IWC streicht 18 Stellen: Uhrenhersteller passt Organisationsstruktur an
Publiziert21. August 2026, 13:40
SchaffhausenKnall bei Uhrenhersteller IWC: 18 Angestellte verlieren Job
Der Schaffhauser Uhrenhersteller IWC entlässt 18 Mitarbeiter, um sich langfristig weiterzuentwickeln. Laut einem Bericht wird der Abbau noch viel grösser.

Darum gehts
- Der Schaffhauser Uhrenhersteller IWC baut am Standort Schaffhausen 18 von rund 800 Stellen ab.
- IWC-Sprecher Riccardo Soliani Brivio bestätigt den Abbau und versichert, mit allen Betroffenen individuelle Vereinbarungen getroffen zu haben.
- Das Portal «Inside Paradeplatz» berichtet von möglichen weiteren Entlassungen – IWC produziert derzeit weniger als 100'000 Uhren pro Jahr, früher waren es bis zu 170'000.
Knall beim Schaffhauser Uhrenhersteller IWC. Die Firma baut am Standort Schaffhausen Arbeitsplätze ab. 18 Angestellte werden vor die Tür gestellt, wie die «Schaffhauser Nachrichten» schreiben.
Auf Anfrage von 20 Minuten bestätigt IWC-Sprecher Riccardo Soliani Brivio: «Von den insgesamt rund 800 Mitarbeitern in Schaffhausen sind 18 Stellen betroffen.» Das Unternehmen habe mit allen betroffenen Mitarbeitern Vereinbarungen getroffen und jeder einzelne werde individuell unterstützt.
Der Sprecher schreibt, dass man Teile der Organisationsstruktur anpasse, um der Weiterentwicklung des Unternehmens und den langfristigen Entwicklungsplänen Rechnung zu tragen.
Abbau noch viel grösser?
Das Portal «Inside Paradeplatz» berichtete zuerst am Freitagmorgen über den Abbau und schrieb von Massenentlassungen mit mehreren Dutzend Betroffenen. Demnach soll es sich um eine Salamitaktik handeln, wobei der grosse Abbau in vielen kleinen Schritten geschieht.
Die Tochter des Richemont-Luxusgüter-Konzerns habe bereits über die letzten Jahre immer wieder Personal abgebaut. Hintergrund sei die grösste Herausforderung des Unternehmens seit Jahrzehnten. IWC produziere derzeit weniger als 100'000 Uhren im Jahr, früher waren es bis zu 170'000.
Der IWC-Sprecher versichert allerdings, dass das Unternehmen an Schaffhausen als Standort und Produktionsstätte wie schon seit über 150 Jahren unverändert festhält.
Die Gewerkschaft Unia teilt mit, dass für die Betroffenen ein guter Sozialplan mit individuellen Lösungen ausgehandelt worden sei. Die zuständige Gewerkschafterin Fatime Zekjiri von der Unia Zürich-Schaffhausen fordert, beim Stellenabbau die Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeitenden möglichst abzufedern. «Es darf nicht bei einem Lippenbekenntnis zum Produktionsstandort bleiben. Ein starker Werkplatz Schweiz braucht auch gute und verlässliche Arbeitsplätze», sagt Zekjiri.
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Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft
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