Kyen Sopa spricht über die bisherige Ajoie-Saison

«Keine Überraschung»

Kyen Sopa erklärt Ajoies Aufwärtstrend

Seit ihrem Aufstieg in die National League im Jahr 2022 haben die Jurassier jede Saison auf dem letzten Platz abgeschlossen. Das könnte sich in dieser Spielzeit ändern.

Publiziert: vor 2 Minuten

  • Ajoie hat in 9 von 14 Spielen gepunktet und könnte erstmals seit dem Aufstieg Letzter vermeiden
  • Sopa sieht besseren Zusammenhalt: Imports, Trainerstaff und Spieler sprächen Fehler offen an
  • Neue Trainer setzen auf intensives Skating; Sopa ist mit acht Punkten bester Schweizer im Team
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Petar DjordjevicRedaktor Sport

Fast ein Drittel der Saison ist vorbei, und Ajoie verblüfft: In 9 von 14 Spielen haben die Jurassier gepunktet. «In Anbetracht der vorherigen Saisons läuft es bei uns besser als auch schon», bestätigt Ajoie-Stürmer Kyen Sopa (26). Aber: «Für uns ist das nicht wirklich eine Überraschung. Es hat die letzten drei Jahre immer ein Puzzleteil gefehlt».

Und weiter: «Ich glaube, dieses Jahr passt es zwischen den Imports, dem Trainerstaff und den restlichen Spielern besser zusammen». Demnach sei auch ein besserer Zusammenhalt als zuvor im Team zu spüren, sagt der 26-Jährige.

Gleichberechtigung in der Garderobe

«Es ist schwierig, diesen Zusammenhalt zu erklären, weil man es selbst nicht wirklich beschreiben kann», sagt er. «Es sind, glaube ich, vor allem die Coaches, die ihren Job zu 120 Prozent annehmen und bereit sind, uns zu besseren Hockeyspielern zu machen. Ausserdem nehmen wir in der Mannschaft kein Blatt vor den Mund und sprechen Fehler offen an».

«Es herrscht Gleichberechtigung in unserer Garderobe. Unabhängig davon, ob man zu den Ausländern, den Schweizern oder dem Trainerstaff gehört.» Gefehlt habe dies während der vergangenen Saisons zwar nicht, aber: «Wir haben frischen Wind in die Garderobe bekommen.»

Dabei spricht der Ajoie-Stürmer unter anderem die zwei neuen Trainer Ville Peltonen (53) und Samuel Tilkanen (37) an. Dem 26-Jährigen gefällt besonders, dass Fehler nicht lediglich angesprochen werden, sondern der Trainerstaff gleichzeitig Lösungen anbietet. Doch auch die neuen Imports sorgen bei den Jurassiern für einen Aufwärtstrend.

Sopa ist bester Schweizer im Team

Auf diese Saison sind mit Julius Honka (30), Kristian Tanus (26) und Daniel Carr (34) drei neue Ausländer zum Team gestossen. Was Sopa dabei auffällt: «Sie stellen sich selbst nicht übers Team, was schon vorgefallen ist. Nicht nur in Ajoie, sondern auch in anderen Teams, bei denen ich gespielt habe».

Die Ausländer sind bei den Jurassiern wichtig. Besonders zu Beginn der Saison kamen die Skorerpunkte beinahe ausschliesslich von den Imports. Mittlerweile haben jedoch bereits 18 von 24 Spielern mindestens einen Skorerpunkt auf dem Konto. Sopa ist dabei mit acht Zählern – 3 Tore, 5 Assists – der beste Schweizer im Team.

Laufen, was das Zeug hält

Möglicherweise verhalf ihm ein Sondertraining im Sommer zu diesem guten Start: «Ville möchte ein System mit viel Intensität spielen und hat dafür eine Gruppe von Spielern für ein Skating-Training aufgeboten. Ich gehörte auch dazu», offenbart Sopa. Jeden Dienstagnachmittag stand die Gruppe ohne Pucks auf dem Eis und musste laufen, was das Zeug hält. «Ich muss ehrlich sagen: Die ersten zwei, drei Trainings haben mich mental gebrochen», sagt der 26-Jährige. «Seither fühle ich mich aber viel besser auf dem Eis. Vor allem, weil der Trainer von uns viel Laufbereitschaft erwartet. Wir dürfen im Spiel nie aufhören zu skaten».

Aktuell arbeitet Sopa mit Assistenztrainer Tilkanen an seiner Schusstechnik und seinem Spiel an der Bande. Klar ist: Sollte der 26-Jährige seinen Punkteschnitt bis Ende Saison halten, liegt eine persönliche Bestleistung mit 30 Skorerpunkten drin. Den Schnitt zu halten gilt auch für den Klub, der aktuell bei 1,36 Punkten pro Spiel liegt. Denn Biel hat es letzte Saison mit 1,29 in die Play-ins geschafft.

Mannschaft

SP

TD

PT

1

ZSC Lions

ZSC Lions

13

24

33

2

HC Ambri-Piotta

HC Ambri-Piotta

13

3

24

3

Genève-Servette HC

Genève-Servette HC

14

0

24

4

SCL Tigers

SCL Tigers

14

5

22

5

HC Fribourg-Gottéron

HC Fribourg-Gottéron

13

13

21

6

Lausanne HC

Lausanne HC

15

0

21

7

SC Bern

SC Bern

12

2

20

8

HC Davos

HC Davos

14

-6

19

9

HC Ajoie

HC Ajoie

14

-4

19

10

HC Lugano

HC Lugano

13

0

18

11

EV Zug

EV Zug

8

11

16

12

EHC Biel

EHC Biel

13

-5

16

13

EHC Kloten

EHC Kloten

14

-24

12

14

SC Rapperswil-Jona Lakers

SC Rapperswil-Jona Lakers

14

-19

11

Playoffs

Qualifikationsspiele

Relegation Play-Offs