Konsequente Nutzung von KI: Internetdienstleister baut 800 Stellen bei Konzerntöchtern ab
Stand: 14.09.2026, 14:09 Uhr
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Der Internetdienstleister United Internet baut bei den Tochterunternehmen 1&1 und Ionos insgesamt 800 Stellen ab. Teilweise sollen sie durch KI ersetzt werden.
Montabaur – Der Internetdienstleister United Internet mit Sitz in Montabaur (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz) hat Strukturierungsprogramme bei seinen Tochterunternehmen 1&1 und Ionos angekündigt. In einer Mitteilung vom 10. September erklärt das 1988 gegründete Unternehmen, dass die Sparmaßnahmen die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit stärken sollen. Bei der Ionos SE, die besonders von dem Stellenabbau betroffen ist, sollen die Arbeitsplätze offenbar teilweise durch einen konsequenteren Einsatz von KI ersetzt werden. Auch die LBBW hatte vor einiger Zeit angekündigt, durch einen Stellenabbau entstehende Lücken per KI schließen zu wollen.
United Internet baut bei 1&1 Versatel und Ionos insgesamt rund 800 Stellen ab
In der Mitteilung heißt es, dass das Transformationsprogramm bei 1&1 neben der Vereinfachung von Führungsstrukturen und dem Abbau von Hierarchieebenen auch die Reduzierung der Mitarbeiterzahl von derzeit 1.350 auf rund 1.000 Vollzeitkräfte umfassen wird. Bei der Ionos SE soll die Belegschaft sogar von aktuell 3.800 auf circa 3.350 Vollzeitkräfte verringert werden. Insgesamt baut United Internet bei seinen Konzerntöchtern demnach rund 800 Vollzeitstellen ab, will dabei aber sozialverträglich agieren. Insgesamt wendet das Unternehmen einmalig circa 95 Millionen Euro für die Programme auf.
| Name | United Internet AG |
|---|---|
| Gründung | 1988 |
| Sitz | Montabaur, Rheinland-Pfalz |
| Mitarbeiter | 10.547 (Ende 2025) |
| Umsatz | 6,1 Milliarden Euro |
| Marken (Auswahl) | 1&1, Ionos, GMX, Web.de |
Die 1&1 AG in Montabaur ist der Ursprung des heutigen United-Internet-Konzerns. Von dem Transformationsprogramm betroffen ist der Mitteilung zufolge aber konkret die Tochtergesellschaft 1&1 Versatel mit Sitz in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen). Der Abbau von 350 Stellen soll möglichst sozialverträglich erfolgen. „Zusätzlich zu bereits bestehenden Altersteilzeitvereinbarungen wird das Unternehmen Gespräche über die Ausgestaltung eines Freiwilligenprogramms aufnehmen“, heißt es in der Mitteilung. Ab 2028 will 1&1 durch das Transformationsprogramm jährlich 25 Millionen Euro einsparen.

Stellenabbau bei Ionos: Einsparungen soll unter anderem in KI-Produktentwicklung investiert werden
Bei der Ionos SE, die ihren Sitz ebenfalls in Montabaur hat, umfasst das Transformationsprogramm eine „Harmonisierung und Konsolidierung von technischen Plattformen und Prozessen sowie der konsequenten Nutzung Künstlicher Intelligenz“. Der Abbau von 450 Stellen wird sich Angaben des Unternehmens zufolge etwa hälftig auf das In- und das Ausland verteilen. Auch in diesem Fall soll die Anpassung mithilfe von Freiwilligenprogrammen erfolgen. Die ab 2027 jährlich erwarteten Einsparungen von rund 30 Millionen Euro sollen unter anderem gezielt in die KI-Produktentwicklung investiert werden. (Verwendete Quellen: Mitteilung der United Internet AG vom 10. September, united-internet.de)