Landsberg-Talente debütieren bei Toto-Pokal-Aus gegen FC Ingolstadt
Stand: 23.09.2026, 23:20 Uhr
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Der FC Ingolstadt überspringt auch die Hürde TSV Landsberg und löst hochverdient das Ticket für das Toto-Pokal-Halbfinale.
Landsberg am Lech – Anpfiff der Partie und schon gings los. Der FC Ingolstadt ließ den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren, drängte den TSV Landsberg sofort tief in die eigene Hälfte. Starkes Passspiel, gute Raumaufteilung, konsequentes Gegenpressing. Von Überheblichkeit oder mangelnder Ernsthaftigkeit keine Spur. Spielverlagerung auf die rechte Seite, präzise Flanke in den Fünfmeterraum, der einlaufende Keanan Bennetts bugsierte den Ball mit der Innenseite in die Maschen – 1:0 in der dritten Spielminute.
FC Ingolstadt schlägt TSV Landsberg im Viertelfinale: „Maximal verdienter Erfolg“
„Wir wollten das Spiel so lange wie möglich offen halten. Das war dann schnell gegessen“, bilanzierte TSV-Trainer René Schröder nach dem Spiel. Wobei: Ein Blick auf die Anzeigetafel suggerierte ein enges Spiel. Ließ man den Blick dann wieder aufs Spielfeld schweifen, war schnell klar: Hier spielte nur eine Mannschaft und das war die in Violett gekleidete Profimannschaft aus Ingolstadt.
Beinahe im Minutentakt wurde auf das Tor von Maurice Merkl abgefeuert, Ecke reihte sich an Ecke. Merkl war es auch, dem Landsberg zu verdanken hatte, dass es nur 0:1 stand. Mal rettete er per Fußabwehr, mal faustete er gefährliche Flanken aus dem Strafraum, mal kratzte er Kopfbälle von der Linie. „Eine tolle Partie von Maurice! Er liefert in jedem Training ab, ein grandioser Kerl und Torwart“, lobte Schröder seinen Schlussmann.
Erst spät in Halbzeit zwei (78. Minute) musste sich Merkl erneut geschlagen geben, erneut war es Keanan Bennetts, diesmal mit einem verdeckten Schuss aus der Distanz. Der Anschluss durch Benito Alisanovic (89. Minute) nach einer Ecke kam zu spät, milderte nur mehr die deutliche Überlegenheit der Schanzer.
„Das war heute ein maximal verdienter Erfolg für Ingolstadt“, sagte Schröder. „Man hat heute die Unterschiede im athletischen und technischen Bereich gesehen. Einlaufverhalten bei Standards, Ballannahme und -mitnahme, Passqualität – da kann man sich schon einiges abschauen.“
Zahlreiche Landsberger Ausfälle führen zu Debüt zweier Talente
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass der TSV arg gebeutelt ins Toto-Pokal-Viertelfinale ging. Allein am Montag meldeten sich fünf Spieler krank. Bettrich, Bauer, Tosun, Kircicek, Sanchez, Seemüller, Sgodzaj – die Liste nicht einsetzbarer, potentieller Stammspieler war lang. Und doch: Sie hatte auch ihre positive Seite.
Denn so startete in der Innenverteidigung der erst 17-jährige Lorenz Edelmann, der sein Debüt in der Herrenmannschaft feiern durfte und laut Schröder „ein richtig gutes Spiel“ machte. Auch David Ziegler (18) wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt und wuselte fleißig auf der rechten Seite. Beide hatten sich in den vorangegangenen Trainingswochen empfohlen und wurden mit einem Einsatz gegen Sabrina Wittmanns abgezockte Mannschaft belohnt.
Für den TSV Landsberg gilt es nun, den Fokus voll auf Samstag zu legen. Es wartet ein Kracherduell gegen die SpVgg Ansbach. Letzter gegen Vorletzten. „Kleinigkeiten werden das Spiel entscheiden“, weiß Schröder. „Wir werden wieder mit der vollen Kapelle kommen und brauchen uns nicht zu verstecken.“ (mig)