Leerstandsquote in Lüneburg gestiegen: Zahlen zeigen Entwicklung im Landkreis
Stand: 26.09.2026, 18:00 Uhr
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Für Lüneburg liegen aktuelle Daten zu Wohnungsbau und Leerstand vor. Wie viele Wohnungen entstanden sind und wie viele leer stehen.
Lüneburg – In der mieten- und wohnungspolitischen Entwicklung Niedersachsens hat sich zuletzt einiges bewegt. Grundlage ist eine Anfrage der Linken an die Bundesregierung. Demnach ist die Leerstandsquote in den meisten Landkreisen und Städten des Landes leicht angestiegen, gleichzeitig entstanden vielerorts neue Wohnungen. Auch für Lüneburg liegen nun konkrete Zahlen vor.
Wohnentwicklung in Lüneburg: 3.070 neue Wohnungen zwischen 2020 und 2025
Zwischen 2020 und 2025 wurden in Lüneburg insgesamt 3.070 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2020 waren es 468 Wohnungen, ein Jahr später sank die Zahl auf 67. 2022 stieg sie deutlich auf 783 an, 2023 wurden 194 neue Wohnungen gezählt. Den höchsten Wert erreichte der Landkreis 2024 mit 1.143 Wohnungen, im Jahr 2025 waren es 415. Die Zahlen stammen aus einer Sonderauswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie der statistischen Ämter des Bundes und der Länder.
| Jahr | Neu fertiggestellte Wohnungen |
| 2020 | 468 |
| 2021 | 67 |
| 2022 | 783 |
| 2023 | 194 |
| 2024 | 1143 |
| 2025 | 415 |
| Gesamt für den Zeitraum | 3070 |
Quelle: Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik der Baufertigstellungen
Parallel dazu hat sich die Leerstandsquote in Lüneburg erhöht. Erhoben wurden diese Werte zuletzt zu den Erhebungsstichtagen des Zensus 2011 und des Zensus 2022. 2011 lag die Quote bei 2,5 Prozent, 2022 bei 3,4 Prozent. Das entspricht einem Anstieg um 0,9 Prozentpunkte. Zum Vergleich: Im Mittel stieg die Leerstandsquote in Niedersachsen zwischen 2011 und 2022 um 0,653 Prozent. Die nächste Erhebung dieser Art ist voraussichtlich mit dem geplanten Zensus 2031 vorgesehen.
Leerstand in Lüneburg: Die Gründe hinter den Zahlen
Insgesamt standen im Jahr 2022 in Lüneburg 3.166 Wohnungen leer. Davon hätten 1.230 innerhalb von drei Monaten wieder bezogen werden können. Bei 1.005 Wohnungen liefen Baumaßnahmen oder waren geplant, bei 75 Wohnungen stand ein Abriss oder Rückbau an. Die übrigen Fälle verteilen sich auf Wohnungsverkäufe, eine künftige Selbstnutzung oder sonstige Gründe.
| Innerhalb von 3 Monaten für den Bezug verfügbar | 1230 |
| Laufende bzw. geplante Baumaßnahmen | 1005 |
| Geplanter Abriss oder Rückbau | 75 |
| Verkauf des Gebäudes oder der Wohnung | 232 |
| Künftige Selbstnutzung | 202 |
| Sonstiger Grund | 429 |
| Insgesamt | 3166 |
Quelle: Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik der Baufertigstellungen
Wohnungsmarkt in Niedersachsen: Förderzahlen im sozialen Wohnungsbau 2025 um rund 20 Prozent gestiegen
Für ganz Niedersachsen ergeben Wohnungsbau und Leerstand den Daten zufolge kein einheitliches Bild. In zahlreichen Städten und Landkreisen kamen zwischen 2020 und 2025 neue Wohnungen hinzu, gleichzeitig legte die Leerstandsquote in den meisten Regionen leicht zu. Die Bundesregierung nennt mehrere Maßnahmen, durch die Wohnraum bezahlbar, verfügbar und umweltverträglich bleiben soll. Wohnen gilt dabei sowohl als soziales Gut als auch als Investitionsgut. Angestrebt werde ein Ausgleich der unterschiedlichen Interessen, damit genügend Wohnraum zu bezahlbaren Preisen entsteht.
Die Förderzahlen im sozialen Wohnungsbau haben laut Bundesregierung in den vergangenen Jahren spürbar zugelegt. Als Grund wird die umfangreiche finanzielle Unterstützung des Bundes genannt – und das trotz gestiegener Bau- und Finanzierungskosten sowie rückläufiger Baugenehmigungen. In Niedersachsen legte die Zahl der geförderten Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau im Jahr 2025 demnach um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.