Kreisel an Schottener Stadtverwaltung bekommt drei Ringe aus Muschelkalk
Stand: 30.08.2026, 12:00 Uhr
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Der Kreisel an der Stadtverwaltung wird neu gestaltet. Die drei Ringe aus Muschelkalkstein müssen 2028 schnell abbaubar sein – dann rollen wieder Windkrafttransporte durch.
Schotten – Die Dekoration auf dem Kreisel an der Stadtverwaltung ist abgeräumt. Es sind die Vorzeichen für die Neugestaltung der Verkehrsanlage. Das Kreiselinnere soll wieder mit einer Erhöhung versehen werden. So will es die Straßenbehörde Hessen Mobil. Sie ist verantwortlich für die Bundesstraße 275, die nach Laubach führt. Tangiert wird der Kreisel auch vom Abzweig der Landesstraße in Richtung Hoherodskopf und einem innerstädtischen Arm.

Kreative Arbeit von Bürgern anerkannt
Im vergangenen und in diesem Jahr hatte das agile Team des städtischen Bauhofes die Brachfläche im Innern des Kreisel immer wieder neu dekoriert. Mit Motiven, zum Beispiel für die Osterzeit, den Sommer mit Badefreuden und zuletzt zum Schottenring Grand-Prix.
Die engagierte, kreative Arbeit war in der Bevölkerung Schottens sehr gut angekommen. Zuletzt äußerte sich MSC-Vorsitzender Wolfgang Wagner bei der Eröffnung des Grand-Prixs vor einer großen Zuschauerkulisse mit dankenden und lobenden Worten.
Der Kreisel war im Sommer vergangenen Jahres Schauplatz eines ereignisreichen spektakulären Schauspiels, als mitten in der Nacht fast 80 Meter lange Teile von drei großen Windrädern über die Verkehrsanlage zu ihrem Standort zwischen Ulrichstein, Rebgeshain und Engelrod transportiert wurden.
Dafür musste der frühere Aufbau des Kreisels mit viel Erde, Split und Steinen entfernt werden, sodass eine ebene Fläche entstand. Weitere Transporte dieser Stromgewinnungsgiganten sollen 2028 folgen. Das hat der Windparkbetreiber Hessen-Energie, eine Tochter der Ovag, angekündigt.
Dafür muss der neue Aufbau des Kreiselinneren in kurzer Zeit abbaubar und anschließend wieder herstellbar sein. Hessen-Energie hat eine Schottener Gartenbaufirma mit einem Entwurf beauftragt, wie die zukünftige Kreiselgestaltung aussehen könnte. Bürgermeister Benjamin Göbl hat darüber die städtischen Gremien in dieser Woche informiert. Wie er nochmals ausdrücklich betonte, soll der Kreisel im kommenden Jahr optisch ansprechend gestaltet sein, wenn Tausende von Besuchern zur Landesgartenschau erwartet werden.
Natürlich soll auch eine „schöne Bepflanzung“ nicht fehlen. „Das ist für uns Prämisse“, so Göbl. Anregungen zur angedachten Ausführung würden noch entgegengenommen werden.
Der vorgelegte Entwurf zeigt drei Ringe, die aus großen Muschelkalksteinen zusammengesetzt werden. Dadurch entstehen drei Plateaus, die eine Höhe von 25 bis 30 Zentimetern (äußerer Ring) sowie 40 bis 45 Zentimeter (mittlerer und innerer Rung) haben. Insgesamt soll der Aufbau 1,20 Meter hoch werden.
Erdaushub wird abtransportiert
Die drei Ringe sind von außen zum Inneren des Kreisels hin unterschiedlich groß. Das Innere der Ringe wird jeweils mit Erde aufgefüllt, sodass Plateaus entstehen. Das äußere Plateau hat eine umlaufende Breite von zwei Metern. Hier sollen ebenfalls Staudenpflanzen für eine schöne Optik sorgen.
Beim mittleren Ring beträgt die Breite vier Meter. Hier besteht für das Team des Bauhofes die Möglichkeit, seiner Kreativität wieder freien Lauf lassen lassen zu können, analog zum Wirken in den zurückliegenden Monaten. Der innere Ring wird ebenfalls mit Stauden bepflanzt und erhält ein Fundament für einen Weihnachtsbaum.
Die Kosten für die Kreiselneugestaltung werden von Hessen-Energie getragen, wie Göbl mitteilte. Der Bürgermeister informierte darüber hinaus, dass die auf dem Parkplatz Ludwigsbrunnen deponierte Erdaushub abtransportiert und der Parkplatz wiederhergestellt wird. Auch hier ist Hessen-Energie Auftraggeber und muss die Kosten tragen.
Die Erde stammt von im Zusammenhang mit den Windräder-Transporten vorgenommenen Begradigungen am Laubacher Kreuz, in der Moufangkurve im weiteren Verlauf der Landesstraße zur Poppenstruth sowie in einer weiteren Kurve kurz vor der Abfahrt nach Altenhain.