Lok Leipzig zittert sich zu drei Punkten beim BFC Preussen
Fußball | Regionalliga
Stand: 05.08.2026 22:23 Uhr
Lange muss Lok Leipzig beim Berliner Fußballclub Preussen bangen. Nach einer Leistungssteigerung übernimmt der Meister zwischenzeitlich das Kommando, verpasst es aber, frühzeitig den Deckel draufzumachen – und wird mit der letzten Aktion beinahe dafür bestraft.
von Sebastian Bondrea
Das war ein hartes Stück Arbeit für den amtierenden Meister. In einer umkämpften und bis zum Schlusspfiff spannenden Partie setzte sich die Loksche in der Hauptstadt knapp mit 2:1 (1:0) durch.
Ende
05.08.2026 19:00 Uhr
1:2(0:1)
Aufstellung
BFC Preussen
F. Palmowski - C. Häusl, N. Lessel, O. Maric, B. Meyer - P. Fontein, L. Vierling (83. F. Cramer), J. Wosz (61. L. Butkovic), M. Čović - N. Frank (73. P. Kühn), E. Gramberg (61. O. Adekunle)
1. FC Lok Leipzig
A. Naumann - T. Dombrowa, F. Kusić (85. P. Böhm), L. Wilton - F. Abderrahmane, S. Schierack (70. P. Vuc), A. Siebeck, E. Öztürk (70. A. Rühlemann) - A. Adetula, R. Bornschein (82. D. Ziane), D. Čevis
Tore
- 0:1 R. Bornschein (26.)
- 1:1 C. Häusl (54.)
- 1:2 A. Adetula (55.)
Weitere Daten zum Spiel
Fußball, Regionalliga Nordost (M)
Ergebnisse und Tabelle
Nach dem enttäuschenden 3:3 gegen den 1. FC Magdeburg II wollte Leipzig am dritten Spieltag zurück in die Erfolgsspur. Einfach werden sollte die Aufgabe bei den Berlinern allerdings nicht, hatten sie doch beide Duelle der Vorsaison gegen die Elf von Torsten Ziegner gewonnen. Dementsprechend groß war nach dem schwachen Saisonstart mit nur einem Punkt aus zwei Spielen die Hoffnung auf die Überraschung.
Lok mit Anlaufschwierigkeiten
Die Gastgeber erwischten den besseren Start. Kaum hatte Schiedsrichter Sirko Müke die Partie angepfiffen, erarbeitete sich der BFC bereits die erste Ecke. Wenig später sorgte ein weiterer Standard für Gefahr, doch Nino Lessel verzog deutlich (3.). Lok tat sich zunächst schwer, ins Spiel zu finden. Eine erste Duftmarke setzte Eren Öztürk, als er es im gegnerischen Strafraum mit gleich drei Gegenspielern aufnahm, im letzten Moment aber am Abschluss gehindert wurde (13.).
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Die klareren Chancen gehörten zunächst dennoch den Berlinern. Joscha Wosz setzte sich stark im Eins-gegen-eins durch, verzog aber aus spitzem Winkel (15.). Kurz darauf ließ der BFC das sichere 1:0 liegen: Philip Fontein flankte maßgenau auf Nikolas Frank, der völlig blank stehend aus sechs Metern am Pfosten vorbeiköpfte (21.). Auch Fontein selbst suchte wenig später aus zentraler Position den Abschluss, der aber drüber ging (23.).
Bornschein nutzt ersten Hochkaräter zur Führung
Auf der Gegenseite meldete sich Lok nun zunehmend an. Ricky Bornschein scheiterte zunächst im direkten Duell an Florian Palmowski (24.), ehe es nur Augenblicke später im Kasten der Gastgeber einschlug: Alexander Siebeck bekam auf der linken Seite deutlich zu viel Platz und fand mit einer punktgenauen Flanke Bornschein, der den Ball aus kurzer Distanz per Kopf zur Führung ins Netz setzte (26.).
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Der Treffer gab den Leipzigern Sicherheit. Während der BFC anschließend offensiv kaum noch Akzente setzte, kontrollierte Lok das Geschehen zunehmend und erspielte sich immer wieder Standardsituationen – ließ diese allerdings ungenutzt. Einmal war die Loksche hingegen noch mit dem Glück im Bunde, als Naumann unter einer Berliner Ecke hindurchsegelte und Frank den Kopfball nicht aufs Gehäuse bekam. So ging Lok mit einer insgesamt verdienten 1:0-Führung in die Halbzeit.
Naumann patzt – Adetula mit dem entscheidenden Treffer
Nach dem Seitenwechsel erwischte der BFC den besseren Start und setzte die Gäste mit mehreren Standards unter Druck. Dabei wirkte Naumann erneut unsicher. Auch wenn die Leipziger die ersten gefährlichen Situationen noch klären konnten, folgte kurz darauf der Ausgleich – und der ging aufs Konto des Keepers: Nach einem langen Ball in den Strafraum ließ Naumann einen harmlosen Kopfball von Charmaine Häusl durch die Hände rutschen und schenkte den Berlinern das 1:1 (54.).
Die Antwort des Meisters ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute später fand der wieder genesene Tobias Dombrowa den völlig freistehenden Ayodele Adetula, der Palmowski aus kurzer Distanz zur erneuten Leipziger Führung überwand (55.). Anschließend bot sich Dorian Čevis sogar die Chance auf das dritte Tor, sein Abschluss geriet jedoch zu zentral (59.).
Lok ohne Entlastung - Kühn hat den Ausgleich auf dem Kopf
Der BFC reagierte mit offensiven Wechseln und erhöhte den Druck. Vor den 1.013 Zuschauern erspielten sich die Gastgeber zahlreiche Eckbälle und drängten Lok immer weiter in die eigene Hälfte. Ein Kopfball von Fontein landete auf dem Tornetz (67.), wenig später parierte Naumann stark gegen Häusl (75.), ehe auch Oluwaseunnla Eni-Owo Adekunle am Leipziger Schlussmann scheiterte (77.).
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In der Schlussphase verteidigte Lok den knappen Vorsprung mit viel Einsatz, kam selbst offensiv kaum noch zur Entlastung. Die endgültige Entscheidung verpasste Čevis in der Nachspielzeit, als sein Pass auf den freistehenden Adetula zu lang geriet (90.+2). Fast im Gegenzug bot sich dem BFC die letzte Chance, doch Philipp Kühn köpfte über das Tor (90.+4). So brachte Lok den 2:1-Auswärtssieg über die Zeit.
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