Ukraine-Liveticker: Putin: Europäischen Soldaten in Ukraine würden „Krieg gegen Russland“ bedeuten | FAZ

Putin: Europäische Soldaten in der Ukraine würden „Krieg gegen Russland“ bedeuten

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Europäer vor einer Entsendung von Soldaten in die Ukraine gewarnt. "Derzeit sagen sie, dass sie erwägen, wie sie Soldaten auf ukrainisches Territorium schicken können“, sagte Putin am Freitag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen bei einem Indien-Besuch mit Blick auf europäische Staats- und Regierungschefs. „Das bedeutet einen Krieg gegen Russland.“

Putin sagte in Neu Delhi, wo er an einem Gipfel der Brics-Staaten teilnimmt, zudem, Russland würde europäische Länder nicht „bedrohen“ und habe auch nicht die Absicht, dies zu tun. „Warum würden wir? Niemand versteht, dass wir keinen Grund haben, in einen Konflikt mit Europa zu treten.“ Europäische Politiker würden den Bevölkerungen ihrer Länder mit einer „erfundenen Bedrohung aus Russland“ Angst einflößen, sagte Putin.

Russland hatte im Februar 2022 eine großangelegte Militäroffensive gegen die Ukraine gestartet. Während westliche Staaten die Ukraine unterstützen, hat Moskau einen Einsatz von europäischer Soldaten in dem angegriffenen Land als rote Linie bezeichnet, die nicht überschritten werden dürfe.

Ben Mengler

Ben Mengler

Selenskyj fordert von USA ab sofort „strenge“ Sanktionen gegen Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, ab sofort „strenge“ Sanktionen gegen Russland zu verhängen, um der russischen Waffenproduktion zu schaden. „Es müssen ab sofort Sanktionen verhängt werden. Diese Sanktionen müssen streng sein“, sagte Selenskyj am Freitag auf einem internationalen Forum in Kiew. „Ich verstehe manchmal nicht, warum Entscheidungen nicht schnell getroffen werden können“, fügte der Präsident hinzu.

Selenskyj betonte, es müssten umgehend „Maßnahmen zur Begrenzung der Produktion von ballistischen Raketen und damit verbundenen Waffen“ ergriffen werden. Die US-Regierung müsse entschlossene Entscheidungen treffen – „die persönlichen Entscheidungen von Präsident Trump“, fügte er hinzu.

Bei einem Besuch in Kanada am Donnerstag hatte Selenskyj erklärt, er plane Ende September ein Treffen mit Trump in New York. Am vergangenen Wochenende waren die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in einem neuen diplomatischen Vorstoß zu Beendigung des Ukraine-Kriegs erst nach Moskau und dann nach Kiew gereist. 

Ukrainer ermittelt wegen mutmaßlicher Tötung von Kriegsgefangenen

Die Justiz der Ukraine ermittelt wegen der mutmaßlichen Tötung zweier ukrainischer Kriegsgefangener durch russische Soldaten. Der Fall solle sich Anfang September an der Front bei der ostukrainischen Stadt Dobropillja ereignet haben, teilte die Staatsanwaltschaft für das Gebiet Donezk auf Telegram mit. Die zwei Soldaten der ukrainischen Nationalgarde seien bei einem Kampfeinsatz von russischen Besatzungstruppen gefangen genommen worden. Dann sollen sie von den russischen Soldaten erschossen worden sein. 

Ermittelt werde wegen eines möglichen Kriegsverbrechens. Die Behörde machte keine Angaben, woher ihre Informationen zu dem Fall stammen. Ein veröffentlichtes Foto legt nahe, dass es Drohnenaufnahmen gibt. 

Es gibt immer wieder Berichte, dass die russische Armee ukrainische Gefangene tötet, die sich bereits ergeben haben. Die ukrainische Justiz geht nach früheren Zählungen mehr als 260 möglichen Verdachtsfällen nach. Die Ukraine verteidigt sich seit viereinhalb Jahren gegen eine russische Invasion. 

Zwei Tote bei gezieltem Angriff auf Tankstelle in Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Tankstelle in Kiew sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag auf der Plattform X. Die Rettungskräfte veröffentlichten Aufnahmen einer ausgebrannten Tankstelle, aus der Rauch aufstieg. 

„Den ganzen Tag über haben die Russen in Kiew ganz gezielt Tankstellen ins Visier genommen“, schrieb Selenskyj. Eine Rettungskraft sei bei einer „Doppelattacke“ verletzt worden sei, also einem neuen Angriff auf denselben Ort kurz nach einem ersten Einschlag. Russland eskaliere die Lage gezielt. 

Der ukrainische Ölkonzern Ukrnafta erklärte, zwei seiner Tankstellen seien am Freitagmorgen gleichzeitig getroffen worden. „Das ist ein weiterer gezielter Angriff auf zivile Einrichtungen, die die Menschen mit Kraftstoff und lebensnotwendigen Gütern versorgen“, schrieb Geschäftsführer Bohdan Kukura in Onlinenetzwerken. „Solche Angriffe haben kein militärisches Ziel. Das ist Terror gegen die Zivilbevölkerung.“ 

In der ukrainischen Hauptstadt wächst die Sorge, dass Russland eine neue Offensive gegen dortige Tankstellen gestartet hat. Die russischen Streitkräfte wenden diese Taktik bereits in Gebieten näher an der Front an. 

Fabian Drahmoune

Fabian Drahmoune

Ukraine: Tote bei russischem Angriff auf Einkaufszentrum

Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Pawlohrad sind nach Regierungsangaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Weitere 76 Menschen seien verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Oleksandr Hanja am Donnerstagabend. Bei dem Angriff seien Geschäftsräume und Fahrzeuge beschädigt worden.

Der ukrainische Innenminister Iwan Wyhiwskyj schrieb im Onlinedienst Telegram, der Angriff im Stadtzentrum von Pawlohrad habe sich „am helllichten Tage“ ereignet, als die Straßen voller Menschen waren. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte: „Russland ist der Ansicht, dass unablässige Angriffe auf Zivilisten die Ukrainer zermürben und die Ukraine zu Zugeständnissen zwingen können.“

In der Hauptstadt Kiew lösten russische Angriffe zudem einen Brand in einem ‌neunstöckigen Wohnhaus ‌aus. Dies teilten die städtischen Behörden über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Ian Liesch

Ian Liesch

Selenskyj: Treffen mit Trump Ende September in New York

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich Ende September in New York mit US-Präsident Donald Trump treffen. „Ende September werden wir die Gelegenheit haben, das amerikanische Team in New York zu treffen“, sagte Selenskyj am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney in Calgary. Ende September findet in New York die Generaldebatte der UN-Vollversammlung statt.

Selenskyj hatte bereits am Dienstag gesagt, er hoffe auf ein Treffen mit Trump noch in diesem Monat. Er wolle mit dem US-Präsidenten über ein Paket zur Stärkung der ukrainischen Luftabwehr sprechen, sagte der ukrainische Präsident.

Die Ukraine ist auf Patriot-Raketen aus US-Produktion angewiesen, um sich gegen die massiven russischen Luftangriffe zu schützen. Kiew klagt über einen zunehmenden Mangel an den Abfangraketen, seitdem die USA im Februar den Irankrieg begonnen und Raketenlieferungen in die Golfregion umgeleitet hatten.

Russland hatte seine Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine in den vergangenen Tagen wieder verstärkt. Wegen eines Besuchs der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff hatte Russland die Angriffe zuvor für drei Tage eingestellt. Die beiden Sondergesandten von US-Präsident Trump waren am Wochenende nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen.

Ian Liesch

Ian Liesch

Ukraine und Kanada bauen Kooperation bei Drohnen aus

Kanada und die Ukraine wollen ihre Zusammenarbeit bei der Produktion von Drohnen deutlich ausbauen. „Heute haben Kanada und die Ukraine eine neue Partnerschaft besiegelt, die die kanadischen Streitkräfte mit weltweit führenden Drohnenkapazitäten ausstattet, Arbeitsplätze in ganz Kanada schafft und die Ukraine in ihrem Kampf für einen gerechten und dauerhaften Frieden unterstützt“, sagte der kanadische Premierminister Mark Carney bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im kanadischen Calgary.

Man werde die kanadisch-ukrainische Zusammenarbeit in allen Bereichen der Drohnenproduktion ausweiten, „von kritischen Metallen und Mineralien bis hin zur technischen Entwicklung“, hieß es in einer Mitteilung. Kanada habe zudem das Ziel, innerhalb der kommenden zwei Jahre Produktionskapazitäten für „Millionen Drohnen“ zu schaffen. Laut Carney verfügt Kanada bisher insgesamt über 2000 Drohnen.

Carney sagte der Ukraine zudem Hilfen für Abfangraketen für die Luftverteidigung und die ukrainische Sicherheitsarchitektur zu. „Mit den heute angekündigten Investitionen belaufen sich Kanadas Gesamtzusagen für vielfältige Unterstützung der Ukraine seit 2022 mittlerweile auf mehr als 26 Milliarden Dollar“, hieß es von der kanadischen Regierung. Selenskyj bedankte sich, dass Kanada bereit sei, sich an der Entwicklung der europäischen Raketenabwehr Freyja zu beteiligen.

Ian Liesch

Ian Liesch

Mehrere Tote bei russischen Angriffen auf Dnipro und Kiew

Bei russischen Angriffen auf eine Ölsaatenfabrik und eine Tankstelle ​in der Ukraine sind am Donnerstag nach Behördenangaben mehrere Menschen getötet ⁠und verletzt worden. In der südostukrainischen Stadt Dnipro starben demnach zwei Menschen bei dem Beschuss einer Anlage des US-Agrarkonzerns Bunge. In der Hauptstadt Kiew wurden bei einem ‌Angriff auf eine Tankstelle des Betreibers Ukrnafta vier Menschen verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Russland hat seine Luftangriffe auf die Ukraine in den vergangenen ‌Wochen verstärkt und ‌nimmt dabei zunehmend die Logistik und wirtschaftliche Ziele ins Visier.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf Moskau eine gezielte Kampagne vor. Dies sei „kein Zufall, sondern Teil von Moskaus systematischer ​Terrorkampagne gegen amerikanische Unternehmen und Wirtschaftsinteressen“, schrieb ⁠er auf der Plattform X. Der Chef von Ukrnafta, Bohdan Kukura, erklärte, diese Angriffe hätten kein militärisches ​Ziel. Dies sei „Terror und Einschüchterung der Zivilbevölkerung“. Bunge teilte mit, ein Teil der Anlage in ⁠Dnipro sei getroffen ‌worden. Mitarbeiter seien nicht zu Schaden gekommen.

Die Ukraine hat ihrerseits Einrichtungen wie Ölraffinerien tief im ⁠russischen Landesinneren angegriffen. ​Die ⁠nun getroffene Anlage in Dnipro gehört ​zu den fünf größten Ölsaaten-Verarbeitungsbetrieben der Ukraine. Das Land ‌war vor dem Krieg der weltgrößte Exporteur von Sonnenblumenöl.

Amnesty wirft Russland Zwang und Ausbeutung bei Rekrutierung von Ausländern vor

Russland rekrutiert nach Angaben von Amnesty International mit Täuschung, Zwang und Ausbeutung Menschen aus dem Ausland für seine Streitkräfte und schickt sie in den Krieg gegen die Ukraine. In vielen Fällen erfülle dies den Tatbestand des Menschenhandels, sagte die Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation, Agnès Callamard, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Kiew. Ins Visier der russischen Anwerber geraten demnach vor allem Menschen aus einkommensschwachen Ländern des Globalen Südens.

Für die Recherche nahm Amnesty nach eigenen Angaben zwischen 2024 und 2026 in zwei ukrainischen Kriegsgefangenenlagern Aussagen von Betroffenen aus Brasilien, Kolumbien, Kuba, Ägypten, Sierra Leone, Sri Lanka, Somalia und Südafrika auf. Weitere Informationen stammen demnach von Ausländern, die derzeit bei den russischen Streitkräften dienen, von Angehörigen sowie von Rechtsanwälten, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten.

Die „Internationalisierung“ des Ukrainekriegs betreffe „vulnerable Bevölkerungsgruppen und Einzelpersonen auf der ganzen Welt“, sagte Callamard. „Die russische Armee füllt ihre Reihen mit ausländischen Staatsangehörigen auf, die in wirtschaftlicher Not sind, und verheizt sie als Kanonenfutter im Angriffskrieg gegen die Ukraine“, erklärte die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Julia Duchrow.

Rutte lobt Deutschland für Ukraine-Unterstützung

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat Deutschlands Führungsrolle bei der Unterstützung der Ukraine gelobt und eine „Verteidigungsdividende“ für die deutsche Wirtschaft in Aussicht gestellt. Er habe keinen Zweifel, sagte Rutte am Donnerstag im Auswärtigen Amt, dass die Investitionen in die deutsche Rüstungsindustrie zu Arbeitsplätzen und Innovation führen würden.

Als erster NATO-Generalsekretär war Rutte zur jährlichen Konferenz der Leiter deutscher Auslandsvertretungen als Redner geladen. Deutschland gebe in Europa ‌am meisten für Verteidigung ‌aus, sagte er. Das Land sei ein Motor der Rüstungsproduktion. „Ihr habt bei der Verteidigung in den sechsten Gang geschaltet.“ Ein starkes Deutschland mache Europa stärker, ein stärkeres Europa mache die NATO stärker, so Rutte.

Am Montag hatte Außenminister Johann Wadephul (CDU) die Konferenz seiner führenden Diplomaten im Ausland eröffnet, ungewöhnlicherweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit. In seiner Eröffnungsrede bekräftigte er, dass man fest an der Seite der Ukrainer stehe, „weil sie nicht nur ihre eigene, sondern unser aller Freiheit verteidigen“. Am Donnerstag sagte Wadephul während eines gemeinsamen Pressestatements mit Rutte, man setze die Unterstützung der Ukraine konsequent fort, „auch angesichts der aktuellen innenpolitischen Diskussion hier in Deutschland“.

Ukrainische Drohnen treffen Werke tief in Russland

Die ukrainischen Spezialeinsatzkräfte haben nach eigenen Angaben einen neuen Reichweitenrekord mit Langstreckendrohnen erzielt. Den Angaben nach wurden am Mittwoch zwei Werke im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen getroffen. Diese rohstoffreiche und dünn besiedelte Verwaltungseinheit liegt im Gebiet Tjumen im hohen Norden Russlands und ist etwa doppelt so groß wie Deutschland. Die beiden getroffenen Werke zur Weiterverarbeitung von Gaskondensat liegen den Angaben nach rund 3000 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

Ukrainische Drohnen dringen inzwischen immer tiefer in russisches Gebiet vor. Sogenannte „Deepstrike-Drohnen“ werden permanent weiterentwickelt, um vermeintlich sichere Regionen im Osten Russlands erreichen zu können.  Ziel derartiger Angriffe ist die Schwächung der russischen Wirtschaft, die auf den Export von Rohstoffen angewiesen ist. In diesem Zusammenhang spricht Kiew von „weitreichenden kinetischen Sanktionen“. Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte den Beitrag der Spezialeinsatzkräfte auf seinem eigenen Kanal und äußerte, jeder solche Schlag hindere Russlands daran, Schritte in Richtung Diplomatie weiter herauszuzögern.

Selenskyj berichtet von mehreren Angriffen gegen Russland

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben abermals mehrere Ziele in Russland angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in sozialen Medien von Angriffen auf acht Infrastrukturobjekte, die dem Krieg dienten. Getroffen worden sei eine Ölraffinerie im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen und ein Handelshafen in der russischen Teilrepublik Dagestan. Angegriffen wurden demnach auch Anlagen in den Regionen Moskau, Woronesch, Astrachan und Brjansk, schrieb Selenskyj, ohne Details zu nennen.

Im Gebiet Woronesch wurde nach Angaben von Gouverneur Alexander Gussew eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Stadt Borissoglebsk getötet. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Über der Region seien 19 ukrainische Drohnen abgewehrt worden. Dagestans kommissarischer Republikchef, Fjodor Schtschukin, teilte mit, dass herabstürzende Drohnentrümmer Feuer in der Hafeninfrastruktur und einem Theater in Machatschkala ausgelöst hätten. Verletzte gebe es nicht.

Unterdessen sind durch russischen Beschuss in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk mindestens 16 Menschen verletzt worden. Viermal sei die frontnahe Stadt beschossen worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. Einschläge hat es demnach in einem Wohngebiet und in der Nähe von Schulen gegeben. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner abermals zur Flucht auf. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als zwölf Kilometer von Kramatorsk entfernt.

Uli Putz

Uli Putz

Russland: Acht Verletzte nach Angriff mit Marinedrohnen in Sotschi

Bei einem Angriff mit Marinedrohnen auf den russischen Schwarzmeer-Badeort Sotschi sind nach Behördenangaben acht Menschen verletzt worden. Die Strandinfrastruktur ‌sei nach dem Angriff teilweise beschädigt, teilen die Behörden der Region Krasnodar über den Messengerdienst Telegram mit. Ein von der Nachrichtenagentur Reuters ‌verifiziertes Video ‌in den sozialen Medien zeigt Schüsse und eine Explosion an einer Uferpromenade. In Sotschi befindet sich eine offizielle Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin. ​Angriffe der Ukraine mit Marinedrohnen ⁠sind im Vergleich zu Attacken aus der Luft eher selten.

Uli Putz

Uli Putz

Ukraine meldet zwei Tote bei russischem Drohnenangriff auf Einkaufszentrum in Sumy

Bei einem russischen ‌Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der nordukrainischen Stadt Sumy sind nach Angaben des ‌regionalen Gouverneurs ‌zwei Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Vier der Verletzten seien ​in einem ernsten Zustand, ⁠teilt Gouverneur Oleh Hryhorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Unter ​den Verletzten seien auch drei Teenager. ⁠Auf Fotos, die ‌der Gouverneur im Internet veröffentlichte, sind ein schwer beschädigtes Gebäude und verstreute ⁠Trümmer zu sehen. ⁠Laut dem Gouverneur sind die Rettungskräfte ⁠weiter ​im ⁠Einsatz. Die an Russland ​grenzende Region ist immer wieder ‌Ziel schwerer Angriffe. Moskau will dort nach ​eigenen Angaben eine ​Pufferzone einrichten.

Uli Putz

Uli Putz

Norwegischer Regierungschef: Selenskyjs Flugzeug nur knapp von Drohne verfehlt – Kiew: „Übertrieben“

Ein Flugzeug mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Bord ist nach norwegischen Angaben in Moldau beinahe von einer Drohne getroffen worden. Der Vorfall habe sich beim Start der Maschine in Moldau ereignet, sagte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Störe am Mittwochabend dem Rundfunksender NRK. „Das ist die Realität, in der er lebt“, sagte Gahr Störe zu der mutmaßlichen Gefährdung Selenskyjs bei dem Flug. Weitere Angaben machte er nicht.  Angaben aus der Ukraine und aus Moldau relativierten die Darstellung des Norwegers.

Aus dem Umfeld des ukrainischen Präsidenten verlautete, es sei „übertrieben“, dass Selenskyj einem Risiko ausgesetzt gewesen wäre. Als eine russische Drohne in den Luftraum von Moldau und Rumänien eingedrungen sei, sei in Moldau ein Alarm ausgelöst worden.

Der moldauische Regierungssprecher Dumitru Ciorici erklärte, Moldau habe seinen Luftraum am Dienstagnachmittag kurz nach 16.30 Uhr geschlossen, nachdem eine aus der Ukraine kommende russische Drohne eingedrungen sei. Nach 17.20 Uhr hätten die Behörden bestätigt, dass die Drohne abgestürzt und in etwa 160 Kilometer Entfernung vom internationalen Flughafen Chișinău explodiert sei. Die Flugbeschränkungen seien daraufhin aufgehoben worden, und das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten sei später als geplant gestartet.

Selenskyj war am Dienstagabend in der norwegischen Hauptstadt Oslo eingetroffen, wo er am Mittwoch an der Beerdigung von König Harald V. teilnahm. Am Vorabend hatte er mit Gahr Störe, Finanzminister Jens Stoltenberg und Außenminister Espen Barth Eide unter anderem über norwegische Militärhilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gesprochen. Nach der Beerdigung reiste Selenskyj laut Gahr Störe nach Kanada weiter.

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