Spürhund entdeckt 24 Kilo Kokain in Koffer am Frankfurter Flughafen – „beachtliche Menge“ sagt der Zoll

Kokain-Fund am Frankfurter Flughafen: Spürhund entdeckt Drogen im Millionenwert

Stand: 24.07.2026, 14:00 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Drogenhund im Einsatz (Archivbild). Die Nasen zweier Rauschgift-Spürhunde haben am Frankfurter Flughafen 25 Kilo Kokain in etwa 800 Deorollern erschnüffelt.

Drogenspürhund im Einsatz (Archivbild). © dpa

Laut Polizei waren 22 Kilogramm in einem Koffer versteckt, ein Mann wurde nach einem Datenabgleich festgenommen.

Frankfurt – Zollbeamte am Frankfurter Flughafen beschlagnahmten rund 24 Kilogramm Kokain im Wert von etwa 1,6 Millionen Euro, nachdem ein Drogenspürhund an einem Koffer aus einem Flug aus Montego Bay auf Jamaika angeschlagen hatte. Laut Main Post führte dies zur vorläufigen Festnahme eines 20-jährigen Verdächtigen. Die Beamten erklärten, der Drogenspürhund Donut habe bei einer Gepäckkontrolle einen Koffer angezeigt.

Daraufhin sei das Gepäckstück manuell durchsucht worden. Tests hätten anschließend das Vorhandensein von Kokain bestätigt. Die Droge war in einem Hartschalenkoffer in 20 mit Folie umwickelten Paketen verpackt. Der mutmaßliche Kurier wurde am Flughafen festgenommen. Zu seinem geplanten Reiseziel oder den laufenden Ermittlungen machten die Behörden keine weiteren Angaben.

„Dies ist schon eine beachtliche Menge für den Transport in einem Koffer“, sagte Isabell Gillmann, Sprecherin des Hauptzollamts Frankfurt am Main. Sie wies zudem darauf hin, dass Beamte in der Vergangenheit Betäubungsmittel auch auf weniger aufwendige Weise versteckt entdeckt hätten. Der Fund gilt als bedeutender Erfolg für das Zollteam des Flughafens, das im Rahmen seiner Aufgaben routinemäßig Gepäck aus internationalen Flügen kontrolliert.

Risikoanalyse anhand von Passagierdaten

Laut Die Zeit erklärte der Zoll, der gezielte Zugriff sei durch eine Risikoanalyse von Passagierdaten ermöglicht worden. Die Beamten erklärten, der Mann sei bereits im Vorfeld durch das sogenannte PNR-Verfahren – ein Datenaustauschsystem zwischen Fluggesellschaften und Ermittlungsbehörden – aufgefallen.

Deshalb sei sein Gepäck durchsucht worden, bevor er am 13. Juli vorläufig festgenommen worden sei. „Dieser Fall – ein sogenannter PNR-Treffer – ist ein gutes Beispiel für die treffsichere, digitale Risikoanalyse des Zolls“, sagte Christine Straß, Sprecherin des Hauptzollamts Frankfurt am Main. Sie ergänzte, solche Maßnahmen würden unter strengen rechtlichen Voraussetzungen durchgeführt. (Redaktion)