Krieg gegen die Ukraine: Tote nach Angriff auf Einkaufszentrum in Sumy

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  • Alle Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg gegen die Ukraine. Eine Übersichtskarte mit den aktuellen Entwicklungen aktualisieren wir täglich hier.
  • Russische oder ukrainische Angaben zu Details einzelner Angriffe und zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
  • Wie wir bei der ZEIT Nachrichten zum Ukrainekrieg machen, finden Sie hier.

Julica Jungehülsing

Julica Jungehülsing

Bei einem ​russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in ‌der ⁠nordostukrainischen ​Stadt Sumy wurden nach Angaben des regionalen Gouverneurs ​zwei Menschen getötet. 20 weitere wurden verletzt, davon vier schwer, schrieb Gouverneur Oleh ⁠Hryhorow im Kurznachrichtendienst Telegram. Unter ‌den Verletzten ‌seien auch drei Teenager.

Der Gouverneur veröffentlichte Fotos, auf denen ​ein schwer beschädigtes Gebäude und verstreute Trümmer zu sehen sind. Laut ‌Hryhorow waren die Rettungskräfte dort die Nacht über im Einsatz. Die ⁠an ​Russland grenzende Region ist ‌immer wieder Ziel schwerer Angriffe. Die Regierung in Moskau ‌will dort nach eigenen Angaben eine ​»Pufferzone«  einrichten.

Am Nachmittag waren in der Region Sumy bereits zehn Menschen in einem Lokalzug bei einem Angriff von Kampfdrohnen verletzt worden. Bei der Attacke seien die Lokomotive sowie ein Passagierwaggon getroffen und in Brand gesetzt worden, teilten die Behörden auf Telegram mit.

Julica Jungehülsing

Julica Jungehülsing

Selenskyj stoppt auf dem Weg nach Kanada für Gespräche in Island

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf dem Weg nach Kanada Zwischenstation in Island gemacht. Dort führte er Gespräche mit der isländischen Außenministerin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir.

Selenskyj schrieb in der Messaging-App Telegram, dass sich ihre Gespräche vor allem auf die Vorbereitungen der Ukraine auf den Winter sowie auf Verteidigungstechnologie konzentrierten.

Julica Jungehülsing

Julica Jungehülsing

Drohnenvorfall in Republik Moldau vor Selenskyjs Abflug

In der Republik Moldau wird ein Drohnenzwischenfall untersucht, der möglicherweise auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zielte. Nachdem zwei russische Drohnen in den moldawischen Luftraum eingedrungen waren, wurden An- und Abflüge an Moldawiens Flughafen Chișinău am Dienstag zeitweise ausgesetzt. Mehrere Flüge landeten laut Flightradar24 nicht wie geplant in der Hauptstadt. Eine Drohne löste einen Brand auf einem Feld aus, eine zweite flog in den rumänischen Luftraum.

Die moldauische Präsidentin Maia Sandu verurteilte die Eindringlinge als »ernsthafte Bedrohung für Menschenleben«. Sie verurteilte zudem einen Angriff auf einen Grenzübergang zur Ukraine, bei dem zwei Menschen starben.

Nach Angaben des norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre wurde auch Selenskyjs Flugzeug auf dem Weg nach Oslo »beinahe von einer Drohne getroffen«. Zu dem Vorfall sei es gekommen, als der Präsident von Moldau aus in die norwegische Hauptstadt reiste, um an den Trauerfeierlichkeiten für König Harald V. teilzunehmen, sagte Støre dem Sender NRK.

Behördenvertreter in Moldau äußerten sich bisher nicht zu Støres Aussage in Bezug auf das Flugzeug von Selenskyj, der kurz nach Ende der Beisetzung Norwegen wieder verließ.

Julica Jungehülsing

Julica Jungehülsing

Ukraine bestätigt Angriff auf Gas-Anlagen in Westsibirien

Die ukrainischen Streitkräfte haben bestätigt, dass sie in Westsibirien zwei russische Gasanlagen angegriffen haben. Die Anlagen liegen etwa 3.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Zuvor hatte Dmitri Artjuchow, der Gouverneur des Autonomen Kreises über den Angriff berichtet. Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Angriffe als Schlag gegen die russische Wirtschaft.

Die wichtigen Anlagen der russischen Gas-Kondensatindustrie befinden sich in Nowy Urengoi und im Bezirk Purovsky in der Region Jamal-Nenzen, dem Kerngebiet der russischen Gasförderung.

Maxim Nägele

Maxim Nägele

Merz sieht »wenig Anzeichen« für russische Gesprächsbereitschaft

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich skeptisch, ​dass Russland zu neuen Friedensverhandlungen über die Ukraine bereit ist. »Wir haben im Augenblick wenig Anzeichen dafür, dass die russische Regierung, der russische Präsident bereit ist, in ernsthafte Gespräche über ein Ende des Krieges einzutreten«, sagt Merz nach einem Treffen mit EU-Ratspräsident António Costa.

Die Bundesregierung mache seit Monaten Gesprächsangebote, um eine diplomatische Lösung zu erreichen, sagte der Bundeskanzler weiter. Aber solange sich die russische Regierung allen Wünschen nach Verhandlungen und diplomatischen Lösungen verschließe, »sehe ich im Augenblick relativ wenig Chancen«. Man werde die Ukraine so lange weiter unterstützen, was nicht der Verlängerung des Krieges diene, sondern dessen Beendigung, sagte Merz.

Alexander Eydlin

Alexander Eydlin

Ukrainische Drohnen attackieren Energieanlage am Polarkreis

Ein ukrainischer Drohnenangriff hat in der Stadt Nowy Urengoi im Norden Westsibiriens offenbar eine Energieanlage attackiert. Nach Darstellung ukrainischer Medien handelte es sich um eine Gaskondensationsanlage, die zu den wichtigsten Energieeinrichtungen in der Region zählen soll. Dmitri Artjuchow, der Gouverneur des Autonomen Kreises der Jamal-Nenzen, in dem sich der Angriff ereignete, bestätigte die Attacke. Demnach sollen »Trümmer« von abgeschossenen Drohnen einen Brand verursacht haben, Tote oder Verletzte gebe es nicht.

Nowy Urengoi ist etwa 2.800 Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt. Damit handelt es sich mutmaßlich um den bisher reichweitenstärksten Angriff der Ukraine in Russland.

Bei den Drohnen handelte es sich laut dem ukrainischen Hersteller Fire Point um dessen Modell FP-1, das zu den am meisten eingesetzten Drohnen bei ukrainischen Angriffen zählt. Demnach sollen die Drohnen eine Strecke von 3.200 Kilometern zurückgelegt haben.

Laut einem Bericht des russischen Exilmediums Agentstwo galt der Angriff in Nowy Urengoi einer Region, auf die 80 Prozent der russischen Gasförderung entfallen.

Alara Yilmaz

Alara Yilmaz

Pistorius begründet hohen Sicherheitsetat durch Bedrohung Russlands

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ​hat den geplanten Wehretat für das Jahr 2027 mit einer direkten Bedrohung durch Russland gerechtfertigt. Russland versuche, Deutschland zu beeinflussen, zu destabilisieren ⁠und vor allem die Menschen zu ​verunsichern, sagte der SPD-Politiker in der ‌Haushaltsdebatte des ⁠Bundestages.

»Wir sind buchstäblich ​im Fadenkreuz Moskaus«, sagte der Minister weiter. Der Verteidigungshaushalt sei deshalb nicht nur ein großer Etat, ​sondern ein »Sicherheitsversprechen«. Den Plänen zufolge soll der Verteidigungsetat im Jahr 2027 zusammen mit Mitteln aus dem Sondervermögen auf rund 140 Milliarden Euro ansteigen.

Alara Yilmaz

Alara Yilmaz

Selenskyj kritisiert Umgang des Westens mit Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der internationalen Gemeinschaft einen zu sanften Umgang mit Russland vorgeworfen. Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf Angriffe ziviler Gebiete, die jeden Tag Menschen das Leben kosteten, sei zu gering ausgefallen, schrieb Selenskyj in den sozialen Medien.

Bei russischen Luftangriffen in der Nacht zu heute wurden nach ukrainischen Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet.

Sarah Kohler

Sarah Kohler

Tote nach russischem Angriff auf Cherson, Verletzte in Charkiw

Bei russischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der regionalen Militärverwaltung im südukrainischen Cherson mindestens zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Die Großstadt Cherson liegt nahe der Frontlinie am Fluss Dnipro.

Zudem gab es nach Angaben der Militärverwaltung von Isjum sechs Verletzte bei einem russischen Drohnenangriff im ostukrainischen Gebiet Charkiw. Bei der Bahnstation Iskra wurde ein Zug auf der Strecke zwischen Charkiw und Isjum von einer Drohne attackiert und geriet in Brand.

Thordis Schreiber

Thordis Schreiber

Deutscher Politiker muss in Kyjiw Bunker aufsuchen

Baden-Württembergs Innenminister hat bei seinem Besuch in Kyjiw wegen russischer Luftangriffe Schutz in einem Bunker gesucht. Dies teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Demnach wurde eine Drohne am Himmel über Manuel Hagels Delegation abgeschossen, während diese sich durch die Stadt bewegte. Bereits kurz vor der Ankunft am Hauptbahnhof von Kyjiw wurde die Gruppe aufgrund eines Luftalarms aus dem Zug in Sicherheit gebracht.

Ziel der Reise sei es, Wirtschaftsbeziehungen mit der Ukraine aufzubauen und technisches Know-how miteinander zu teilen, schrieb das Ministerium auf Instagram. »Wir müssen jetzt unsere Sicherheitsarchitektur nachrüsten und auf jeder Ebene verteidigungsfähig werden gegen diese neuen Bedrohungen. Sicherheitspolitik ist Wirtschaftspolitik«, wurde Hagel auf der Plattform zitiert.

Begleitet wird Hagel von Wirtschaftsvertretern, etwa aus der Sicherheitsindustrie. Demnach unterzeichneten Vertreter von Daimler Truck und der ukrainischen Universität Lwiw eine Kooperationsvereinbarung.

Theresa Walter

Theresa Walter

Merz hält an Unterstützung für die Ukraine fest

Bundeskanzler Friedrich Merz bekennt sich zu weiteren Hilfen für die Ukraine und weist Kritik der AfD daran zurück. »Wir unterstützen ​die Ukraine, und wir werden sie weiter ⁠unterstützen, weil sie auch unsere Freiheit verteidigt«, sagte Merz ​bei der Generaldebatte im Bundestag. Die AfD verfolge mit ihrer Forderung nach einem Ende der Unterstützung eine »geradezu ​groteske Umkehr von Täter und Opfer«. Niemand habe Russland bedroht, auch nicht die Nato, die EU oder Deutschland, sagte Merz. Er wirft der AfD vor, an Russlands Seite zu stehen.

Verfolgen Sie die Generaldebatte im Bundestag hier:

Sarah Kohler

Sarah Kohler

Rubio dämpft Optimismus nach Ukraine-Gesprächen 

US-Außenminister Marco Rubio hat die Erwartungen an einen Durchbruch bei den Vermittlungsbemühungen im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gedämpft. Die Reisen seien produktiv gewesen, weil sie einen Weg aufgezeigt hätten, wie die Gespräche zwischen den Kriegsparteien mit den USA als Vermittler wieder anlaufen könnten, sagte er. »Ich möchte nicht übermäßig optimistisch sein, aber ich bin auch nicht pessimistisch.«

Er glaube vielmehr, dass es eine Gelegenheit gebe, in den kommenden Wochen einen Fahrplan für einen Neustart der Friedensgespräche zu entwickeln, sagte Rubio – und vielleicht auch eine Lösung auszuarbeiten, die für beide Seiten annehmbar sei.

Sarah Kohler

Sarah Kohler

Tote nach nächtlichen Drohnenangriffen

In der Nacht auf Mittwoch sind bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kontrollpunkt an der ukrainisch-moldauischen Grenze Behördenangaben zufolge mindestens zwei Zivilisten getötet worden. Drei weitere Menschen seien bei der Attacke in Starokosatsche zudem verletzt worden, schrieb der Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper. Es ​sei ein Brand ausgebrochen und der Grenzübergang vorübergehend geschlossen worden. Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Hafenstadt Mykolajiw wurde den Behörden zufolge zudem ein Mensch getötet sowie Hafen-, Transport- und zivile ⁠Infrastruktur beschädigt.

Zugleich wurden im russischen Noworossijsk in der südrussischen Region Krasnodar nach russischen Angaben vier Menschen getötet, darunter ein Kind. 29 weitere Menschen seien verletzt worden. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums fing Russland in der Nacht 596 ukrainische Drohnen über rund zehn russischen Regionen und der von Russland annektierten Halbinsel Krim ab.

Timo Stukenberg

Timo Stukenberg

Russland nimmt Ort in der Region Donezk ein

Russische Truppen haben das Dorf Myrne in der Region Donezk eingenommen. Das meldet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebild. Demnach haben russische Einheiten den Ort im Nordwesten von Pokrowsk unter ihre Kontrolle gebracht.

Ebenfalls in der Region Donezk sind die russischen Angreifer laut ISW in der Stadtmitte von Kostjantyniwka vorgerückt. Vereinzelt sind russische Soldaten demnach auch im Norden hinter die ukrainischen Linien vorgedrungen, ohne das Gebiet jedoch zu kontrollieren.

Lesen Sie hier mehr zum aktuellen Frontverlauf:

David Rech

David Rech

Wadephul fordert mehr ukrainische Bestellungen bei deutschen Rüstungsunternehmen

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat von der Ukraine gefordert, mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsfirmen aufzugeben. »Wir sind mittlerweile der stärkste Unterstützer der Ukraine, was finanzielle und militärische Unterstützung angeht. Und es muss naturgemäß so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert«, sagte Wadephul der Zeitung Bild. Das habe er auch bei seinem letzten Besuch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesagt.

Das Mindeste sei, dass die Ukraine bei allen Beschaffungsmaßnahmen auch die deutsche ​Verteidigungsindustrie beteilige, sagte er. »Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an Bestellungen ⁠in Deutschland gibt.« Deswegen habe die ukrainische Regierung gebeten, dies ​zu überprüfen. 

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