Ladenhüter der Lüfte: Airbus verkauft wieder einen A319 Neo
Ladenhüter der Lüfte
Airbus verkauft nach über 2 Jahren wieder mal einen A319 Neo
Erstmals seit März 2024 verkauft Airbus wieder einen A319 Neo. Ein unbekannter Kunde bestellte im Juli je einen A319 Neo und einen A320 Neo. Der A319 Neo ist der Ladenhüter der A320-Neo-Familie, nur 58 Stück wurden verkauft. Dabei hat der Kleine durchaus seine Vorteile.
Publiziert: 18:47 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Airbus verkauft erstmals seit März 2024 wieder einen A319 Neo
- Nur 58 A319 Neo verkauft, im Vergleich zu 7877 A321 Neo
- A319 Neo hat 6850 km Reichweite und eignet sich für hoch gelegene Flughäfen
Patrik BergerRedaktor Wirtschaft
Damit hat bei Airbus wohl kaum noch jemand gerechnet: Der europäische Flugzeugbauer mit Sitz in Toulouse (F) hat erstmals seit fast zweieinhalb Jahren wieder einen A319 Neo verkauft. Ein bislang unbekannter Kunde bestellte im Juli je einen A319 Neo und einen A320 Neo, wie das Aviatikportal Aerotelegraph berichtet. Die Bestellung ist bemerkenswert. Denn der A319 Neo ist der Ladenhüter in der erfolgreichen A320-Neo-Familie. Nur 58 Exemplare wurden seit dem Verkaufsstart bestellt. Zum Vergleich: Vom A320 Neo sind es 4337 Maschinen, beim grösseren A321 Neo sogar 7877.
Die letzte Bestellung für einen A319 Neo datiert vom März 2024. Damals orderte ein Privatkunde eine Maschine. Immerhin arbeitet Airbus seinen kleinen Auftragsbestand kontinuierlich ab: Anfang 2024 waren erst 17 Jets ausgeliefert, mittlerweile sind es 43. Das Problem des A319 Neo: Er hat starke Konkurrenz – ausgerechnet aus dem eigenen Haus. Der modernere A220-300 deckt einen ähnlichen Markt ab.
6850 Kilometer Reichweite
Gleichzeitig sind die Kosten pro Sitz beim grösseren A320 Neo und A321 Neo attraktiver. Und Airlines, die besonders grosse Reichweiten benötigen, greifen häufig gleich zum A321 LR oder XLR. Dabei hat der kleine Airbus durchaus Stärken. Mit einer Reichweite von rund 6850 Kilometern kommt er weiter als der A320 Neo. Zudem eignet er sich besonders für hoch gelegene Flughäfen – ein Grund, weshalb mehrere Kunden aus China stammen.
Heute ist die A320-Reihe das wirtschaftliche Rückgrat von Airbus – auch wenn es immer wieder Qualitätsprobleme gab. Was Mitte der 1980er-Jahre als mutiges Projekt begann, entwickelte sich zur erfolgreichsten Modellfamilie des europäischen Flugzeugbauers. Und zum grossen Gegenspieler der Boeing 737. Insgesamt wurden mehr als 20'000 Maschinen bestellt, über 12'000 ausgeliefert. Mehr als 300 Fluggesellschaften und andere Betreiber setzen Jets der Familie ein.
1987 hob der erste A320 ab, ein Jahr später wurde die erste Maschine ausgeliefert. Technisch setzte Airbus damals Massstäbe: Der A320 brachte das digitale Fly-by-Wire-System in die kommerzielle Luftfahrt. Aus einem Modell entstand eine ganze Familie mit A318, A319, A320 und A321. Den nächsten Schub brachte 2010 die modernisierte Neo-Generation. Neue Triebwerke und aerodynamische Verbesserungen senken laut Airbus den Treibstoffverbrauch und CO₂-Ausstoss pro Sitz gegenüber der Vorgängergeneration um mindestens 20 Prozent – und machten die Reihe erst recht zum Bestseller.
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