Leopaulino-Musical feierte Premiere: 30 Textorschüler auf der Bühne
Stand: 13.07.2026, 14:27 Uhr
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Nach eineinhalb Jahren Proben hat das Frankfurt-Musical Leopaulino in der Turnhalle der Textorschule Premiere gefeiert. Skript und Musik können auf leopaulino.de heruntergeladen werden.
Sachsenhausen – Leopaulino ist ein ganz besonderer Löwe, der mit seiner Mama im Frankfurter Zoo lebt und der Held eines Kinderbuches ist. Er hat ein grünes Fell und sein Leben im Zoo spielt sich ab zwischen Fressen, Gähnen und für die Besucher posieren – tagein, tagaus. Das ist für den jungen Löwen manchmal so richtig langweilig. Kein Wunder, dass er sich wünscht, mal ein Abenteuer außerhalb seines Geheges, gar außerhalb des Zoos, zu erleben, und sich eines Tages mit seinem besten Freund, dem Rotkehlchen Keke, auf den Weg macht, um Frankfurt zu entdecken. Er möchte über den „Schüsselrand“ blicken. Und überall dort, wo es ihm in der Mainmetropole so richtig gefällt, lässt er einen Glitzergoldstern zurück.
Musikalisch durch die Stadt
Die Ärztin Dr. Ann-Christin Bakker hat die Figur des Leopaulino erdacht und möchte Kindern damit die Besonderheiten der Mainmetropole näherbringen, sie einladen, die Stadt mit Kopf und Herz zu entdecken. Illustriert wurde die Handlung von Teresa Habild. „Angefangen hat es mit einem Memory-Spiel“, erzählt Bakker.
Zwei Jahre später, im Jahr 2016, folgte die Veröffentlichung des Kinderbuchs „Leopaulino entdeckt Frankfurt am Main“ und nun gibt es das gleichnamige Musical zur Geschichte, das seine Uraufführung in der Turnhalle der Textorschule feierte. Rund eine Stunde dauert die Inszenierung, geschrieben von Dr. Ann-Christin Bakker. Die Musik wurde von Bianca Müller komponiert.
30 Mädchen und Jungen der Sachsenhäuser Grundschule haben sich für diesen Augenblick in der Musical-AG vorbereitet, die von den beiden Lehrerinnen Mareike Ullrich und Pauline Lorenzen geleitet wird. Die kleine Bühne ist mit selbst gestalteten Bildern versehen, die verschiedene Wahrzeichen von Frankfurt zeigen. Dahinter laufen, abgeschirmt vom Publikum, die letzten Vorbereitungen für den großen Auftritt. Noch ein gemeinsames „Toi, toi, toi“ und es kann losgehen.
Auch die Tochter von Ann-Christin Bakker ist mit dabei und singt ein Solo. Eltern, Großeltern und Geschwister der jungen Nachwuchsdarsteller haben bereits ihre Plätze eingenommen. Für die Umsetzung eines solchen Projekts brauche es Kinder, die begeisterungsfähig sind, und leidenschaftliche Lehrerinnen, sagt die Autorin noch kurz zuvor auf der Bühne an das Publikum gerichtet. Eineinhalb Jahre habe sie an diesem Stück gearbeitet. Das Musical kann explizit auch von anderen Schulen aufgeführt werden, so Bakker: „Skript und Musik können auf der Internetseite www.leopaulino.de heruntergeladen werden.“
Die Kinder singen, mal als Solisten, mal in der Gruppe – die Texte der Lieder sind wie das Buch selbst in Reimform gehalten, die teils in einem Sprechgesang vorgetragen werden. An jedem der Orte, die der kleine Löwe aufsucht, lernt Leopaulino Menschen kennen, die ihn mit ihrer Art begeistern und die er einlädt, ihn auf seinem Ausflug in die Stadt zu begleiten.
Keke, das Rotkehlchen, kennt die Stadt gut und beschreibt die Orte aus seiner Vogelperspektive heraus: wie den Römer, die Alte Oper, die Börse oder das Städelmuseum, wo Leopaulino sogar ein Bild von sich entdeckt. Das würde er am liebsten mit nach Hause nehmen. Das darf er aber leider nicht, weil es dem Museum gehört. Ganz nebenbei verhindert die Figur dabei sogar einen Kunstraub. Er erfährt etwas über die Kräuter der Günen Soße, aber auch etwas über Bulle und Bär, das Wahrzeichen der Frankfurter Börse, die Bedeutung des „Ich-Denkmals“ am Mainufer oder den Skater-Park an der EZB.
Mit viel Spaß und Begeisterung füllen die Kinder der Musical-AG ihre Rollen aus und singen, was das Zeug hält. Falls jemand zuvor Lampenfieber verspürt haben sollte, so ist es beim Auftritt keinem Kind anzumerken. Für Leopaulino gibt es am Ende noch eine Überraschung und für die jungen Darsteller ganz viel Applaus.