Kodi-Insolvenz: Jetzt müssen noch weitere Filialen in NRW schließen

Stand: 01.10.2026, 20:00 Uhr

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Der insolvente Haushaltswaren-Discounter Kodi schließt mehr Filialen als zunächst bekannt – was das für Standorte in NRW bedeutet.

Hamm – Der insolvente Haushaltswaren-Discounter Kodi muss sein Filialnetz deutlich stärker ausdünnen als zunächst bekannt. Wie das Unternehmen mitteilte, werden insgesamt 43 der zuletzt 144 Standorte bundesweit sowie die Zentrale in Oberhausen geschlossen. Damit fällt die Zahl der Schließungen deutlich höher aus als noch vor drei Wochen absehbar war, als zunächst 19 Filialen als nicht mehr wirtschaftlich tragfähig galten und für 56 weitere Standorte noch Verhandlungen liefen. Nun steht fest: Auch ein Teil dieser 56 Filialen wird aufgegeben.

Das Insolvenzverfahren gegen den Discounter Kodi wurde eröffnet.

Das Insolvenzverfahren gegen den Discounter Kodi läuft. © Revierfoto/Imago

Für die verbleibenden 100 Filialen zeichnet sich hingegen eine Zukunft ab. Eine neu gegründete Firma namens Kodi Retail GmbH, hinter der eine internationale Investorengruppe steht, übernimmt diese Standorte. Die Marke Kodi bleibt dort erhalten. Von der insolventen Kodi Handels GmbH wurden der Warenbestand und andere Vermögenswerte übernommen.

Jetzt müssen noch weitere Kodi-Filialen in NRW schließen

Besonders NRW ist von den Schließungen betroffen – der Schwerpunkt des Filialnetzes liegt in diesem Bundesland. Geschlossen werden laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) unter anderem Standorte in Aachen, Ahaus, Emmerich, Erkelenz, Herzogenrath, Jülich, Tönisvorst und Würselen. Dabei handele es sich überwiegend um Städte, in denen Kodi nur mit einer einzigen Filiale vertreten war. In Düsseldorf bleiben acht von neun Standorten erhalten, in Duisburg fünf von acht, in Krefeld alle drei. In Köln werden vier von elf Filialen gestrichen, in Wuppertal vier von sechs.

Bereits Mitte September hatte Kodi die Schließung von 19 Filialen eingeleitet und dort den Räumungsverkauf gestartet. Betroffen waren damals unter anderem Standorte in Bochum, Duisburg-Rumeln, Düsseldorf-Oberbilk, Essen-Kupferdreh, Essen-Steele, Gelsenkirchen-Buer, Kleve, Mönchengladbach-Wickrath, Siegburg, Solingen und Wuppertal-Vohwinkel. Für die Beschäftigten dieser Filialen bedeutete der Räumungsverkauf zugleich den Verlust des Arbeitsplatzes.

Kodi hatte im Juli 2026 beim Amtsgericht Halle/Saale einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Als Gründe für die wirtschaftliche Schieflage nennt das Unternehmen die anhaltend schwache Konsumstimmung, wachsenden Wettbewerbsdruck durch Online-Geschäftsmodelle sowie hohe Energie-, Personal- und Mietkosten.