Kürbisfestival im Schloss Lichtenwalde: Thema in diesem das "Alte Rom"

Zwei Kürbisfiguren kämpfen vor dem Schloss Lichtenwalde.

AUDIO: Kürbisfestival im Schloss Lichtenwalde (3 Min)

Herbstskulpturen

Die Römer und Gallier kommen - in Kürbisgestalt ins Schloss Lichtenwalde

Stand: 29.08.2026 07:00 Uhr

Noch ist es draußen sommerlich warm, im Schloss Lichtenwalde aber naht der Herbst mit großen Schritten. Beim dritten Kürbisfestival geben sich Römer und Gallier die Ehre. Zehntausende Früchte wurden zu großen Figuren zusammengebaut.

von Ines Gruner-Rudelt, MDR SACHSEN

Sie heißen Miss Pink Sophie oder Miss Sophie Coral und sie sind nur zwei von rund 70 Kürbissorten, die im Schlosspark Lichtenwalde verteilt wurden. Das dritte Kürbisfestival steht ganz im Zeichen des Alten Roms - inklusive des Besuchs der unbeugsamen Gallier wie Asterix und Obelix.

"Im ersten Jahr ging es hier königlich zu", erklärt Kürbis-Experte Stefan Hinner. "Im letzten Jahr hatten wir das Thema Zirkus. Und dieses Jahr haben wir uns für das Alte Rom entschieden." In Wirklichkeit waren die Römer ja nie in Sachsen, nun sind sie aber doch da, wenn auch in Kürbisgestalt.

In Wirklichkeit sind die Römer ja nie in Sachsen gewesen. Stefan Hinner | Kürbis-Experte
Obelix als Kürbisfügur steht im Park Lichtenwalde.

Obelix im Kürbiskleid hat auch einen Hinkelstein dabei.

40.000 Kürbisse schmücken den Schlosspark Lichtenwalde

Gemeinsam mit seinem Team hat Stefan Hinner von der Jucker Farm aus Baden-Württemberg - wo die Kürbisse gewachsen sind - dreizehn übergroße Kürbisskulpturen aufgebaut.

Empfangen werden die Besucher von einem Legionär im Kürbisgewand. Im Laufe des rund anderthalb Kilometer langen Rundgangs begegnen die Gäste aber auch Cäsar auf seinem Streitwagen, Gladiatoren beim Zweikampf und natürlich Asterix und Obelix. Rund 40.000 Kürbisse wurden in den Schlosspark gebracht - in rot, grün, gelb, blau, rosa und beige.

Zwei Menschen stehen vor einer Legionärsfigur aus Kürbissen.

Schlosschefin Patrizia Meyn und Kürbis-Fachmann Stefan Hinner freuen sich auf viele Besucher.

Wir zurren die Früchte mithilfe von Kabellbindern fest. Stefan Hinner | Mitorganisator

Kürbisse werden nach der Ausstellung verschenkt

Die farbenfrohen Figuren strahlen mit den bunten Blumen im Park um die Wette. Sie "anzuziehen" ist eine Fleißaufgabe. "Wir ernten die Kürbisse erst, wenn der Stiel verholzt ist", erklärt Stefan Hinner. "Dann können wir mit einem Bohrer ein Loch durchbohren und einen Kabelbinder durchziehen". Die Konstruktionen der Figuren seien mit einem Drahtgeflecht versehen. Mithilfe der Kabelbinder könnten die Früchte nach und nach festgezurrt werden. Fertig ist das Kürbiskleid.

Weil nur die Stiele und nicht die Kürbisse durchbohrt werden, bleiben die essbaren Früchte unbeschadet und sollen nach der Ausstellung an Besucher, Vereine oder Schulen verschenkt werden.

Eine Frau arbeitet an einer Kürbisfigur.

Der römische Gott Jupiter erhält ein Kürbisgewand in Handarbeit.

Auch in diesem Jahr gibt es ein buntes Rahmenprogramm

Zu den Highlights des Kürbisfestivals gehört die inzwischen dritte Kürbiswiegeweltmeisterschaft. Gesucht wird die schwerste Frucht. Dazu gibt es ein Kürbisschnitzen mit europäischen Künstlern und eine große Halloween-Show. "Mit im Boot sind auch wieder die ortsansässigen Gastronomen", freut sich Schlosschefin Patrizia Meyn. "Sie entwickeln Speisekarten rund um den Kürbis". So könnten die Besucher unter anderem Kürbiseis, Kürbisbier, Kürbissekt oder Kürbislimonade verkosten.

Ein Mann steht neben einer Infotafel.

Kürbis-Experte Stefan Hinner hat viel Wissenswertes auf Infotafeln zusammengetragen.

Es gibt alles rund um den Kürbis - auch Kürbiseis, Kürbisbier, Kürbissekt oder Kürbislimonade Patrizia Meyn | Schlosschefin

Drei bis vier Stunden sollten Besucher durchaus einplanen, rät Patrizia Meyn. Schließlich gibt es neben den Figuren auch viel Wissenswertes zu erfahren über die Kürbisfrucht, aber auch über die römische Geschichte. Eröffnet wird die fruchtige Freiluftgalerie am 29. August. Bis Anfang November lädt der Schlosspark Lichtenwalde zum Rundgang durch das bunte Kürbisparadies ein.

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