Liveblog Irankrieg: Berichte über Explosionen im Süden Irans | FAZ

Bericht: Iran-Konflikt könnte bis Ende von Trumps Amtszeit dauern

Führende Berater ‌im ‌Weißen Haus haben US-Präsident Donald Trump einem Zeitungsbericht zufolge ​offenbar intern davor ⁠gewarnt, dass der Konflikt mit ​Iran bis zum Ende ⁠seiner Amtszeit andauern ‌könnte. Zu den Beratern zählen auch Vizepräsident ⁠JD Vance ⁠und Außenminister Marco ⁠Rubio, berichtet ​das „Wall Street ⁠Journal“ unter ​Berufung auf US-Regierungskreise.

Uli Putz

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Berichte über Explosionen im Süden Irans

Im Süden Irans ist es örtlichen Medienberichten zufolge im Bereich der Straße von Hormus zu Explosionen gekommen. Betroffen seien die Insel Gheschm in der Meerenge sowie die Städte Sirik und Minab, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf amtliche Quellen. Die Explosionen hätten sich auf dem Meer ereignet, hieß es weiter. Die Ursache der Explosionen sowie die genaueren Umstände blieben zunächst unklar.

Preis für Rohöl steigt wieder über 100 Dollar

Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist am Mittwoch wieder über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Hintergrund sind weitere, gegenseitige Angriffe von den USA und Iran rund um den wichtigen Öl-Transportweg durch die Straße von Hormus. Steigt der Rohölpreis, wird tendenziell das Tanken und das Heizen mit Öl und Gas teurer. Ein hoher Ölpreis beeinflusst auch die Preisentwicklung insgesamt, weil der Rohstoff ein wichtiger Kostenfaktor für die gesamte Wirtschaft ist. 

Der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle in der Straße von Hormus war in der Nacht aufs Neue eskaliert. Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben als Vergeltung für Teherans Angriffe auf ein US-Kriegsschiff fünf iranische Rohöltanker und versenkte einen davon. Irans Revolutionsgarden reagierten nach eigenen Angaben umgehend mit „schweren Raketenangriffen“ auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien. Laut der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur Petra fing die Armee 20 ballistische Raketen ab. Zudem griffen die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben erneut mehrere Schiffe in der Region der Straße von Hormus an.

Zuletzt war der Brent-Preis Mitte Juli kurzzeitig über 100 Dollar gestiegen. Noch liegt er aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Irankrieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben.

Uli Putz

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Iran: Revolutionsgarde greift zehn Schiffe im Golf an

Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben zwei US-Schiffe ⁠und acht Öltanker im Persischen Golf angegriffen. Dies sei eine Reaktion auf einen US-Angriff auf fünf iranische Tanker, berichten staatliche Medien unter Berufung auf eine Erklärung der Garden. Die zehn Schiffe hätten versucht, ein „verbotenes ‌und unsicheres“ Gebiet in der Straße von Hormus zu durchqueren.

Uli Putz

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Jordanien: Fast zwei Dutzend iranische Raketen abgefangen

Jordanien hat eigenen Angaben zufolge 20 ballistische Raketen aus Iran erfolgreich abgefangen. 18 seien zerstört worden, zwei weitere in entlegene Gebiete gestürzt, teilte die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra in der Nacht mit. Es habe keine Verletzten gegeben. Zu den Zielen der Angriffe gab es keine Angaben. Die iranische Revolutionsgarde hatten zuvor laut der Nachrichtenagentur Fars von „schweren Raketenangriffen“ auf die US-Militärbasis Al-Asrak gesprochen.

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim gab es mehrere Explosionen auf zwei US-Stützpunkten in Jordanien. Eine Bestätigung dafür gab es weder vonseiten des US-Militärs noch von jordanischer Seite. Iran sprach von Vergeltung für Angriffe des US-Militärs auf iranische Öltanker. Die US-Streitkräfte erklärten, die Attacken auf die Tanker seien Vergeltung für iranische Raketenangriffe auf ein US-Kriegsschiff gewesen.

Uli Putz

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Iran will US-Unterwasserdrohne in Straße von Hormus abgefangen haben

Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben am Eingang zur Straße von Hormus eine unbemannte US-Unterwasserdrohne abgefangen. Laut staatlichen Medien handelt es ‌sich um ein Modell vom Typ Dive-LD des US-Rüstungsunternehmens Anduril. Man habe eine der modernsten Unterwasserdrohnen der US-Armee in die Falle gelockt, ‌die mit neuester Technologie ‌ausgestattet sei, teilt die Marine der Revolutionsgarden mit. Das US-Verteidigungsministerium erklärt dagegen, eine Unterwasserdrohne sei bereits vor mehr als einem Tag wegen eines Defekts ​ausgefallen. Es handele sich um ⁠ein älteres Modell, das weder sensible Daten gesammelt noch geheime Sonar- oder Radarausrüstung an Bord gehabt ​habe.

Uli Putz

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USA zerstören fünf iranische Öltanker

Das US-Regionalkommando ‌Centcom meldet die Zerstörung von fünf iranischen Rohöltankern am 8. September. Dies sei die ‌Reaktion ‌auf versuchte Raketenangriffe, teilt das Militär mit. Die iranische Revolutionsgarde hätte in den vergangenen ​zwei Tagen zweimal ⁠ein US-Kriegsschiff mit ballistischen Raketen ins Visier genommen. Das Schiff ​wich den Angriffen laut Centcom erfolgreich ⁠aus. US-Außenminister Marco Rubio ‌warnt Iran unterdessen, dass die USA als Vergeltung weiterhin iranische ⁠Öltanker attackieren werden. ⁠Während eines Besuchs in Kolumbien erklärte Rubio, ⁠dass ​das ⁠Land jedes Mal, wenn ​Iran versuche, Schiffe ‌der US-Marine zu treffen, Tanker verlieren werde.

Zahl der Todesopfer nach Angriffen Israels im Libanon steigt  

Die Opferzahl nach israelischen Angriffen im Südlibanon ist nach Behördenangaben auf zwölf gestiegen. Bei einem Angriff auf ein Wohngebäude in Kfar Rumman im Raum Nabatija am Morgen seien elf Menschen getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Darunter waren demnach auch zwei Kinder und zwei Frauen. Es habe acht Verletzte gegeben. Bei einem weiteren Angriff auf ein Fahrzeug im gleichen Ort sei ein Sanitäter des der Hisbollah nahestehenden Risala-Gesundheitsdienstes getötet worden. 

Iran kritisiert mögliche Unterstützung der USA durch Südkorea

Irans Außenministerium übt scharfe Kritik an einer möglichen Unterstützung der US-Marine durch Südkorea. „Jede operative Beteiligung oder jede weitere militärische Präsenz anderer Parteien im Persischen Golf und in der Straße von Hormus“ werde als „direkte Unterstützung der angreifenden Partei“ betrachtet, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Bereits am Freitag hatten mehrere koreanische Medien unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dass die Regierung in Seoul auf Druck von Trump die Entsendung eines Schiffs sowie mehrerer Aufklärungsflugzeuge für einen Einsatz in der Straße von Hormus vorbereitet. Offiziell bestätigt ist das allerdings nicht.

Am Montag teilten sowohl das südkoreanische Verteidigungs- als auch das Außenministerium unabhängig voneinander mit, dass man derzeit im engen Austausch mit der internationalen Gemeinschaft stehe, um einen konkreten Beitrag zur Wiederherstellung der freien Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu leisten. Eine Entscheidung ist demnach bisher nicht gefallen.

Iran setzt neue Anti-Schiffs-Rakete ein

Iran hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben eine neue Anti-Schiffs-Rakete gegen die US-Marine eingesetzt. In einem Interview mit dem staatlichen Rundfunk berichtete der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai, vom erstmaligen Einsatz eines neuartigen Seezielflugkörpers. „Dies ist eine wichtige Warnung an den Feind und bedeutet, dass die Seeblockade verwundbar ist“, sagte der General.

Das US-Militär hatte am Samstag drei iranische Öltanker angegriffen und außer Betrieb gesetzt. Zuvor hatten iranische Revolutionsgarden nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom ballistische Raketen auf zwei US-Kriegsschiffe abgefeuert.

Resai wies in dem Interview die US-Darstellung zurück, wonach die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr wieder offen sei. „Die Straße von Hormus ist vollständig geschlossen, und die Behauptung der USA, dass Schiffe und Öltanker sie passieren, ist eine Lüge“, sagte er. Schiffe, die mit ausgeschalteter Navigation versuchten, die Meerenge zu passieren, würden meist angegriffen.

Klaus Bardenhagen

Klaus Bardenhagen

Netanjahu ordnet Räumung ungenehmigter Siedler-Außenposten an 

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat offenbar die Räumung nicht genehmigter Siedler-Außenposten im Westjordanland angeordnet. Das berichten mehrere israelische und internationale Medien. Der israelischen Nachrichtenwebsite Ynet zufolge erfolgte die Anweisung auf Druck der USA. Finanzminister Bezalel Smotrich bestätigte eine entsprechende Anweisung Netanjahus für zwei Gebiete, in denen mehrheitlich ​Palästinenser leben. Zuvor hatte der ⁠amerikanische Botschafter in Israel, Mike Huckabee, gewalttätige Siedler als Terroristen verurteilt und harte Konsequenzen gefordert.

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