SRG: Susanne Wille will im Herbst auf UKW senden
Kostet bis zu 15 Mio Franken
Susanne Wille will im Herbst wieder auf UKW senden
Noch ist die Technik veraltet. Doch das UKW-Comeback der SRG läuft auf Hochtouren. Die Swisscom führt Tests durch.
Publiziert: 17:36 Uhr
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Aktualisiert: 19:21 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- SRG plant UKW-Comeback im Herbst
- Die Kosten für den ersten Schritt betragen 6,6 Millionen Franken pro Jahr
- Die Gesamtkosten für den Ausbau könnten sich auf jährlich 15 Millionen Franken belaufen
Raphael RauchBundeshausredaktor
Die SRG-Radiosender sollen bald wieder auf Ultrakurzwelle zu hören sein. Hinter den Kulissen läuft das Comeback bereits an. «Seit dem 20. Juli finden UKW-Tests statt. Wir gehen davon aus, dass die SRG im Herbst zu UKW zurückkehrt und auf Deutsch, Französisch und Italienisch mit jeweils drei Sendern auf UKW sendet», sagt Uvek-Sprecherin Franziska Ingold zu Blick.
Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) werde im August die entsprechende Konzession erteilen. Damit steht fest: Die SRG sendet die beliebten Regionaljournale demnächst ebenso auf UKW wie ihre Kultur-Nischensender.
In einem internen Papier, das Blick vorliegt, steht: «Bei einer reinen Kosten-Nutzen-Betrachtung würde sich eine Wiederinbetriebnahme insbesondere bei Programmen mit wenig Reichweite (wie zum Beispiel die zweiten kulturellen Radioprogramme) nicht lohnen. Medienpolitisch weisen sie hingegen einen grossen Wert aus.»
Technik teilweise veraltet
SRG-Sprecherin Gianna Blum bestätigt: «Die Swisscom Broadcast AG führt im Auftrag der SRG an verschiedenen Standorten in der Schweiz technische Funktionstests durch. Diese werden auch in den kommenden Wochen fortgesetzt. Die Tests dienen dazu, die Sendeinfrastruktur zu überprüfen und die notwendigen technischen Vorbereitungen für eine Wiederaufschaltung der SRG-Programme zu treffen.»
Teilweise seien noch technisch veraltete Komponenten im Einsatz. «Erst nach Abschluss der Tests und sobald klar ist, welcher Zusatzaufwand erforderlich sein wird, können wir präzisere Aussagen zum weiteren Vorgehen treffen.» Auch Vertragsfragen mit der Swisscom müssten noch geklärt werden.
SRG-Chefin Susanne Wille (52) hatte versprochen, so schnell wie möglich wieder auf UKW zu senden. Die SRG betont: «Wir halten am Ziel fest.» Der Preis für das politisch gewollte Umsteuern ist happig: Die Betriebskosten des ersten Schritts werden in einem internen Papier auf rund 6,6 Millionen Franken pro Jahr beziffert. Nächstes Jahr sollen weitere Ausbauschritte folgen, die jährlich bis zu 15 Millionen Franken kosten könnten.