Letzte Umfrage zur MV-Wahl: Schwesig überholt AfD knapp – CDU kurz vor Landtag-Aus
Stand: 17.09.2026, 22:33 Uhr
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In Mecklenburg-Vorpommern liegt die SPD kurz vor der Landtagswahl knapp vor der AfD. Die CDU muss laut letzter Umfrage um den Einzug in den Landtag bangen.
Schwerin – Wenige Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in einer aktuellen Umfrage knapp vor der AfD. Nach der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kommt die SPD auf 37 Prozent und legt damit ganze drei Prozentpunkte zu. Die AfD erreicht 36 Prozent, verliert einen Punkt und landet somit auf Platz zwei.

Umfrage zu MV-Wahl: SPD-Ministerpräsidentin Schwesig zieht an der AfD vorbei
Die CDU liegt demnach bei sechs Prozent und damit nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. Die Linke kommt auf neun Prozent, die Grünen erreichen fünf Prozent. Das BSW liegt bei vier Prozent und würde den Einzug in den Landtag nach dieser Umfrage verfehlen. Schwesig hätte damit weiterhin Chancen, Ministerpräsidentin zu bleiben. Ob und mit wem die SPD nach der Wahl eine Regierung bilden könnte, lässt sich aus den Umfragewerten allein jedoch nicht ableiten.
Daten zur aktuellen Umfrage
Umfragen sind grundsätzlich mit Unsicherheiten behaftet und bilden lediglich die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab. Sie sind keine Prognosen für den tatsächlichen Wahlausgang.
Erhoben hat die letzte Umfrage zu den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern die Forschungsgruppe Wahlen. Dazu hatte man im Zeitraum vom 14. bis 17. September zufällig 1395 Wahlberechtigte aus Mecklenburg-Vorpommern telefonisch oder online befragt.
Den Fehlerwert gibt die Forschungsgruppe Wahlen selbst bei einem Anteilswert von 40 Prozent mit drei Prozentpunkten an. Bei einem Anteilswert von zehn Prozent liegt er demnach bei zwei Punkten. Insofern ist das Ergebnis der Wahl am Sonntag auch nach dieser letzten Umfrage komplett offen. Insbesondere, da nach Angaben des ZDF ganze 21 Prozent der befragten Wahlberechtigten noch nicht sicher waren, wen sie am Sonntag wählen.
Am Sonntag wird neben Mecklenburg-Vorpommern auch in Berlin gewählt. Die beiden Wahlen sind die letzten Landtagswahlen des Jahres 2026 und gelten als wichtiger Stimmungstest für die Bundesregierung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) inmitten von Spekulationen über einen möglichen Kanzlertausch.
CDU muss bangen: Fällt Merz in MV unter die Fünf-Prozent-Hürde?
Besondere Aufmerksamkeit dürfte dabei dem Abschneiden der CDU gelten. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor gut zwei Wochen war die AfD mit 44 Prozent stärkste Kraft geworden und hatte damit mehr als doppelt so viele Stimmen erhalten wie die CDU.
Sollte die CDU an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, wäre dies ein fataler Schlag für Merz. Zuletzt stärkten ihm die acht CDU-Ministerpräsidenten jedoch mit einem Schreiben den Rücken und verkündeten ihren Rückhalt für den Kanzler. CSU-Chef und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte dem Münchner Merkur von Ippen.Media, er sei dafür, dass Merz im Amt bleibt. (Quellen: ZDFheute, Münchner Merkur) (bb)