Krippen-Erweiterungsbau in St. Maria: Kita Regenbogen wächst – warum in Weiskirchen jetzt mehr Kinder betreut werden

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Krippen-Erweiterungsbau in St. Maria Kita Regenbogen wächst – warum in Weiskirchen jetzt mehr Kinder betreut werden

Weiskirchen · Am Wochenende wurde der Erweiterungsbau der Kita Regenbogen in Weiskirchen eingeweiht. Land, Landkreis und Gemeinde finanzierten das Projekt gemeinsam. Die Landrätin lobt die hohe Betreuungsquote im Hochwald.

05.10.2026 , 14:00 Uhr

Der Erweiterungsbau der Kita Regenbogen in Weiskirchen wurde am Wochenende eingeweiht. 22 Krippenplätze stehen dort zur Verfügung.

Der Erweiterungsbau der Kita Regenbogen in Weiskirchen wurde am Wochenende eingeweiht. 22 Krippenplätze stehen dort zur Verfügung.

Foto: Ruth Solander

Die Kinder- und Jugendhilfe St. Maria Weiskirchen hat allen Grund zur Freude: Am Wochenende wurde die Fertigstellung des Erweiterungsbaus der Kinderkrippe der Kita Regenbogen gefeiert. Mit dem neuen Gebäude ist ein Ort entstanden, an dem sich künftig noch mehr kleine Kinder wohlfühlen, spielen, entdecken und ihre ersten wichtigen Schritte in die Welt machen können.

Dass eine solche Einweihung vor allem den Kindern gehört, wurde gleich zu Beginn deutlich. Die Kinder der Kita Regenbogen eröffneten den offiziellen Teil mit einem fröhlichen Auftritt und dem passenden Lied „Ich kenn’ ein Haus, schau’n viele Kinder raus“. Mit strahlenden Gesichtern und viel Freude begrüßten sie die zahlreichen Gäste und gaben der Feier damit einen besonders herzlichen und stimmungsvollen Auftakt.

Kita Regenbogen wächst – Feststellung des Kreisjugendamtes führt zu Erweiterungsbau in Weiskirchen

Einrichtungsleiterin Jeannette Gamon begrüßte im Anschluss die Gäste und freute sich, dass „der Regenbogen mit zwei Krippengruppen nun gewachsen ist“. Der Erweiterungsbau ist nicht nur ein neues Gebäude, sondern steht zugleich für die Weiterentwicklung der Kinderbetreuung und für die Bedeutung, die den jüngsten Mitgliedern unserer Gesellschaft beigemessen wird.

Wie es dazu kam, erzählte Wolfgang Maring, Geschäftsführer der St. Hildegardishaus gGmbH. Nachdem im Sommer 2023 vom Kreisjugendamt festgestellt wurde, dass es im Hochwald in Wadern und Weiskirchen zu wenig Krippenplätze gab, reifte bei Maring die Idee, die dringend benötigten Plätze bei St. Maria zu schaffen. „Gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Wolfgang Hübschen, dem Landkreis und dem Bildungsministerium haben wir dann unsere Vorstellungen umgesetzt. Denn eines zeichnet unsere Kinder- und Jugendhilfe St. Maria aus: Wenn wir von einer Idee überzeugt sind, dann wollen wir auch etwas daraus machen“, betonte der Geschäftsführer.

 Der Geschäftsführer der St. Hildgardishaus gGmbH, Wolfgang Maring, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (CDU), Standortleitung Tatjana Heib, Einrichtungsleiterin Jeannette Gamon, die Beigeordnete der Gemeinde Weiskirchen, Helma Kuhn-Theis (CDU), Fachbereichsleiterin Sophie Bies, Anette Bretz-Stotz aus dem Vorstand des St. Hildegardishhaus e.V. und der Landtagsabgeordneter Stefan Thielen (CDU, von links).

Der Geschäftsführer der St. Hildgardishaus gGmbH, Wolfgang Maring, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (CDU), Standortleitung Tatjana Heib, Einrichtungsleiterin Jeannette Gamon, die Beigeordnete der Gemeinde Weiskirchen, Helma Kuhn-Theis (CDU), Fachbereichsleiterin Sophie Bies, Anette Bretz-Stotz aus dem Vorstand des St. Hildegardishhaus e.V. und der Landtagsabgeordneter Stefan Thielen (CDU, von links).

Foto: Ruth Solander

22 zusätzliche Plätze – so viel hat der Erweiterungsbau in Weiskirchen gekostet

Maring verwies auf die gute Zusammenarbeit mit den Unternehmen, die St. Maria gemeinsam mit dem Architekten Lothar Gillenberg auch in anderen Bauprojekten bereits begleitet haben. St. Maria als Träger sehe sich als Partner sowohl für die Kommunen als auch für den Landkreis und das Land, so Maring.

Mit dem Erweiterungsbau wurden 22 zusätzliche Krippenplätze geschaffen. Künftig hält St. Maria im „Inklusiven Elementarzentrum“ 78 Plätze in sechs Gruppen für die Betreuung von Kindern mit und ohne Eingliederungsbedarf bis zum Grundschuleintritt vor. Der Erweiterungsbau kostete rund 1,6 Millionen Euro. Davon entfallen rund 653.000 Euro auf das Bildungsministerium und je rund 490.000 Euro auf den Landkreis Merzig-Wadern und die Gemeinde Weiskirchen. Dabei wurde der mögliche Förderbetrag um 50.000 Euro unterschritten.

Landrätin hebt hohe Betreuungsquote hervor

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich hob hervor, dass mit dem Geld im Hochwald bestmögliche Bedingungen für Kinder geschaffen würden. „Gemeinsam mit den Kommunen und dem Träger wollen wir als Landkreis die Potenziale von Kindern fördern und unterstützen. Uns ist es gelungen, hier in Weiskirchen die Voraussetzungen dafür zu schaffen“, betonte die Landrätin. Der Landkreis Merzig-Wadern habe im Krippenbereich eine Betreuungsquote von 54 Prozent. In Weiskirchen seien es sogar 67 Prozent. „Das ist ein phänomenal gutes Ergebnis – auch im landesweiten Vergleich. Im Kindergartenbereich liegt die Betreuungsquote sogar bei 100 Prozent“, so die Landrätin.

Bedürfnisse der Kinder standen bei Planung im Mittelpunkt

In St. Maria Weiskirchen sei mit der Investition in den Erweiterungsbau eine gute Ausgangssituation geschaffen worden, damit Kinder in den nachfolgenden Systemen besser ankommen und weniger Hilfe benötigen, fügte sie hinzu. „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche gesund im Landkreis aufwachsen zu lassen und sie an die Region zu binden “, unterstrich Schlegel-Friedrich.

Beim anschließenden Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten erläuterten Wolfgang Maring und Tatjana Heib (Kita-Standortleitung) den Gästen die Besonderheiten des Erweiterungsbaus. Helle Räume, kindgerechte Bereiche und eine moderne Ausstattung bieten den Kindern viel Platz zum Spielen, Lernen und Entdecken. Dabei wird deutlich, dass bei der Planung nicht nur die zusätzlichen Betreuungsplätze im Mittelpunkt standen, sondern vor allem die Bedürfnisse der Kinder. Mit der Erweiterung der Kita Regenbogen wurde ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Kinder getan.

„Wir haben die Kinder und ihre Familien auch räumlich in die Mitte geholt.“

„Bei den Kreuzschwestern von Bingen, die 1927 in Konfeld den ersten Kindergarten eröffneten, heißt es: Den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Wir haben die Kinder und ihre Familien auch räumlich in die Mitte geholt. Mitten hinein ins Leben dieser Gemeinde. Ich finde, das passt zu uns“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Maring.

Am zweiten Tag des Festwochenendes spielte die Band Luke Federkeil Engelmann um 17 Uhr ein Benefizkonzert, dessen Erlös an die Jugendhilfe geht. Unter dem Motto „Wir sind bunt – wir sind toll – wir sind wundervoll!“ gab es am Sonntag ein Familienfest, bei dem Familien und Gäste bei einem abwechslungsreichen Programm zusammen feierten. (hoc/sil)