Lenggrieser SC dreht zähe Partie: Einwechselspieler schießen Polling mit 5:0 ab
Stand: 20.09.2026, 22:44 Uhr
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Der Lenggrieser SC gewinnt gegen den SV Polling deutlich – doch die ersten 45 Minuten bringen Trainer Georg Simon fast zur Verzweiflung. Erst die frischen Kräfte nach der Pause treffen vier der fünf Tore.
Lenggries – Obwohl die Fußballer des Lenggrieser SC den SV Polling am Samstagnachmittag mit 5:0 (1:0) förmlich vom Platz geschossen haben, brachte ihr Auftritt Trainer und Fans vor allem im ersten Durchgang der Verzweiflung nahe. Teils zeigten sie seltene Kunststücke, wie etwa Elias Stara, der es aus knapp sechs Metern Entfernung schaffte, das Spielgerät in den weißblauen Himmel statt ins Tor zu befördern (38.). „Ich wusste nicht, was ich den Spielern in der Pause sagen sollte. Sie haben alles richtig gemacht, haben es nur nicht geschafft, beste Chancen in Tore umzuwandeln“, klagt Coach Georg Simon.
Alleine die „Hundertprozentigen“, die der LSC vergab, hätten im Normalfall gereicht, um zwei, drei Spiele zu gewinnen. Beim Chancenvergeben durften sich zahlreiche Spieler auszeichnen, wie etwa Michael Gerg, der aus zehn Metern unbedrängt noch einmal querlegte, statt ins Tor zu schießen (22.) oder Sebastian Dix, der ebenso freistehend aus 15 Metern weit über das Pollinger Tor zielte (37.). Das einzige Erfolgserlebnis im ersten Durchgang gelang Leo Gerg, der eine schöne Kombination zum 1:0 (14.) verwertete. „Wir haben in den letzten 20 Minuten vor dem Seitenwechsel den Gegner, der schon am Boden lag, noch einmal zurückgeholt“, moserte Simon.
Dann wechselte er Zug um Zug einige Spieler aus, und die frischen Kräfte machten richtig Druck. Der Dosenöffner war Jakl Gergs 2:0 (49.), dann trafen nur noch die Einwechselspieler. „Meine Ahnung vor der Partie, dass die Bank eine entscheidende Rolle spielen wird, war richtig“, lobt der LSC-Trainer. So ging etwa dem dritten Treffer (70.) eine tolle Einzelleistung von Max Franke voraus, der sich an der 16er-Kante kraftvoll durchsetzte und flach einschob.
Der vierte Treffer entsprang einer schönen Kombination. Da lief der Ball wie an einer Perlenkette gezogen über vier, fünf Stationen, ehe Tobias Schlick völlig freistand und keine Mühe hatte, die Kugel über die Linie zu drücken (73.). Als es die Pollinger Abwehr nach einer Ecke nicht schaffte, die Kugel aus der Gefahrenzone zu bringen, war Erdem Cakir zur Stelle und setzte den Schlusspunkt (83.). „Unser Mindestziel aus der zurückliegenden englischen Woche war es, sechs Zähler zu holen, und das haben wir erreicht“, zeigt sich Simon am Ende etwas besänftigt.