Iran-Krieg: Aktuelle News und Entwicklungen im Live-Ticker

Heute, 06:24

Salome Woerlen

US-Militär attackiert erneut Schiff nach Verlassen eines iranischen Hafens

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut ein ziviles Frachtschiff nach Verlassen eines iranischen Hafens angegriffen. Ein US-Kampfflugzeug habe im Golf von Oman das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff «M/V Ocean Molica» am Heck getroffen und den Antrieb lahmgelegt, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. Die Besatzung des Schiffes sei dabei nicht zu Schaden gekommen, hiess es. 

Der Frachter habe wiederholte Warnungen ignoriert und versucht, die bestehende Seeblockade gegen Iran zu durchbrechen, hiess es weiter. Das Schiff habe versucht, die regionalen Gewässer zu durchqueren, nachdem es zuvor einen iranischen Hafen verlassen hatte, erklärte Centcom.

Gestern, 23:40

NZZ-Redaktion

Behörde: Erneut Tanker in Strasse von Hormuz angegriffen

In der Strasse von Hormuz ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Das Schiff sei laut Angaben des Kapitäns von einem «unbekannten Geschoss» getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Es sei ein Feuer ausgebrochen, die Besatzung aber in Sicherheit. Das Ausmass der Schäden sei noch unklar, hiess es weiter. Auch wer für die Attacke verantwortlich war, ist noch ungewiss.

Freitag, 9. Okt., 14:36

NZZ-Redaktion

Iran reklamiert Angriff auf ein Tankschiff

Irans Revolutionswächter haben laut eigenen Angaben einen Flüssiggastanker attackiert. Der LPG-Tanker «NV Sunshine» sei in der Strasse von Hormuz beschossen worden, hiess es in einer Erklärung der Militärorganisation, die Irans Nachrichtenagentur Tasnim verbreitete. 

Das Tankschiff befand sich laut dem Bericht auf einer südlichen Route nahe der omanischen Küste. In den vergangenen Monaten hatte die amerikanische Marine dort zivile Handelsschiffe mit ausgeschalteten Transpondern begleitet, um den Handel mit Öl und Flüssiggas wieder zu ermöglichen. Iran betrachtet die Route als illegal und fordert die Passage entlang der iranischen Küste.

Auch die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt berichtete am Freitagnachmittag über einen Vorfall nahe der emiratischen Küste. Ob es sich dabei um denselben Vorfall handelte, war zunächst unklar.

Freitag, 9. Okt., 12:03

NZZ-Redaktion

EU-Behörde fordert weitere Einschränkung des Flugbetriebs in Saudiarabien

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) empfiehlt Fluggesellschaften, den Betrieb in weiteren Teilen des saudischen Luftraums einzustellen. Zuvor hatte die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz in Jemen den Flughafen von Riad angegriffen. Drei Personen waren dabei getötet worden.

Die EU-Flugsicherheitsagentur EASA hat ihre Warnung für den saudischen Luftraum vom 30. September aktualisiert. Laut der Behörde zeigen die jüngsten Angriffe, dass die Huthi in der Lage und auch gewillt seien, Ziele weit im Landesinneren Saudiarabiens anzugreifen. Dazu gehöre auch die Hauptstadt Riad.

Donnerstag, 8. Okt., 17:10

NZZ-Redaktion

Trump: Keine Angriffe auf Iran bis zu Midterms im November

Laut Medienberichten über mögliche neue amerikanische Angriffe auf iranische Ziele noch vor den Midterms hat Donald Trump eine Wiederaufnahme von Militäreinsätzen dementiert. «Wir werden Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen, die am 3. November in den Vereinigten Staaten stattfinden, angreifen», schreibt er auf seiner Plattform Truth Social. Die amerikanische Regierung führe «konstruktive Gespräche» mit Teheran, schreibt Trump weiter. 

Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi hatte zuvor auf seinem Telegramkanal geschrieben, dass die Regierung in Teheran eine Antwort aus den USA prüfe. Man habe Washington einen «Sieben-Tage-Plan» übermittelt und eine Antwort erhalten – darauf wolle man in wenigen Tagen reagieren, hiess es.

Donnerstag, 8. Okt., 02:44

NZZ-Redaktion

Saudiarabien greift 82 Ziele der Huthi-Miliz in Jemen an

Saudiarabien macht die Huthi-Miliz für Angriffe auf Flughäfen im Land verantwortlich. Zusammen mit der jemenitischen Regierung hat Saudiarabien nun eine umfassende Operation gestartet und 82 militärische Ziele der Huthi-Miliz in Jemen in den Provinzen Saada, Marib, al-Jauf und Hudaida zerstört. Dies teilt der Sprecher des von Saudiarabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mit. Zu den Zielen hätten Raketenstellungen, Kommandozentralen, Raketen- und Waffenlager gezählt.

Der Sprecher der Koalition macht keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Seine Angaben liessen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Zuvor hatte Saudiarabien mitgeteilt, drei Personen seien bei Angriffen auf Flughäfen des Landes getötet worden. Laut der Mitteilung sind die Flughäfen Riad sowie Abha im Südwesten des Königreichs Ziel von zwei separaten Angriffen am Dienstag und Mittwoch gewesen. In der Mitteilung der saudiarabischen Behörde gab es keine Angaben dazu, woher der Beschuss kam. Zuvor hatte die Huthi-Miliz in Jemen mehrfach Angriffe auf die beiden Flughäfen für sich reklamiert.

Mittwoch, 7. Okt., 22:09

NZZ-Redaktion

Bericht: Angriff auf Schiff im Persischen Golf

Im Persischen Golf ist ein Tanker rund 90 Kilometer nördlich des Golfemirats Katar unter Beschuss geraten. Das berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) am Abend auf der Plattform X unter Berufung auf eine überprüfte Quelle. Das Schiff wurde laut der Behörde rund 90 Kilometer nördlich der Stadt Madinat al-Shamal von mehreren Geschossen getroffen. Es seien Opfer gemeldet worden. Ob es sich bei ihnen um Tote oder Verletzte handelte, wurde nicht mitgeteilt. 

In letzter Zeut hatte UKMTO wieder vermehrt Beschuss auf Schiffe in der Strasse von Hormuz gemeldet, der Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Ein solcher Vorfall mitten im Persischen Golf gilt als ungewöhnlich. Das Portal «Maritime Executive» berichtete, es handele sich um den ersten gemeldeten Angriff auf einen Tanker in der westlichen Hälfte des Persischen Golfs seit Wochen.

Mittwoch, 7. Okt., 18:27

NZZ-Redaktion

Mehrere Tote nach Angriffen auf Flughäfen in Saudiarabien

In Saudiarabien sind drei Menschen bei Angriffen auf Flughäfen des Landes getötet worden. Das teilte die Luftfahrtbehörde am Abend auf der Plattform X mit. Laut den Angaben waren die Flughäfen Riad sowie Abha im Südwesten des Königreichs Ziel von zwei separaten Angriffen am Dienstag und Mittwoch. In Abha seien zwei Frauen, aus Algerien und Marokko stammend, getötet und weitere 28, darunter auch saudiarabische Staatsbürger, verletzt worden. 

Am Flughafen Riad sei eine Person getötet worden, ein sudanesischer Staatsbürger, und acht weitere seien verletzt worden. Die zwei Angriffe hätten auch Sachschaden verursacht, hiess es weiter. Details dazu gab es nicht.

In der Mitteilung der saudiarabischen Behörde gab es keine Angaben dazu, woher der Beschuss kam. Davor hatte die Huthi-Miliz in Jemen mehrfach Angriffe auf beide Flughäfen für sich reklamiert. Am Montag hiess es von der Miliz unter anderem, sie habe eine ballistische Rakete auf den internationalen Flughafen in Abha abgefeuert.

Mittwoch, 7. Okt., 11:31

NZZ-Redaktion

Die Kämpfe in Jemen eskalieren zunehmend

 Die Huthi-Miliz hat den internationalen Flughafen der Stadt Aden in Jemen mit ballistischen Raketen und mit Sprengstoff beladenen Drohnen angegriffen, wie das Verkehrsministerium des Landes mitteilte. 

Währenddessen verschärften sich die Kämpfe zwischen der mit Iran verbündeten Miliz und den von Saudiarabien unterstützten Regierungstruppen. Die Kämpfe konzentrierten sich in den letzten Tagen auf Gebiete rund um die Meerenge von Bab el-Mandeb. Die Schifffahrtsroute hat die für Energieexporte an Bedeutung gewonnen, seit der Konflikt zwischen den USA und Iran den Handel durch die Strasse von Hormuz einschränkt.

Dienstag, 6. Okt., 14:07

NZZ-Redaktion

Huthi-Miliz greift Flughäfen in Saudiarabien an

Die Huthi-Miliz in Jemen hat nach eigenen Angaben drei Flughäfen im benachbarten Saudiarabien mit Raketen angegriffen. Nach Darstellung eines Militärsprechers feuerte sie eine ballistische Rakete auf den internationalen Flughafen in Abha ab. Der Flugbetrieb soll daraufhin unterbrochen worden sein. 

Die saudischen Behörden hatten den Angriff zunächst nicht bestätigt. Dagegen teilte die saudiarabische Luftfahrbehörde mit, dass am Montag die beiden Flughäfen in Najran und Jizan getroffen wurden. Drei Menschen seien leicht verletzt worden.