Loomer verbreitete Moskaus Lügen: Trumps Rechtsaußen-Influencerin gibt sich geläutert - und trifft Selenskyj

Loomer verbreitete Moskaus LügenTrumps Rechtsaußen-Influencerin gibt sich geläutert - und trifft Selenskyj

24.07.2026, 06:56 Uhr

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Dachte, sie würde dem "wahren Amerika" eine Stimme geben, wiederholte stattdessen aber unkritisch russische Falschbehauptungen: Laura Loomer. (Foto: AP Photo/Ted Shaffrey)

Lange Zeit wetterte US-Influencerin Laura Loomer gegen die Ukraine und verbreitete russische Propaganda. Mittlerweile spricht sie von Reue und reist nach Kiew. Sogar ein Interview mit dem Staatschef wird ihr ermöglicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit der Rechtsaußen-Influencerin Laura Loomer getroffen, die US-Präsident Donald Trump nahesteht. Die Gespräche des ukrainischen Staatschefs mit der umstrittenen US-Polit-Aktivistin wurden vom ukrainischen Präsidentenberater Dmytro Lytwyn bestätigt. Auf ihrem X-Kanal veröffentlichte Loomer Auszüge eines Interviews, die auch von Donald Trump auf Truth Social geteilt wurden.

Bis vor Kurzem hatte Loomer aus ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der Ukraine kein Hehl gemacht. Neuerdings unterstützt sie aber das von Russland angegriffene Land. Loomer sprach sich in der Vergangenheit unter anderem gegen US-Finanz- und Militärhilfen für Kiew aus. Am Montag postete sie jedoch überraschend ein Video von sich, in dem sie in einem Zug in der Ukraine zu sehen ist.

Einen Tag später berichtete Loomer dann, wie sie in Kiew einen Luftalarm miterlebt habe. Diese Erfahrung beschrieb sie mit drastischen Worten und sparte dabei auch nicht mit Selbstkritik. "Das ist der Alltag für jeden Ukrainer", sagte Loomer über den Luftalarm. Sie komme sich vor "wie ein ziemliches Arschloch", weil sie "den Kampf der Ukrainer in den vergangenen fünf Jahren heruntergespielt" habe.

Moskau auf den Leim gegangen

"Einige von uns hatten die Dreistigkeit zu behaupten, Russland habe nicht Unrecht, weil wir der Lüge glaubten, die Ukraine sei ein Land voller Nazi-Sympathisanten", fuhr Loomer fort. "Wir sind durch Russland so dermaßen mit Propaganda berieselt worden, ohne es überhaupt zu merken." Selenskyjs Büro begrüßte Loomers Besuch. Es sei wichtig, dass sich die US-Aktivistin ein persönliches Bild von den Geschehnissen in der Ukraine mache, hieß in einer Erklärung.

Trump und Selenskyj sind in der Vergangenheit mehrfach heftig aneinandergeraten. Zuletzt hatte Trump die Ukraine aber überraschend gelobt. Bei einem Treffen mit Selenskyj in Ankara kündigte er öffentlich an, dass Kiew die Erlaubnis zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrraketen erhalten soll.

Quelle: ntv.de, rog/AFP