„Hinterhältig, aber clever“: Polizist tarnt sich als Strauch – Dutzende Handysünder müssen hohe Strafe zahlen
Kuriose Kontroll-Methode: Polizist tarnt sich als Strauch und erwischt Dutzende Handysünder
Stand: 03.08.2026, 18:59 Uhr
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Ein Polizist verwandelte sich im US-Bundesstaat New Jersey für einen ungewöhnlichen Einsatz in ein Gebüsch am Straßenrand. Für Dutzende Autofahrer wird es teuer.
Dunellen (USA) – Ein Strauch, der mit Feldstecher den Verkehr beobachtet. In diesem Aufzug ging ein Polizist in der Kleinstadt Dunellen im US-Bundesstaat New Jersey auf Beobachtungsposten. Getarnt mit einem so genannten Ghillie-Anzug, jenes aus Laub, Ästen und Netzstoff bestehende Kostüm, das man eigentlich von Scharfschützen oder Wildbeobachtern kennt. Sein Job: Am Straßenrand stehen, „unauffällig“ aussehen – und Autofahrer bei der Handynutzung erwischen.

Die kuriose Jagd nach den Smartphone-Sündern fand laut einem Facebook-Post der Polizei entlang der North Washington Avenue statt, einer belebten Geschäftsstraße mit viel Fußgängerverkehr. Genau sechs Stunden dauerte die Aktion. Die Bilanz: 74 Strafzettel wegen Handynutzung am Steuer.
Unfall-Serie löst kuriose Polizei-Aktion aus – und ertappt zahlreiche Autofahrer
Nur: Warum der ganze Aufwand? Det. Sgt. Nicholas Goldman von der Polizei in Dunellen erklärte gegenüber CBS News, man habe zuletzt eine besorgniserregende Zahl an Unfällen registriert und deshalb nach einer ungewöhnlichen Lösung gesucht.
Sein Kollege, Polizist Kevin Condis, berichtete von teils bizarren Szenen im Verkehr: Viele Fahrer hielten ihr Handy mit beiden Händen, um zu navigieren oder zu telefonieren – und steuerten dabei praktisch nur noch mit den Knien.
Polizei postet Aktion auf Facebook: „Habt ihr unseren ,Busch‘ heute entdeckt?“
Nicht alle Polizisten waren bei der Aktion derart extrem getarnt, wie der Busch-Beamte. Dafür aber immerhin kreativ: Ein Kollege trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Not a Cop“ (deutsch: „kein Polizist“). Die Polizei von Dunellen postete Fotos der Aktion auf Facebook, und fragte die Nutzer: „Habt ihr unseren ,Busch‘ heute entdeckt? Wer den Blick aufs Handy gerichtet hatte, wahrscheinlich nicht.“
Es folgte eine Welle von mehreren Hundert Kommentaren unter dem Beitrag. Hier einige Beispiele:
- „Ich sage nicht, dass ich das machen möchte – aber es wäre schon ziemlich witzig, wenn jemand von einem riesigen Strauch verhaftet würde.“
- „Was kommt als Nächstes… sich hinter einer Werbetafel verstecken?“
- „Das ist hinterhältig, aber clever!“
- „Tolle Tarnung!“
- „Das ist genial!“
Mit dem Handy am Steuer erwischt: So viel müssen die Ertappten bezahlen
Für die Erwischten wird es laut Fox29 übrigens teuer: Wer in New Jersey erstmals mit dem Handy am Ohr oder in der Hand erwischt wird, zahlt zwischen 200 und 400 Dollar (umgerechnet rund 175 bis 350 Euro, Stand Anfang August 2026), beim dritten Verstoß können bis zu 800 Dollar (rund 700 Euro) sowie ein bis zu 90-tägiger Führerscheinentzug fällig werden.
Ganz neu ist die Verkleidungs-Masche in den USA allerdings nicht: Erst vor Kurzem hatten sich laut Medienberichten Polizisten im Bundesstaat New York als Bauarbeiter getarnt und dabei binnen acht Stunden 94 Verkehrssünder bei verschiedenen Vergehen erwischt. In Australien hat die Polizei seit Neuestem sogar ganz spezielle Tarn-Autos im Einsatz. (Quellen: Facebook, CBS News, Fox29) (sop)