FCZ-Trainer Koller nimmt Spieler mehr in die Pflicht

Koller fordert mehr von seinen Zürchern

«Diese Situationen bringen mich zum Kochen»

Der FC Zürich rettet sich gegen Vaduz nach blamabler erster Halbzeit doch noch zu einem 2:1-Sieg. Trainer Marcel Koller wird in der Kabine laut und nimmt die Spieler in die Pflicht.

Publiziert: 19:37 Uhr

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Aktualisiert: 19:49 Uhr

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Andri BäggliRedaktor Sport

Es hallt ein gellendes Pfeifkonzert durch den Letzigrund, als Schiedsrichter Fedayi San zur Pause bittet. Gerichtet ist es an die Spieler des FCZ, die einen erschreckend schwachen Auftritt darbieten. Es fehlt an Wille, Biss und Einsatzbereitschaft.

Es sind die Tugenden, die der Aufsteiger Vaduz auf den Platz bringt und entsprechend verdient mit 1:0 führt. Es ist auch der einzige Kritikpunkt, den sich die Liechtensteiner gefallen lassen müssen. Mit ein bisschen mehr Zielstrebigkeit hätten sie sich locker eine höhere Führung erspielen können.

Selbstkritische Spieler

Nach der Pause zeigt sich ein anderes Bild. Der FCZ ist plötzlich da – die Ansprache von Trainer Koller scheint Wirkung gezeigt zu haben. Erst gleichen die Zürcher durch Philippe Kény aus und drehen das Spiel in der Nachspielzeit dank eines herrlichen Tors von Umeh Emmanuel komplett. Vaduz fällt dafür in der zweiten Hälfte komplett ab.

Dass der Auftritt in der ersten Halbzeit miserabel war, wissen die FCZ-Akteure selbst. So sagt etwa Goalie Silas Huber nach dem Spiel: «Ich kann es mir selbst nicht erklären. Wir waren zu wenig giftig und zu wenig hart.» Auch Captain Lindrit Kamberi schlägt in die gleiche Kerbe: «Wir haben uns selbst gesagt, dass die erste Halbzeit unterirdisch war.»

An der Pressekonferenz nimmt Trainer Marcel Koller die Schuld für den Totalausfall auf sich: «Ich nehme das auch auf meine Kappe. Ich muss konstatieren, dass wir das nicht umsetzen konnten, was ich im Kopf hatte.»

Koller muss Spieler antreiben

Er spricht dann aber Dinge an, die grundsätzlich nichts mit der Taktik zu tun haben: «Wir waren unkonzentriert und fehlerhaft. Ich habe in der Pause mehr von den Spielern verlangt und Anpassungen vorgenommen. Es wurde lauter in der Kabine.» Fussball sei ein Laufspiel und man könne nicht immer nur davon reden.

«Die Spieler denken sich wohl manchmal: ‹Jetzt ruft der Alte schon wieder.› Aber es geht ja dann doch und sie können doch nochmals rennen. Diese Situationen bringen mich dann zum Kochen.» Warum es immer den Antrieb von aussen braucht, will Blick wissen. «Der eine ist halt etwas giftiger, und der andere ist etwas gemütlicher und braucht mehr Antrieb», so Koller.

Nicht gerade ein schönes Fazit des Trainers. Nichtsdestotrotz kann er sich über die drei Punkte freuen. Klar ist aber auch: Treffen die Zürcher auf einen effizienteren und zielstrebigeren Gegner als den FC Vaduz, wird es sehr schnell düster für die Zürcher.

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Mannschaft

SP

TD

PT

1

FC Lugano

FC Lugano

7

13

19

2

BSC Young Boys

BSC Young Boys

8

12

16

3

FC Sion

FC Sion

7

6

15

4

FC Basel

FC Basel

8

2

13

5

FC St. Gallen

FC St. Gallen

7

-2

10

6

FC Zürich

FC Zürich

8

-6

10

7

FC Luzern

FC Luzern

8

-5

9

8

Grasshopper Club Zürich

Grasshopper Club Zürich

7

-4

8

9

Servette FC

Servette FC

7

-3

7

10

FC Thun

FC Thun

7

-7

7

11

FC Vaduz

FC Vaduz

8

-2

6

12

FC Lausanne-Sport

FC Lausanne-Sport

8

-4

6

Meisterschaftsrunde

Abstiegsrunde