Kürzerer Laufweg für Kamener Feuerwehrleute: Hauptwache bekommt neue Bürocontainer
Kürzerer Laufweg für Kamener Feuerwehrleute Hauptwache bekommt neue Bürocontainer
21.08.2026 13:40 Uhr
Eigentlich braucht die Feuerwehr eine neue Hauptwache. Jetzt gibt es am alten Standort am Mersch erst einmal eine Übergangslösung.
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Dass es an der Feuer- und Rettungswache in Kamen bauliche und funktionale Defizite gibt, ist seit zwei Jahren bekannt: Das steht auf einer langen Mängelliste, die ein von der Stadt beauftragter Gutachter ermittelt hat. Pläne für einen möglichen Neubau haben sich zunächst zerschlagen. Jetzt müssen die Feuerwehrleute im Ernstfall zumindest nicht mehr so weit zu den Fahrzeugen laufen wie bisher und können deshalb schneller ausrücken.
Die hauptamtliche Wachmannschaft, die rund um die Uhr in Bereitschaft ist, zieht in Räume innerhalb der Wache. Bisher befanden sich ihre Schlaf- und Aufenthaltsräume zum Teil in älteren Containern, die an der Rückseite des Gebäudes stehen. „Diese Container waren aufgrund ihres Alters und ihrer Abnutzung erneuerungsbedürftig“, schreibt die Stadt Kamen in einer Pressemitteilung.
„Deutlich günstigere Laufwege“
Deshalb hat die Stadt neue Container am Mersch aufgestellt. In diese ziehen die für die Feuerwehr und Rettungsdienst zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung ein. „Durch den Umzug der Verwaltung können wir die bisherigen Büroräume innerhalb der Wache für die Wachmannschaft nutzen“, wird Feuerwehrchef Christopher Lindermann in der Pressemitteilung zitiert. „Das verbessert die Unterbringung und sorgt zugleich für deutlich günstigere Laufwege zu den Einsatzfahrzeugen.“

Der Stadtrat hatte im vergangenen November 480.000 Euro für den Kauf der neuen Container bewilligt. Ganz freiwillig hat sich die Stadt für diese Lösung nicht entschieden: Sie „setzt damit Vorgaben aus den Bedarfsplanungen für Feuerwehr und Rettungsdienst um“, heißt es in der Mitteilung.
Kontroverse um Brandschutzplan
Den hatte der Stadtrat im März 2025 beschlossen. Einige Monate zuvor hatte der Gutachter von der Sicherheitsberatung Lülf+ ein 241 Seiten dickes Gutachten vorgestellt, auf diverse Defizite hingewiesen und Verbesserungsvorschläge gemacht. Die Feuerwehrleitung befürwortete diese weitgehend, was aber offenbar zu Kontroversen innerhalb der Wehr führte. Die CDU stimmte deshalb gegen den Brandschutzbedarfsplan, ein kommunalpolitisch ausgesprochen seltener Vorgang.
Die neuen Container am Mersch sind letztlich nur eine Übergangslösung. Der Brandschutzplan sieht langfristig einen Neubau an einem anderen Standort vor. Die Stadt hatte dafür ein Grundstück am Buschweg ins Visier genommen, dieser Plan wurde aber nicht umgesetzt. Bürgermeisterin Elke Kappen kündigte in der Pressemitteilung an, einen möglichen Neubau im Blick zu behalten.