Kolumne Unsere Woche: Eine echte Chance für den Kohlhof und die Kinder
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Kolumne Unsere Woche Eine echte Chance für den Kohlhof und die Kinder
Meinung | Neunkirchen · Veränderungen machen den Menschen zumeist auch Angst. Doch sie können, wie beim Kohlhof in Neunkirchen, neue Möglichkeiten eröffnen, findet unsere Autorin.
20.09.2026 , 08:09 Uhr
Foto: Carolin Merkel
Für große Aufregung gesorgt hat diese Nachricht Anfang der Woche nicht. Oder vielmehr nicht mehr. Und letztlich war es am Ende ja auch nur noch eine Frage der Zeit, bis die Notfallversorgung sowie die verbliebenen Stationen für Erwachsene auf dem Kohlhof geschlossen werden.
Das war bei der Diskussion um die Verlegung der Kinderklinik Anfang des Jahres ganz anders. Die Nachrichten um die Verlagerung haben hohe Wellen geschlagen, Unterschriftenaktionen und eine Demo zur Folge gehabt.
Dass nun ab dem kommenden Montag die allgemeine Notaufnahme an der Marienhausklinik auf dem Kohlhof geschlossen wird, zeigt, das Krankenhaus im Neunkircher Stadtteil macht sich auf den Weg, eine zukunftsfähige Fachklinik zu werden. Ab sofort werden hier ausschließlich Kinder, Jugendliche und Frauen aufgenommen. Seit geraumer Zeit schon sind die Rettungsdienste darüber informiert. Sie fahren die Krankenhäuser im Umkreis an. Nun wurden auch die Patientinnen und Patienten auf das Ende der Versorgung im Notfall hingewiesen. Und mal ehrlich, wer selber noch mit dem Auto kommen kann, der ist vielleicht auch gar nicht der absolute Notfall und sollte sich vorab informieren. Wer mit dem sprichwörtlichen Kopf unter dem Arm kommt, betont der ärztliche Direktor Alexander Pattar im Gespräch, dem wird natürlich geholfen. Sicherlich muss bei der Umstrukturierung auch der Blick auf ausreichend geschaffene Kapazitäten für Notfälle an anderer Stelle gerichtet werden. Doch deshalb die Transformation zu einer Fachklinik mit Angeboten, die es bisher so im Saarland noch nicht gibt, schlechtzureden, das schadet dem neuen Kohlhof.
Und mal ehrlich, irgendwie ist es ja auch schön, dass zum 100. Geburtstag des Kohlhofs die ursprüngliche Aufgabe – nämlich die Gesundheitsfürsorge von Kindern und Jugendlichen – wieder in den Mittelpunkt rückt. Und die hat mit all seinen Angeboten eine echte Chance verdient. Und auch Paul, das 1000. Baby in diesem Jahr, das Anfang der Woche geboren wurde, ist ein positives Signal für den Kohlhof. (pn)