Levin (14) hat Stammzellenspender gefunden – Tests laufen bereits
Stand: 03.09.2026, 18:00 Uhr
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Der 14-jährige Levin aus Bönen leidet an einer seltenen Knochenmarkerkrankung. Bereits am Donnerstag war er mit seiner Mutter für Tests in der Uni-Klinik Münster.
Bönen – Aufatmen bei der Familie von Levin Salmen. Der 14-Jährige hat tatsächlich einen Stammzellenspender gefunden. Diese gute Nachricht rettet das Leben des jungen Böneners, der an einer seltenen Erkrankung des Knochenmarks leidet (Hypozelluläre refraktäre Zytopenie des Kindesalters, kurz RCC). Das heißt, sein Knochenmark produziert kaum noch funktionierende Blutzellen. Eine Stammzellspende ist seine einzige Heilungschance. Das erfuhr die Familie erst vor ein paar Wochen.
Große Resonanz auf Typisierungsaktion
Bis dahin hatte der Teenager für seinen großen Traum, Fußballprofi zu werden, viermal pro Woche trainiert. Kurz vor seiner Erkrankung wechselte er zum TSC Eintracht Dortmund in die Regionalliga. Da war es für die SpVg Bönen Ehrensache, für den jungen Fußballer kurzfristig zusammen mit der DKMS eine Typisierungsaktion auf die Beine zu stellen. Am 31. August waren alle Bönener unter 55 Jahren aufgerufen, sich registrieren zu lassen.
Die Resonanz war riesig. Als die Aktion begann, bildeten sich vor dem DRK-Heim neben dem Sportplatz am Rehbusch lange Schlangen. Eine große Welle der Hilfsbereitschaft. Auch Levin selbst schaute kurz mit seinem Vater vorbei und war beeindruckt, wie viele Menschen gekommen waren, um sich typisieren zu lassen.
Dennoch ist es nicht einfach, den einen passenden Spender zu finden. Das gleicht einem Lottogewinn. Bei der DKMS sind nach eigenen Angaben zurzeit weltweit mehr als 13 Millionen potenzielle Stammzellspender erfasst. Bis der passende Spender gefunden ist, das könne dauern, erfuhr die Familie. Dass es jetzt so schnell ging, grenzt an ein Wunder.
Voruntersuchungen in der Uni-Klinik
Umso größer ist die Freude bei Levin und seinen Eltern, dass jetzt so schnell ein passender Spender gefunden wurde. Denn Levins Körper fehlen rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen für die Blutgerinnung. Wird er nicht behandelt, wird er immer schwächer. Jeder Infekt kann lebensbedrohlich werden, und er könnte selbst bei kleineren Verletzungen verbluten. Deshalb darf er bis auf Weiteres nicht mehr Fußball spielen und nicht mehr die Schule besuchen.
Mit der Nachricht, dass ein passender Spender gefunden ist, wurden zugleich die nötigen Schritte für die weitere Behandlung in die Wege geleitet. Denn Levin soll keine Zeit verlieren für die lebensrettende Behandlung. Bereits am Donnerstag war er für Tests zur Transplantation mit seiner Mutter in der Uni-Klinik Münster.
Hoch dosierte Chemotherapie
Wenn alles passt, bekommt der Junge eine hoch dosierte Chemotherapie. Sein Immunsystem wird komplett heruntergefahren, damit er die fremden Zellen nicht abstößt. Die eigentliche Transplantation der gesunden Stammzellen erhält er dann wie eine normale Bluttransfusion über einen Venenkatheter. Anschließend wird er mindestens sechs Wochen isoliert in der Klinik bleiben müssen.
Wird sein Traum doch noch wahr?
Keine leichte Zeit für Levin und seine Familie. Aber am Ende steht hoffentlich die vollständige Genesung des jungen Böneners. Wenn alles gut läuft, dann könnte Levins Traum von einer Profifußballerkarriere doch noch wahr werden.