Langbahn-EM in Paris - Trotz Schweizer Rekord: Mityukov bleibt als Vierter ohne Medaille
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- Roman Mityukov verpasst an der EM in Paris über 200 m Rücken eine Medaille haarscharf.
- Der Genfer schlägt in seiner Paradedisziplin trotz Schweizer Rekord als Vierter an.
- Flavio Bucca, der 2. Schweizer im hochklassigen Final, klassiert sich auf Rang 8.
- Über 100 m Schmetterling bringt sich Noè Ponti in die Pole Position für die Medaillenvergabe am Donnerstag.
Auf der 4. Bahn spitzte sich der Final über 200 m Rücken so richtig zu. Wie schon im Halbfinal war der Ungar Hubert Kos an der Spitze enteilt – er sollte sich in 1:53,08 Minuten überlegen EM-Gold sichern. Dahinter kam es zu einem engen Dreikampf um Silber und Bronze. Die Involvierten waren Apostolos Siskos (GRE), Thomas Ceccon (ITA) und Roman Mityukov.
Einer dieses Trios würde am Ende leer ausgehen – und es sollte Mityukov treffen. Der 26-Jährige schlug in 1:54,07 an und senkte damit seinen Schweizer Rekord aus dem letzten Jahr um satte 76 Hundertstel. Doch diese Zeit war 0,11 zu langsam für eine Medaille. Bronze ging an Ceccon, Silber sicherte sich in 1:53,81 Siskos.
Mityukovs Zeit hätte 2024 zu EM- und Olympiagold gereicht
Die Rangierung von Mityukov entspricht einer gewissen Logik. An kontinentalen Titelkämpfen belegte der Schweizer im 50-m-Becken über 200 m Rücken seit 8 Jahren immer die Plätze 3 oder 4. 2018 gewann Mityukov beim Nachwuchs Bronze, 2021 bei der EM-Premiere bei den «Grossen» ebenfalls. 2022 wurde er Vierter, 2024 wieder Dritter und nun resultierte abermals ein 4. Rang.
Wie unfassbar hoch das Niveau heuer im Final in Paris war, zeigt der Umstand, dass Mityukov mit seiner Zeit vor 2 Jahren noch überlegen EM-Gold gewonnen hätte. Damals reichten 1:55,39 zum Titel. Und nicht nur das: Auch bei den Olympischen Spielen 2024 hätten 1:54,07 Gold bedeutet. Das war Mityukov im SRF-Interview unmittelbar nach seinem Rennen bewusst. Entsprechend enttäuscht war er: «Es war ein starkes Rennen von mir. Leider sind die besten Rückenschwimmer der Welt alles Europäer.»
Bucca hält gut mit
Neben Mityukov war mit Flavio Bucca ein 2. Schweizer im Final dabei. Swiss Aquatics stellte damit als einziger Verband zwei Finalisten. Bucca hatte am Dienstag im Vorlauf und im Halbfinal seine persönliche Bestzeit gleich zweimal gesenkt.
Bucca musste sich zwar mit dem 8. und letzten Platz begnügen, schwamm aber erneut eine starke Zeit. Er blieb nur 0,47 über seiner Halbfinal-Zeit. Seine 1:56,20 hätten vor 30 Stunden noch neue persönliche Bestzeit bedeutet.
Die weiteren Goldgewinnerinnen und Goldgewinner am Mittwoch:
- 50 m Schmetterling, Frauen: Sarah Sjöström (SWE) in 25,05
- 100 m Brust, Frauen: Angharad Evans (GBR) in 1:04,87 (neuer Meisterschafts-Rekord)
- 400 m Lagen, Frauen: Ellen Walshe (IRL) in 4:34,42
- 100 m Freistil, Männer: David Popovici (ROU) in 46,56 (neuer Meisterschafts-Rekord)
- 800 m Freistil, Männer: Johannes Liebmann (GER) in 7:37,59 (Europarekord)
- 4x100-m-Staffel, Frauen: Niederlande in 3:31,89 (Meisterschafts-Rekord)
SRF zwei, sportlive, 12.8.26, 18:25 Uhr ; rek