „noch nicht so ausgeprägt“ sei.
Damit meint Klopp vor allem Contes aggressives Verhalten gegen den Ball und seinen Drang, Ballgewinne aktiv zu erzwingen. Doch das Spiel des 23-Jährigen beschränkt sich für den Bundestrainer nicht auf seine Arbeit im Pressing. Conte könne auch zwischen den Linien spielen. Spieler, die diese unterschiedlichen Fähigkeiten miteinander verbinden, gebe es laut Klopp „auch nicht so viele“.
Diese Kombination dürfte Conte am Ende den Platz in der Startelf eingebracht haben. „Deshalb gucken wir heute Bamba mal an und ich freue mich sehr für ihn“, erklärte Klopp. Große Nervosität konnte der Bundestrainer bei seinem Debütanten unmittelbar vor dem Anpfiff ebenfalls nicht erkennen: „Bisher hat er keinen besonders nervösen Eindruck gemacht. Schauen wir mal.“ (luh)