Kuriose Fälle in Bayern: Drei Männer, vier Führerscheine – und kein einziger gültig
Stand: 12.09.2026, 14:19 Uhr
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Gleich drei Autofahrer versuchten in Bayern, mit ungültigen oder gefälschten Führerscheinen davonzukommen. Alle drei scheiterten – und stehen jetzt vor Gericht.
Bayern – Gleich drei Autofahrer sind in Bayern mit ungültigen oder gefälschten Führerscheinen erwischt worden. Die Fälle ereigneten sich in Landshut, auf der A9 bei Leupoldsgrün und auf der A93 bei Marktredwitz – und alle drei endeten für die Betroffenen mit einem Ermittlungsverfahren.

Führerschein des toten Vaters, zwei Fälschungen, ein ungültiger Lappen – Bayern erlebt kuriose Kontrollen
Besonders dreist agierte ein 60-jähriger Autofahrer aus Landshut. Bei einer Verkehrskontrolle legte er Polizeibeamten den Führerschein seines bereits verstorbenen Vaters vor. Recherchen der Beamten förderten zutage, dass der Mann selbst nie eine Fahrerlaubnis besessen hat.
Damit nicht genug: Als die Kontrolle weiterging, zog der 60-Jährige auch noch den Reisepass seines Vaters hervor – offenbar in dem Versuch, seine wahre Identität zu verschleiern. Auch das misslang. Gegen ihn wird nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie wegen Missbrauchs von Ausweispapieren ermittelt.
21-Jähriger auf der A9 mit zwei ungültigen Führerscheinen unterwegs
Noch kurioser verlief der Fall auf der Autobahn 9 bei Leupoldsgrün im Landkreis Hof. Schleierfahnder stoppten dort einen Wagen mit Hamburger Kennzeichen – am Steuer saß ein 21-Jähriger. Auf Nachfrage zeigte er einen französischen Führerschein vor, der sich bei der Überprüfung als Fälschung entpuppte.
Bei der weiteren Kontrolle tauchte ein zweites Dokument auf: ein indischer Führerschein, der grundsätzlich gültig wäre. Doch auch dieser half dem jungen Mann nicht weiter. Laut Polizei lebt er bereits seit mehr als sechs Monaten in Deutschland – und hätte seine ausländische Fahrerlaubnis längst umschreiben lassen müssen. Die Fahrt war beendet, die Ermittlungen wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis laufen.
Polnischer Führerschein auf der A93 für ungültig erklärt
Auf der A93 bei Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge stoppten Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Selb einen 29-jährigen Polen. Der Mann legte bei der Kontrolle seinen polnischen Führerschein vor – doch die Beamten stellten fest, dass die Fahrerlaubnis bereits für ungültig erklärt worden war. Auch er durfte nicht weiterfahren. Gegen ihn wird ebenfalls wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Bei einer Kontrolle auf der A8 nach München hockte ein Vierjähriger ungesichert auf dem Schoß des Fahrers – und versuchte, sich eine Zigarette anzuzünden. (Quelle: dpa) (jh)